Bilanz Summer in the City 2017: 45.000 Besucher bei 25 Konzerten – 34.000 Gäste auf Zitadelle und im Volkspark

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Der Summer in the City 2017 hat rund 45.000 Besucher zu insgesamt 25 Konzerten gelockt. Mit 17 Open Airs und 8 Indoor-Veranstaltungen habe die Konzertreihe zwischen Mitte Juni und Anfang August wieder eine erfolgreiche Saison gefeiert, sagte Kulturdezernentin Marianne Grosse (SPD) zum Abschluss der Reihe. Das Festival habe „ein vielfältiges, weltoffenes und kulturell hochkarätiges Angebot für alle Kulturinteressierten von Jung bis Alt“ geboten, sagte die Dezernentin, die Konzerte seien „wirklich toll“ gewesen, sie sei hochzufrieden mit der diesjährigen Konzertreihe. Allerdings sanken die Besucherzahlen bei Summer in the City  deutlich: 2016 kamen noch 50.000 Besucher, 2017 besuchten 34.000 Gäste die Konzerte auf der Zitadelle und im Volkspark. Die übrigen 11.000 Besucher verteilten sich auf Konzerte an der Burgkirche in Ingelheim, den Domplatz sowie die Indoor-Konzerte.

Gehörte zu den Indoor-Highlights von Summer in the City 2017: Kenny Wayne Shepherd. – Foto: Frankfurter Hof

Mit Jazzstar Gregory Porter, Fado-Königin Mariza und Popstar Amy Macdonald sowie Chris de Burgh und den Pet Shop Boys kamen auch 2017 wieder Topstars zum Summer in the City nach Mainz. Dazu war die Vielfalt der Künstler so groß wie selten: Mit Mnozil Brass, Vinicio Capossela, Kenny Wayne Sheperd, Feist und Yann Tiersen seien Künstler gekommen, „die man lange nicht gesehen hat und die die Qualität von „Summer in the City“ einmal mehr unter Beweis stellten“, sagt Grosse. Auch Mnozil Brass in Ingelheim an der Burgkirche, Ben Becker mit „Ich, Judas“ auf dem Domplatz sowie Patricia Kaas gehörten aus Sicht der Dezernentin zu den Highlights. Für die Jüngeren gab es etwa  Philipp Poisel, Mark Forster und Namika.

Mit der schönen Atmosphäre des Volksparks sowie dem idyllischen Gelände der Zitadelle, aber auch dem Marktplatz am Dom sowie neu dem Ernst-Ludwig-Platz verfüge Mainz über variable Open Air Locations in jeder Größe, sagte Grosse weiter. Insgesamt kamen der Dezernentin zufolge rund 17.000 Besucher zu den Konzerten im Volkspark, mehr als 17.000 auf die Zitadelle – insgesamt waren rund 45.000 Gäste an allen Spielstätten. Die Verkaufszahlen lägen damit knapp hinter dem Ergebnis vom vergangen Jahr mit rund 50.000 Besuchern.

Genialste Konzertlocation, die Mainz je hatte: der Zollhafen mit der Riesenbühne und einmaligen Flair – das lockte Sting, Fanta 4, Neil Young und Mark Knopfler an. – Foto: gik

Der Besucherrückgang lag wohl auch daran, dass ein Megastar in diesem Jahr nicht dabei war: 2016 hatte Herbert Grönemeyer allein 16.000 Fans auf dem Messegelände in Hechtsheim begeistert – und die Megastars David Gilmour und Sting traten vor dem Bowling Green des Wiesbadener Kurhauses auf. 2015 hatten Superstar Mark Knopfler und die Fantastischen Vier begeistert – damals noch auf der genialen Bühne im Mainzer Zollhafen. Seit die nicht mehr zur Verfügung steht wegen des Baus des neuen Stadtviertels dort, tut sich Mainz offenbar schwer damit, Topstars nach Mainz zu locken.

Auch das Messegelände steht offenbar für Großevents nicht mehr zur Verfügung – 2017 musste hier auch das Techno-Festival Love Family Park abgesagt werden. Die Organisatoren gaben an, man habe sich nicht mit dem Vermieter einigen können. So fehlt Mainz derzeit eine Konzertlocation für echte Großevents jenseits der 10.000 Zuschauer mit richtig genialem Flair – derzeit ist für Flair die Zitadelle zuständig und für Größe der Volkspark, wo es allerdings immer wieder Probleme mit Anwohnerbeschwerden gibt.

So wartete der Summer in the City 2017 mit einer größeren Vielfalt an Künstlern und mehr kleineren Indoor-Konzerten im Frankfurter Hof auf – was ursprünglich nicht der Sinn der Reihe war: 1997 rief der Frankfurter Hof die Konzerte im Sommer mit international renommierten Rock-, Pop- und Weltmusik-Künstlern als Zeltfestival ins Leben. Seit 2012 ist „Summer in the City“ in der finanziellen und organisatorischen Verantwortung unter dem Dach der ZBM bei Mainzplus Citymarketing angesiedelt, inhaltlich verantwortlich ist nach wie vor das Kulturdezernat der Stadt Mainz. Wir sind gespannt, wie sich die Sommer-Festivalreihe weiter entwickelt.

Info& auf Mainz&: Einen Überblick über die Konzerte des Summer in the City 2017 geben wir Euch hier bei Mainz&.

Über den Autor / 

Gisela Kirschstein

Gisela Kirschstein ist die Erfinderin von Mainz&, langjährige Journalistin, Filmemacherin & Buchautorin. In Mainz zuhause, schreibt sie am liebsten Geschichten über Menschen, Wein & Kurioses, und frönt im Hauptberuf ihrer Leidenschaft als politische Korrespondentin, in Hessen & Rheinland-Pfalz. Bekannt ist sie seit 1997 unter dem Kürzel gik.

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