Brand auf Petersaue bei Mainz: Kunststoffrohre brennen bei der Firma InfraServ – Fenster und Türen schließen!

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Eine schwarze Rauchwolke auf dem Rhein schreckte am Dienstagnachmittag Anwohner in Mainz auf: Auf der Petersaue zwischen Mainz und Wiesbaden erhob sich eine dichte dunkle Rauchwolke und zog in Richtung Wiesbaden und Mainz-Kastel – in einem Lager der Firma InfraServ brannten Kunststoffrohre. Wie die Feuerwehr Wiesbaden auf Mainz&-Anfrage mitteilte, ging um 16.09 Uhr ein Alarm ein, seit kurz nach 16.00 Uhr stand das Lager mit den Kunststoffrohren in Brand. Die Brandursache sei derzeit noch völlig unklar, die Feuerwehr sei mit einem Großaufgebot vor Ort. „Der Brand ist eingedämmt“, sagte der Sprecher weiter, das Löschen werde aber noch „lange“ dauern. Die Feuerwehr bittet die Anwohner in Amöneburg, Kastel und Biebrich dringend, Fenster und Türen geschlossen zu halten – in Wiesbaden gab es dazu sogar einen Sirenenalarm. Wir sagen mal: das dürfte auch in der Mainzer Neustadt und in Mombach nicht schaden…

Dunkle Rauchwolke über dem Rhein:_ Auf der Petersaue brennt zur Stunde ein Lager mit Kunststoffrohren, bitte Fenster und Türen geschlossen halten! – Foto: D. Grimminger

Brennender Kunststoff ist in jedem Fall giftig, den Rauch solltet Ihr also unbedingt vermeiden einzuatmen. Autofahrer sollten den Bereich deshalb ebenfalls möglichst großräumig umfahren, dazu sperrte die Polizei am späten Nachmittag die Rheingaustraße zwischen Altem Zollamt und Alberstraße – die Feuerwehr benötige die Fläche für ihre Fahrzeuge. Pendler sind also gut beraten, den Nachhauseweg nicht gerade durch Biebrich zu nehmen. Auch ein Polizeihubschrauber kam zum Einsatz, um Übersichtsaufnahmen vom Brand zu fertigen.

Die Firma InfraServ ist seit 1997 Betreiberin des Wiesbadener Industrieparks Kalle-Albert, unter den 75 Firmen des Industrieparks sind auch solche, die mit Chemikalien arbeiten – Chemikalien seien aber auf der Petersaue nicht in  Brand geraten, betonte der Sprecher der Wiesbadener Feuerwehr. Auch seien bei dem Brand bisher keine Personen verletzt worden.

So sah der Brand auf der Petersaue aus der Nähe aus – das Foto stammt von der Feuerwehr Mainz.

 

Aussagen zum Thema Umwelt konnte die Feuerwehr bislang noch nicht treffen, dazu sei es noch viel zu früh. Die Petersaue liegt mitten im Rhein und ist zudem Wasserschutzgebiet – ein großer Teil des Mainzer Trinkwassers kommt von der Petersaue und wird dort aus Uferfiltrat gewonnen.

Auch InfraServ betreibt auf der Petersaue Wikipedia zufolge für den Industriepark Kalle-Albert eine 2007 erneuerte Abwasserreinigungsanlage auf dem rheinabwärts gelegenen Teil der Insel. Ein Forschungsprojekt der Universität Gießen verbinde hier die Biogaserzeugung mit dem umweltgerechten Anbau von Energiepflanzen, so das Internetlexikon. Die Rauchwolke des Brandes war weit im Rhein-Main-Gebiet und bis hinaus nach Rheinhessen zu sehen. Auch bei der Mainzer Feuerwehr gingen deshalb zahlreiche Notrufe ein. Die Rauchwolke zog zwar nach Osten, dennoch dürften auch Bewohner in Mainz entlang der Rheinschiene den Brand gerochen haben – haltet zur Sicherheit bitte entlang der Rheinfront Fenster und Türen geschlossen!

Info& auf Mainz&: Mehr zum Industriepark Kalle-Albert haben wir Euch in einem Mainz&-Artikel vor einem Jahr erzählt, Infos auf Wikipedia zur Petersaue findet Ihr hier.

Über den Autor / 

Gisela Kirschstein

Gisela Kirschstein ist die Erfinderin von Mainz&, langjährige Journalistin, Filmemacherin & Buchautorin. In Mainz zuhause, schreibt sie am liebsten Geschichten über Menschen, Wein & Kurioses, und frönt im Hauptberuf ihrer Leidenschaft als politische Korrespondentin, in Hessen & Rheinland-Pfalz. Bekannt ist sie seit 1997 unter dem Kürzel gik.

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