Deutscher Sektpreis 2018 für Volker Raumland – Erster Preis auch an Braunewell – Sektmanufaktur Flik feiert Sommerfest

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Rheinhessen ist ja die Heimat des Winzersektes, umso passender, dass auch der Seriensieger in Sachen Deutscher Sekt aus unserem Weinanbaugebiet stammt: Am Weinhaus Raumland aus Flörsheim ging auch 2018 beim Deutschen Sektpreis kein Weg vorbei. Das Ausnahmetalent Volker Raumland räumte erneut mit seiner Kollektion reihenweise erste Plätze und auch gleich den Hauptpreis als bester Sekterzeuger ab. Doch auch andere rheinhessische Sekterzeuger sind ganz weit vorn: Auch das Essenheimer Weingut Braunewell holte mit seinem Blanc de Blanc Sekt Chardonnay Brut nature einen ersten Platz, zwei Preise heimste das Weingut F.B.Schönleber aus dem Rheingau ein. Auch die Mainzer Sektmanufaktur Flik zeigte sich ohne Preis zufrieden.

Volker Raumland ist weiter der unangefochtene König der Champagner und Winzersekte in Deutschland. – Foto: gik

Es war die vierte Ausgabe des nach Angaben des ausrichtenden Meininger Verlags größten anerkannten Wettbewerbs für deutsche Sekte aus traditioneller Flaschengärung – also das, was in Frankreich Champagner heißt. Auch deutsche Winzersekte werden nämlich nach Méthode Champenoise in der Flasche und auf der Hefe vergoren, doch Champagner darf sich eben nur nenne, was aus der französischen Champagne kommt. Dazu setzen deutsche Erzeuger im Unterschied zum Champagner – der eine Cuvee ist – auf rebsortenreine Sekte, das macht die besondere Qualität der deutschen Produkte aus. Heraus kommen dabei großartige Sekte mit viel Frucht und Vielfalt, die längst bei großen Verkostungen mithalten können – und preislich deutlich günstiger sind als traditionelle Champagner: Der Durchschnittspreis beim Deutschen Sektpreis lag bei ganzen 16 Euro.

577 Sekte wurden beim Deutschen Sektpreis insgesamt verkostet, alle verdeckt, 45 Fachjuroren kürten daraus die Sieger in sechs Kategorien. 99 Sekte konnten bei der Bewertung die Schallmauer von 90 Punkten durchbrechen. „Deutscher Sekt ist ein echtes Qualitätsmerkmal“, sagte denn auch Verkostungsleiter Christian Wolf. Die stilistische Vielfalt sei großartig, vom filigranen Riesling Sekt, über grandiose Rosé Sekte bis hin zu jahrelang auf der Hefe gereiften Prestige Sekten finde man alles, was das Herz höher schlagen lässt. „Wer deutschen Sekt noch nicht für sich entdeckt hat, sollte das dringend nachholen“, rät Wolf.

Machen auch tolle und preisgekrönte Sekte: Die Brüder Braunewell aus Essenheim. – Foto: Braunewell

Erneut ragte aus der Menge der fantastischen Sekte aber einer empor: Volker Raumland, Champagner-Papst Deutschlands, verteidigte wieder einmal seine Position als bester Sekterzeuger und wurde mit dem Preis für die „Kollektion des Jahres“ ausgezeichnet. „Mit viermal 93, viermal 92 Punkten und weiteren vier Sekten, die sich unter den besten des Wettbewerbs platzierten, zeigen Volker Raumland und sein Team auch in diesem Jahr, dass er zurecht als bester Sektmacher Deutschlands gilt“, heißt es in der Begründung der Jury. Raumland, der tatsächliche echte Cuvee-Champagner kreiert, ist also weiter unschlagbar – warum, das könnt Ihr in dieser Mainz&-Reportage Das Gefühl des Herrn Raumland für Champagner nachlesen.

Doch es gibt beileibe nicht nur Raumland: Den ersten Platz in der Kategorie „Burgunder Sekt Brut“ holte mit 92 Punkten das Weingut Braunewell aus Essenheim mit einem Blanc de Blancs vom Chardonnay in Brut nature aus dem Jahr 2015. Drei weitere Sekte des Essenheimer Jungwinzer-Duos kamen auf zwischen 89 und 92 Punkte, dass damit kein weiterer Preis geholt wurde, zeigt wie hoch das Niveau war. Auf 92 Punkte kam so ein Pinot Prestige brut nature aus dem Jahr 2013, 89 Punkte errang der Brut de Selztal des Jahres 2013 und ein Pétillant Naturel Sylvaner brut Nature kam auf 99 Punkte. Und wer jetzt glaubt, all das könne man sich ja sowieso nicht leisten: Der Siegersekt Blanc de Blanc vom Chardonnay kostet bei Braunewells ganze 17,50 Euro.

Preisgekrönte Sekte aus dem Rheingau: Bernd und Ralf Schönleber vom Weingut F.B. Schönleber in Oestrich. – Foto: gik

Und noch ein weiteres rheinhessisches Weingut darf sich über eine hohe Auszeichnung freien: Das Selzener Weingut aus den Fünfzehn Morgen von Frank Binzel holte mit einem 2016 Sauvignon Blanc extra trocken Sekt den 1. Platz der Kategorie „Sekt trocken“ – mit 91 Punkten. Den Sekt gibt es für ganze 9,- Euro… Auch auf der anderen Rheinseite gibt es ausgezeichnete Sekte: Das Wein- und Sektgut F.B. Schönleber aus dem Rheingau holte mit einem Rieslingsekt Brut Nature mit 92 Punkten den 3. Platz in der Kategorie „Riesling Sekt Brut“ – und mit einer Creation Riesling und Spätburgunder Brut den 1. Platz der Kategorie „Sortenvielfalt Sekt Brut“ (90 Punkte).

Für einen Preis reichte es bei der noch neuen Mainzer Sektmanufaktur Flik zwar (noch) nicht, zufrieden zeigte man sich in Mainz-Laubenheim trotzdem: Zweimal 78 Punkte errang die Sektmanufaktur mit einem Chardonnay brut Sekt des Jahres 2015 und einem Pinot Noir Rosé Sekt Extra brut 2015. „Wir sind sehr zufrieden“, sagte Rüdiger Flik gegenüber Mainz&. Dann mal nix wie hin zum Sommerfest bei den Fliks: Dieses Wochenende lädt die Sektmanufaktur zur Verkostung auf ihren Hof.

Info& auf Mainz&: Alle Infos zum Deutschen Sektpreis 2018 findet Ihr hier beim Meininger-Verlag. Das Sommerfest bei der Sektmanufaktur Flik findet am 4. und 5. August 2018, jeweils ab 14.00 Uhr statt – mehr Infos dazu hier im Internet. Was es mit der Sektmanufaktur Flik auf sich hast, erzählen wir Euch in diesem Mainz&-Artikel. Das Weingut Braunwell kennt Ihr natürlich vom Weinsalon am Rheinufer, zum Weingut direkt geht es hier entlang. Das Weingut auf den Fünfzehn Morgen in Selzen lädt vom 25. bis 27. August 2018 zum Sektvergnügen nach Selzen, Infos dazu hier im Internet. Und die Geschichte von Volker Raumland erzählen wir Euch hier. Zum Wein- und Sektgut F.B. Schönleber geht es hier entlang, die Brüder findet Ihr übrigens ab dem 8. August auf der Rheingauer Weinwoche in Wiesbaden.

Über den Autor / 

Gisela Kirschstein

Gisela Kirschstein ist die Erfinderin von Mainz&, langjährige Journalistin, Filmemacherin & Buchautorin. In Mainz zuhause, schreibt sie am liebsten Geschichten über Menschen, Wein & Kurioses, und frönt im Hauptberuf ihrer Leidenschaft als politische Korrespondentin, in Hessen & Rheinland-Pfalz. Bekannt ist sie seit 1997 unter dem Kürzel gik.

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