Fertigstellung Schiersteiner Brücke verzögert sich weiter – Verkehr soll Ende November auf neuer Brücke rollen – Neu: Sperrung am Wochenende

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Die Fertigstellung der neuen Schiersteiner Brücke verzögert sich weiter. Eigentlich sollte ja bereits seit dem Spätsommer der Verkehr über die neue Brückenhälfte rollen, nun teilte der zuständige Betrieb Hessen Mobil mit: „Es gab Verzögerungen bei der Ausführung der Arbeiten.“ Welche Verzögerungen genau und warum, das teilten die Hessen nicht mit. Die ausführende Baufirma habe aber „in intensiven Gesprächen mit Hessen Mobil zugesichert, die Verzögerungen möglichst gering zu halten“, hieß es weiter. Man gehe nun davon aus, dass die Verkehrsfreigabe bis Ende November 2017 erfolge.

Die Fertigstellung des ersten Teils der Schiersteiner Brücke verzögert sich weiter. – Foto: gik

Damit bleibt die Schiersteiner weiter ein Nadelöhr für geplagte Pendler, und das immer länger… Die marode Autobahnbrücke muss ja durch einen Neubau ersetzt werden, in diesem Jahr noch soll die erste komplett neue Brückenhälfte an der stromabwärts gelegenen Seite fertig werden – eigentlich im Spätsommer. Doch das verschiebt sich nun um mindestens zwei Monate. Derzeit würden auf der Brücke verschiedene Arbeiten zeitgleich ausgeführt, hieß es weiter: Abdichtungs- und Gussasphaltarbeiten, die Montage eines Übersteigschutzes sowie die Anbringung des Brückengeländers und die Herstellung des Belags für den Geh- und Radweg.

Bereits abgeschlossen seien die Arbeiten zur Herstellung der Fahrbahnplatte auf der gesamten Brückenhälfte. Auf der Wiesbadener Seite wurde eine Dammverbreiterung im Bereich zwischen Äppellallee und Rheingaustraße durchgeführt. Der hier entstandene Anschluss werde augenblicklich als Baustellenzufahrt genutzt, um Arbeiten auf der neuen Brückenhälfte auszuführen. Im Anschluss an die Bauarbeiten wird in diesem Bereich eine Überfahrt auf den Anschluss zur A 643 hergestellt. Abschließend erfolgen die Ausstattungsarbeiten wie Schutzplanken, Wegweiser und Kleinbeschilderung.

Sobald die neue Brückenhälfte fertig ist, wird dann mit dem Abriss der alten Brücke und dem Neubau der zweiten Brückenhälfte begonnen. Damit wird die seit dem Brückencrash vor zwei Jahren geschlossene Abfahrt Mainz-Mombach wieder geöffnet, allerdings gleichzeitig die Auffahrt Mainz-Mombach geschlossen – fragt sich, was das größere Problem ist… Die Gonsenheimer befürchten eine hohe Verkehrszunahme in ihrem Stadtteil, da dann die nächste Auffahrt zur Schiersteiner Brücke bei ihnen liegt. Immerhin sollen mit dem neuen Brückenteil, wenn er dann kommt, endlich wieder zwei Fahrspuren von Mainz in Richtung Wiesbaden zur Verfügung stehen.

An diesem Wochenende verursachen die Bauarbeiten aber erst einmal neue Sperrungen: Von Samstagabend, dem 9. September, ab 21.00 Uhr wird die rechte Fahrspur von Wiesbaden in Richtung Mainz auf dem Übergangsstück zwischen Brücke und Festland gesperrt, es steht nur noch eine Fahrspur zur Verfügung. Die Sperrung soll bis 7.00 Uhr morgens dauern und wird noch einmal in der darauf folgenden Nacht – von Sonntag auf Montag – wiederholt. Die Sperrungen seien bewusst in die Nachtstunden gelegt worden, um den Verkehr möglichst wenig zu beeinträchtigen, hieß es weiter. Die Sperrung sei aber nötig, um anstehende Bauarbeiten abzusichern. Offenbar reichte das erste Wochenende zum Abschluss der Bauarbeiten nicht aus, deshalb wird auch am Samstagnacht vom 16. auf den 17. September die rechte Spur wieder gesperrt werden müssen.

Info& auf Mainz&: Über die Verzögerungen der Bauarbeiten an der Schiersteiner Brücke haben wir mehrfach berichtet – zuletzt genau hier. Mehr zu den Befürchtungen der Gonsenheimer über Extremstaus in ihrem Ortsteil findet Ihr hier. Und hier noch einmal die genauen Uhrzeiten der Sperrung einer Fahrspur:

  • Samstag, 9. September 2017, 21.00 Uhr, bis Sonntag, 10. September 2017, 7.00 Uhr, und
  • Sonntag, 10. September 2017, 21.00 Uhr, bis Montag, 11. September 2017, 4.00 Uhr
  • Neu dazu gekommen: Samstag, 16. September 2017, 21.00 Uhr, bis Sonntag, 17. September 2017, 5.00 Uhr

 

Über den Autor / 

Gisela Kirschstein

Gisela Kirschstein ist die Erfinderin von Mainz&, langjährige Journalistin, Filmemacherin & Buchautorin. In Mainz zuhause, schreibt sie am liebsten Geschichten über Menschen, Wein & Kurioses, und frönt im Hauptberuf ihrer Leidenschaft als politische Korrespondentin, in Hessen & Rheinland-Pfalz. Bekannt ist sie seit 1997 unter dem Kürzel gik.

4 Kommentare

  1. Herbert Ro 6. September 2017 at 16:36 -  Antworten

    Habt Ihr überhaupt noch Lust die Meldung in unseren regionalen Medien zur Kenntnis zu nehmen?

    Denn alle paar Wochen erhalten wir neue Infos, neue Termine und neue Versprechungen, die wiederum auch nicht eingehalten werden. Sind wir die Parallele zum BER?

    Können sich in der Verwaltung die „kompetenten“ Bearbeiter nicht vorstellen, dass sich Tausende von Bürgern auf Ihre Aussagen einstellen und planen? Weshalb sitzen an solchen „kompetenten“ Stellen offensichtlich nur Sachbearbeiter, die die entsprechenden Meldungen der Baubetriebe – ohne sie zu hinterfragen – weitergeben an die Presse?

    Wo sind denn die Dezernenten die für die Aufgaben verantwortlich sein müssen? Warum wählen die Bürger sie denn überhaupt noch, wenn sie in solchen Situationen die Sache einfach „aussitzen“ und keinen Kommentar abgeben?

    Hat das nicht auch grundsätzlich mit „Kompetenz“ zu tun?

  2. sven grahner 8. September 2017 at 7:14 -  Antworten

    Auf der Schiersteiner Brücke sollte man gleich bei der Sanirung die Citybahn (CityTram) mit ein planen.
    So das auch auf dieser Brücke ein mal die Citybahn von Mainz nach Wiesbaden fahren kann, was auch sehr sinnvoll wäre.

  3. Struppi 15. September 2017 at 12:46 -  Antworten

    Wenn sich ein Bauabschnitt um vier Wochen verzögert ist das doch keine dramatische Meldung?

    Der Brückenbau geht voran und wenn die erste Seite wirklich bis ende November frei gegeben wird, ist alles in Butter. Ich sehe hier nicht mal ansatzweise eine Parallele zu anderen Großprojekten die sich über Jahre verzögert haben.

    Aber das es bei einer Baustelle, die gleichzeitig ein Nadelöhr im Strassenverkehr ist, zu Verzögerungen kommt sollte eigentlich jedem klar sein. Zumal die unvorgesehene Brückensenkung und unzählige andere Baumassnahmen rund um Mainz, die sicher auch Resourcen kosten (sowohl bei den Ländern, als auch bei Firmen), eine Planung erschweren dürften. Wir leben nicht in China, wo eine Staatsführung bestimmt was Prioritäten hat.

    Meinen Respekt haben die, die solche Projekte planen und durchführen.

    • Gisela Kirschstein 15. September 2017 at 13:24 -  Antworten

      Hallo Struppi, wir verstehen, was Du sagen willst, aber ein kleiner Hinweis: Es war keine Verzögerung nur um vier Wochen sondern um etwa drei Monate. Nur der Vollständigkeit halber 😉

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