Gruseligste Fledermaus: Milena Niehues vom Mainzer Staatstheater gewinnt Deutsche Meisterschaft der Maskenbildner in Ausbildung

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Monster, Masken und Makeup sind ihre Welt: Milena Niehues ist die beste bundesdeutsche Nachwuchs-Maskenbildnerin. Die 25 Jahre alte Azubi vom Mainzer Staatstheater gewann am Wochenende in Düsseldorf die Deutsche Meisterschaft für Maskenbilder in Ausbildung – mit einer sensationellen Performance. Niehues überzeugte die Jury mit einer hochkünstlerischen und sehr gruseligen Interpretation einer Monster-Fledermaus. Die sieben Meisterschaftsteilnehmerinnen hatten die Aufgabe, in 90 Minuten eine effektvolle Maske zum Thema „Monster“ zu erstellen. Am Ende überzeugte Niehues eine internationale Fachjury und errang Platz eins.

Milena Niehues arbeitet an ihrer Monster-Fledermaus bei der Deutschen Meisterschaft für Maskenbildner in Ausbildung in Düsseldorf – Foto: Messe Düsseldorf

Anfang März hatte sich die Auszubildende für die Teilnahme an der Endrunde der letzten acht qualifiziert, ihre Bewerbungsmappe überzeugte da schon die Jury. Ausgerichtet wird der Wettbewerb für angehende Maskenbildner von der Düsseldorfer Fachmesse make-up artist design show, die 2010 erstmals stattfand. Die make-up artist design show ist eigenen Angaben zufolge die einzige Deutsche Fachmesse für Maskenbildner und Visagisten und präsentiert in einer Kombination aus Fachmesse, Vortragsforum und Kreativ-Werkstatt rund 4.000 Fachbesuchern die neusten Trends rund um Makeup und Maskenbildnerei.

Milena Niehues ist in ihrem zweiten Lehrjahr zur Maskenbildnerin am Staatstheater Mainz, die gebürtige Mülheimerin zog dafür eigens nach Mainz um. Bevor sie ihren Traum Maskenbildnerin verwirklichte, schloss Niehues eine Friseurlehre ab und absolvierte ein Freiwilliges Soziales Jahr im kulturellen Bereich in Detmold. „Ich fand es schon immer faszinierend, was man alles mit Make-up und Materialien machen kann und habe immer Leute bewundert, die so kreative Sachen machen“, sagte Niehues nach ihrem Sieg auf der Düsseldorfer Messe Ihren kreativen Input hole sie sich von anderen Maskenbildnern, Freunden, Arbeitskollegen, aus dem Internet oder aus Fachzeitschriften.

Die Monster-Fledermaus, die Milena Niehues den ersten Platz als Deutsche Meisterin der Maskenbildner in Ausbildung einbrachte. – Foto: Messe Düsseldorf, Constanze Tillmann

 

Für ihre berufliche Zukunft hat sie noch keine bestimmten Pläne: „Ich hoffe, dass es nicht das erste und das letzte Mal ist, dass ich so ein großes Projekt verwirklichen durfte“, sagte Niehues, die heute ihre Zwischenprüfung hat – da drücken wir ganz fest die Daumen!

Bei der Meisterschafts-Endrunde mussten die insgesamt sieben Teilnehmerinnen in 90 Minuten eine effektvolle Maske zum Thema „Monster“ erstellen. Missgebildete Ungeheuer aus der Unterwelt, furchterregende Phantasiewesen, berühmte Film-Monster, finstere Aliens oder monströse Unmenschen konnten dabei als Vorlage dienen. Bei der Gestaltung mussten mindestens zwei Drittel des Gesichts geschminkt und mindestens ein Gesichtsteil verwendet werden. Während der Arbeitszeit bewertete eine internationale Fachjury die Arbeit nach festgelegten Bewertungskriterien.

Milena Niehues gestaltete dabei nicht nur das komplette Gesicht, sondern auch den Kopf und das Dekollete des Models – Wahnsinn. Den zweiten Platz belegte Cara Binder vom Nationaltheater Mannheim mit einer Grüffelo-Maske, Dritte wurde Lara Krause vom Theater Augsburg mit einer monströsen Spinne. Mainz& gratuliert ganz herzlich!

Info& auf Mainz&: Mehr zur make-up artist design show samt vieler faszinierender Bilder von ganz vielen Masken und Monstern findet Ihr hier im Internet. Und hier noch zum Vergleich das Foto mit allen drei Erstplatzierten der Deutschen Meisterschaft für Maskenbildner in Ausbildung:

Die drei Erstplatzierten bei der Deutschen Meisterschaft für Maskenbildner in Ausbildung, ganz links: Siegerin Milena Niehues, in der Mitte Platz zwei und ganz rechts Platz drei. – Foto: Messe Düsseldorf

Über den Autor / 

Gisela Kirschstein

Gisela Kirschstein ist die Erfinderin von Mainz&, langjährige Journalistin, Filmemacherin & Buchautorin. In Mainz zuhause, schreibt sie am liebsten Geschichten über Menschen, Wein & Kurioses, und frönt im Hauptberuf ihrer Leidenschaft als politische Korrespondentin, in Hessen & Rheinland-Pfalz. Bekannt ist sie seit 1997 unter dem Kürzel gik.

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