Silvester: Hier schaut man am besten Feuerwerk in Mainz – Kupferberg, Brücken, Laubenheimer Höhe

Alles&, Drinnen & Draußen 1 3565

In einer Woche ist es wieder so weit: Mainz feiert den Start ins Neue Jahr! Und natürlich wird es eine große Party in der gesamten Stadt, das neue Jahr, es wird sicher wieder mit viel Feuerwerk begrüßt werden. Nur: Wo schaut man das eigentlich am besten an? Mainz& hat da ein paar Tipps für Euch! Die Klassiker natürlich – Rhein, Kupferberg und Brücken – aber auch ein paar Geheimtipps: Feuerwerk in den Weinbergen und ein grandioser Blick über die gesamte Rhein-Main-Region. Allerdings könnte es schwierig werden mit der Aussicht: Vergangenes Jahr war herrschte Inversions-Wetterlage, also tief hängenden und drückenden Wolkenschichten. Das Feuerwerk blieb weitgehend im Nebel stecken…. Hoffen wir, dass es in diesem Jahr mal trocken und klar ist! Hier unsere Übersicht über die schönsten Feuerwerk-Guck-Spots. Rutscht in jedem Fall gut in ein tolles Neues Jahr 2018!

Klassiker I: Am Rheinufer

Finale Grande - Johannisnacht 2014 - Foto: gik

Feuerwerk am Mainzer Rheinufer – ein Klassiker, wie hier bei der Johannisnacht 2014 – Foto: gik

Der Klassiker ist natürlich das Rheinufer von Mainz. Schön lang und gut erreichbar kann man vom Zollhafen bis zur Weisenauer Brücke praktisch überall Feuerwerk in Hülle und Fülle genießen. Oft genug steht man auch mittendrin, in der Mainzer Neustadt zum Beispiel. Denn hier pilgert Mainz um kurz vor Mitternacht in einer wahren Völkerwanderung an den Rhein ebenso wie in der Altstadt, um im spiegelnden Glanz des Flusses Raketen zu bestaunen, Böller zu bejuchzen und sich gegenseitig ein frohes neues Jahr! zu wünschen.

Vorteile: Lang und damit genug Platz, Spiegelung im Fluss, Hach-Gefühl, Toute la Monde (= alle). Nachteile: Oft sehr verqualmt, wenig Übersicht, Toute la Monde (= alle).

Klassiker II: Theodor-Heuss-Brücke

Klassiker Nummer zwei: Auf die Theodor-Heuss-Brücke gehen. Von hier hat man einen tollen Blick auf das rechte wie das linke Rheinufer sowie auf die Schiffe in der Mitte – und damit das gesamte Feuerwerk von Mainz. Hat wohl jeder Mainzer schon mal gemacht. Große Party auf dem Bauwerk über dem funkelnden Rhein, auch mit Blick Richtung Neustadt und Wiesbaden eine Freude. Mittendrin statt nur dabei heißt aber auch: sehr viel Qualm. Und bis kurz vor Mitternacht dröhnen die Autos hinter einem entlang – Romantik ist anders.

Vorteile: Mittendrin mit Blick auf den Dom – mehr Mainz geht nicht. Spiegelung im Fluss, Hach-Gefühl, Toute la Monde (= alle). Nachteile: Oft sehr verqualmt, viel Verkehr, Toute la Monde (= alle).

Kupferbergterrasse oberhalb von Mainz mit Treppe

Perfekte Aussichtsterrasse oberhalb von Mainz: Kupferberg-Terrasse – Foto: gik

Klassiker III: Kupferberg-Terrasse

Mainz hat zugegeben wenig Hügel und Höhen, an Silvester ist aber alles hochbegehrt, was Ausblick gewährt. Die Nummer eins in dieser Hinsicht ist fraglos die Kupferberg-Terrasse. Die Anhöhe oberhalb der Innenstadt hat in ihrer Mitte eine richtige Terrasse zur Stadt – perfekt zum Feuerwerk-Gucken! Auch so schon ist der Blick über die Stadt von hier wunderschön, kommt um Mitternacht das geballte Feuerwerk von Mainz hinzu, ist das eindeutig der WOW-Faktor. Muss man gesehen haben. Leider aber finden das jedes Jahr viele andere Menschen auch – es ist gestopft voll. Und leider meinen immer irgendwelche Spaßvögel, sie müssten genau in der Mitte der Menge böllern und ballern, da ist manches Mal auch die Sicherheit in Gefahr. Also passt gut auf, da oben.

Vorteile: Unbeschreiblich schöner Ausblick über Mainz, perfekte Feuerwerk-Terrasse, dazu absolut Innenstadt-nah, Hach-Gefühl. Hoher WOW-Faktor. Nachteile: Sehr voll, rücksichtslose Böller-Werfer, verqualmt.

Geheimtipp 1: Laubenheimer Höhe

Biergarten Laubenheimer Höhe

Von der Laubenheimer Höhe aus schweift der Blick weit über die Rheinebene – toll für Silvester! – Foto: gik

Na gut, dieser Geheimtipp ist natürlich kein echter Geheimtipp, aber für Neu-Mainzer ja vielleicht doch neu. Die Laubenheimer Höhe ragt nämlich wie ein Plateau am Rande von Mainz auf. Und genau auf der Ecke gibt es den wirklich allerschönsten Blick nicht nur über Mainz, sondern auch das halbe Rhein-Main-Gebiet. Von hier oben sieht man tatsächlich bis weit nach Frankfurt, die Türme von Mainhattan inklusive. Klar, dass einem hier auch das gesamte Feuerwerk am Jahreswechsel zu Füßen liegt – besser geht nicht. Und man muss ja gar nicht das große Hofgut auf der Höhe ansteuern: Unterhalb davon, in den Weinbergen, ist der Blick fast genauso gut.

Vorteile: Der schönste Ausguck über Mainz und weiter Blick über das Rhein-Main-Gebiet. Der Rhein zu Füßen, das Feuerwerk aus mindestens fünf Städten – mehr Feuerwerk geht nicht. Nachteile: Weit weg von der Innenstadt und kaum mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

Geheimtipp 2: Hechtsheimer Weinberge

Und bei so viel Rauch sah auch die Kamera nicht mehr durch ;-) - Foto: gik

Feuerwerk so weit das Auge reicht – in den Weinbergen von Hechtsheim – Foto: gik

Unser ganz persönlicher Geheimtipp ist ja das Kirchenstück von Mainz-Hechtsheim. In den Weinbergen direkt oberhalb des Ortes steht man (meistens) über Qualm und Rauch hinweg und schaut auf den Lerchenberg und weit hinein nach Rheinhessen. Zugegeben: Mainz und den Rhein sieht man hier nicht, aber auch so ist das Feuerwerk von Mainz eindrucksvoll. Die Böllerei von Zornheim bis Ingelheim gibt’s bei halbwegs klarer Sicht gratis dazu. Natürlich tobt auch hier an Mitternacht das Leben. Aber weil der Weg lang ist und die Reben zahlreich sind, gibt es hier sogar noch romantische Fleckchen für die Zweisamkeit zum Jahreswechsel. Und mit Bahn und Bus kommt man sogar gut hin und zurück.

Vorteile: Viel Platz, tolle Sicht über Hechtsheim, Lerchenberg und Rheinhessen, der Qualm bleibt in der Regel unten, nicht so voll. Nachteile: Gutes Stück von der Innenstadt weg, kein Blick auf Mainz und/oder den Rhein.

Geheimtipp 3: Die Eisenbahnbrücke Nord

Blick von Eisenbahnbrücke auf Mainz und Rhein mit Fanta 4

Bester Blick von der Eisenbahnbrücke Nord über den Rhein und Mainz – Foto: gik

Na gut, auch für Mainzer ist das sicher kein Geheimtipp, aber wir schreiben das hier ja auch vor allem für Neu-Mainzer 😉 Und denen geben wir den Tipp: Mainz hat ja noch mehr Brücken, die man oft nicht so auf der Rechnung hat. Die alte Eisenbahnbrücke im Norden, Richtung Wiesbaden, zum Beispiel, direkt am Zollhafen. Von hier hat man einen wunderschönen Blick auf den Rhein und Mainz, und dreht man sich um, bietet auch gleich noch Wiesbaden sein Feuerwerk zum Besten. Der Fußgängerbereich hatte ja schon bei den Zollhafen-Konzerten Kultstatus, an Silvester bietet er eine ebenso feine Bühne. Einsam ist man hier sicher auch nicht, doch der große Trubel spielt woanders.

Vorteile: Toller Blick auf den Rhein und auf Mainz, Wiesbaden als Bonus im Rücken, Spiegelfaktor auf dem Wasser, hoher Hach-Faktor, nicht so voll. Nachteile: Mainz und der Dom sind doch ein Stück weit weg, mitten drin ist man hier nicht, mehr so zwischen den Städten.

Geheimtipp 4: Das andere Rheinufer und die Weisenauer Eisenbahnbrücke

Weckt Urlaubsgefühle: Blick auf Mainz vom Rheinstrand Kastel aus - Foto: gik

Von der Reduit aus hat man fraglos den besten Blick auf Mainz – Foto: gik

Wer mal nicht in der Neustadt oder am Rathaus stehen will, dem sei die andere Rheinseite empfohlen. An der Reduit in Kastel hat man die wunderschöne Mainz-Kulisse als Dreingabe zum Feuerwerk, auch wenn das natürlich kein Geheimtipp ist 😉 Aber wer ein bisschen weiterwandern und romantisch am Strom sitzen will, der macht sich auf zur Mainspitze – dem Ufer, wo der Main in den Rhein mündet. Vorne an der Spitze, von der Weisenauer Eisenbahnbrücke oder von Gustavsburg aus zu erreichen, hat man den Blick den gesamten Rhein hinunter auf Mainz samt Silhouette – wunderschön. Gleiches gilt für die Eisenbahnbrücke oberhalb: toller Blick auf Mainz. Wenn da nicht der Weg so eng und die Züge so laut wären…

Vorteile: Traumblick auf Mainz mit der klassischen Silhouette, Mega-Hach-Faktor, hoher Romantikfaktor auf der Mainspitze. Nachteile: Ein ganzes Stück zu laufen/zu fahren, Mainspitze und Brückenweg sind nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen. Auf der Brücke Züge im Rücken.

Natürlich gibt es noch viel mehr Tipps zum Feuerwerk-Gucken. Das Dach vom Mainzer Staatstheater zum Beispiel, sofern Ihr eine Karte habt. Überhaupt sind Dächer eine gute Idee… Optimal wäre natürlich, Ihr lasst Euch in eines der Hochhäuser von Mainz einladen 😉 Passende stehen am Hartenberg, im Volkspark, auf dem Lerchenberg, in Gonsenheim…. Und wer sinnierend mit Abstand über Mainz schauen möchte, der ist in Drais richtig: Am Rande des kleinen Stadtteils sieht man von den Feldern aus weit über Mainz und bis nach Frankfurt. Gelingt auch von Stellen auf dem Lerchenberg, in Finthen und in Marienborn.

Wie auch immer: Habt ein tolles Silvester, ein grandioses Feuerwerk und ein wunderbares neues Jahr 2018!

Über den Autor / 

Gisela Kirschstein

Gisela Kirschstein ist die Erfinderin von Mainz&, langjährige Journalistin, Filmemacherin & Buchautorin. In Mainz zuhause, schreibt sie am liebsten Geschichten über Menschen, Wein & Kurioses, und frönt im Hauptberuf ihrer Leidenschaft als politische Korrespondentin, in Hessen & Rheinland-Pfalz. Bekannt ist sie seit 1997 unter dem Kürzel gik.

1 Kommentar

  1. Marius 27. Dezember 2017 at 23:04 -  Antworten

    Vielen Dank für den Artikel, sehr hilfreich!

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