Mainzer Zugente gibt Lebenszeichen von sich – Geliebtes Zugmaskottchen soll 2020 wieder rollen – Noch mal zum Enten-Check

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Aufatmen in der MCV-Wagenhalle: Die Zugente, das geliebte Maskottchen des Mainzer Rosenmontagszuges, hat ein Lebenszeichen von sich gegeben. Am Mittwochabend sei der Motor der Ente tatsächlich wieder angesprungen, wenn auch nur für kurze Zeit, teilte der Mainzer Carnevals-Verein (MCV) am Donnerstag mit: „Immerhin – ein Lebenszeichen!“ Die Zugente war am vergangenen Montag nach wenigen Metern schon in der Kaiserstraße liegen geblieben, nach einem erschreckenden Knall.

Da steht das Zugentchen etwas verschämt in der MCV-Wagenhalle und harrt seiner Heilung beim Enten-Check – Foto: MCV/Michael Bonewitz

Nun habe MCV-Wagenbauer Dieter Wenger die Stecker an der Zündspule überprüft – und siehe da: Es hatte sich irgendwas gelockert. „Fest steht, die Zuen(d)te muss noch mal zum Enten-Check“, so der MCV weiter, man werde jedenfalls „alles tun, damit die Ente auch im nächsten Jahr wieder einsatzbereit ist.“

Seit 1990 markiert die Zugente den Abschluss des Mainzer Rosenmontagszuges, die große gelbe Entenfigur mit der Narrenkappe sitzt auf dem Unterbau eines VW-Käfers aus dem Jahr 1973. Schön öfter war die Zugente deshalb ausgefallen: Mal hatte sie den Rosenmontagszug nicht beenden können, mal schaffte sie es gar nicht erst aus der Wagenhalle des MCV in Mainz-Mombach. In diesem Jahr hatte der MCV noch kurz vor Rosenmontag stolz gemeldet, die Ente sei fit wie nie: Die Firma Auto-Schmidt aus Meisenheim habe nach erneuten Problemen im Vorjahr den Motor des alten Käfers komplett ausgebaut, generalüberholt, die Zündanlage erneuert und eine neue Kupplung eingebaut. „Nun schnurrt der Käfer unter der Ente und alle sind glücklich, dass die Ente in diesem Jahr runderneuert den Zugweg absolvieren darf“, teilte Bonewitz mit.

MCV-Wagenbauer Dieter Wenger schraubt an Zugente. – Foto: MCV/ Michael Bonewitz

Am Rosenmontag dann die große Ernüchterung: Nach wenigen hundert Metern Zugweg legte ein ominöser Knall die Ente lahm, in der Kaiserstraße war Schluss – nichts ging mehr. Die Ente wurde allenthalben bedauert und musste abgeschleppt werden – das Bangen war groß. Nun meldete der MCV: „Es geht wieder aufwärts!“ Rosenmontagnacht habe das Zugentchen noch etwas verschämt in der Ecke gesessen, „aber wer genau hinschaut, der erkennt ein deutliches Schmunzeln“..

Der Verein dankte jedenfalls „für all die Genesungswünsche, die uns bereits erreicht haben, das kann auch ein noch so tapferes Zugen(d)tchen gut gebrauchen!“ Man werde auf jeden Fall dranbleiben und regelmäßige Einblicke in den Heilungsprozess gewähren. Gute Besserung, Entchen!

Info& auf Mainz&: Mehr zur Mainzer Zugente und ihrer Vorgeschichte lest ihr hier bei Mainz&.

 

Über den Autor / 

Gisela Kirschstein

Gisela Kirschstein ist die Erfinderin von Mainz&, langjährige Journalistin, Filmemacherin & Buchautorin. In Mainz zuhause, schreibt sie am liebsten Geschichten über Menschen, Wein & Kurioses, und frönt im Hauptberuf ihrer Leidenschaft als politische Korrespondentin, in Hessen & Rheinland-Pfalz. Bekannt ist sie seit 1997 unter dem Kürzel gik.

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