Überreiche Sachspenden für Flüchtlinge – Zeitspender gesucht

Alles&, Rathaus & andere Skandale 0 3648

Ihr seid ja wirklich toll da draußen, anders kann man die heutige Mitteilung der Stadt Mainz ja gar nicht deuten: Die Mainzer haben nämlich so viele Kleider, Spielzeug und andere Sachen für die Flüchtlinge in unserer Stadt gespendet, dass die Stadt Mainz nicht mehr weiß, wohin damit. Die Lagerflächen für Sachspenden seien „mittlerweile vollständig ausgeschöpft“, auch der aktuelle Bedarf sei gedeckt, hieß es am Donnerstag. Gesucht werden aber noch „Zeitspender“ – also Menschen, die mit den Flüchtlingen zu Ämtern gehen oder Deutsch beibringen.

Pavillion Flüchtlingsunterkunft Wilhelm-Quetsch-Straße - Foto: gik

Die Flüchtlingsunterkunft in der Wilhelm-Quetsch-Straße – Foto: gik

Nach der Berichterstattung der vergangenen Wochen seien zahlreiche Sachspenden in den Gemeinschaftsunterkünften für Flüchtlinge eingegangen, dass nun der aktuelle Bedarf gedeckt sei, sagte Sozialdezernent Kurt Merkator (SPD). Der Dezernent bittet deshalb ausnahmsweise mal ausdrücklich darum, von weiteren Spenden abzusehen. Vor allem bitte nicht Spenden ohne vorherige Absprache einfach vor den Unterkünften abzustellen, das führt nur zu Chaos 😉

Die Stadt arbeitet übrigens seit Wochen an einer Internetseite, die eigentlich die Gesuche und Angebote zusammenbringen soll. Offenbar hakt es da noch, deshalb hat die Stadt jetzt einen Link auf eine ihrer Internetseiten veröffentlicht. Von dort geht es weiter zu den Unterseiten der fünf Gemeinschaftsunterkünfte, und da wiederum könnt Ihr dann sehen, was die Unterkunft gerade braucht.

So werden in der Alten Ziegelei in Bretzenheim gerade Hausrat, Wohnaccessoires und ein Satellitenreceiver gesucht, in der Bretzenheimer Straße dazu noch Fahrräder und Zubehör. In der Ludwigsburger Straße fehlen noch Windeln, in der Wilhelm-Quetsch-Straße noch Regenschirme und Regencapes, dazu ein Herrenrad, ein Rollator und alles für die Schule.

In der Zwerchallee steht eine Tischtennisplatte auf der Wunschliste – und Deutschunterricht könnt Ihr bei allen fünf Einrichtungen los werden ;-)Wirklich überall könnt Ihr Eure Bereitschaft bekunden, mit Flüchtlingen einkaufen zu gehen oder zu Ämtern, allerdings wäre es gut, wenn Ihr deren Sprache könnt. Derzeit besonders gefragt: Persisch, Russisch, Arabisch, Serbisch, Mazedonisch, Kroatisch und Somalisch. Ein paar andere Sprachen sind auch noch dabei. Wenn es die zentrale Internetseite gibt, sagen wir Euch natürlich umgehend Bescheid.

Info& auf Mainz&: Informationsseite der Stadt Mainz zur Flüchtlingshilfe mit Links zu den fünf Gemeinschaftsunterkünften: http://fluechtlingshilfe.mainz.de

 

Über den Autor / 

Gisela Kirschstein

Gisela Kirschstein ist die Erfinderin von Mainz&, langjährige Journalistin, Filmemacherin & Buchautorin. In Mainz zuhause, schreibt sie am liebsten Geschichten über Menschen, Wein & Kurioses, und frönt im Hauptberuf ihrer Leidenschaft als politische Korrespondentin, in Hessen & Rheinland-Pfalz. Bekannt ist sie seit 1997 unter dem Kürzel gik.

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