Schillerplatz, Hauptbahnhof, Neubrunnenplatz – Kleine Weihnachtsmärkte „Mainzer Winterzeit“ noch bis 30.12. offen

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Nach dem Weihnachtsmarkt – ist der Genuss mit Budenzauber und Glühweinduft noch lange nicht vorbei. Seit dem vergangenen Jahr können die Mainzer auch nach den Weihnachtsfeiertagen noch Weihnachtsmarktfeeling genießen. Denn während der Hauptweihnachtsmarkt auf den Domplätzen traditionell am 23. Dezember seine Törchen schließt, geht es auf Schillerplatz und Neubrunnenplatz sowie am Hauptbahnhof einfach noch weiter. Bis zum 30.12. hat die „Mainzer Winterzeit“, wie die Mainzplus Citymarketing das Treiben nennt, noch geöffnet. Knapp 40 Stände freuen sich noch auf Besucher – vom Flammlachs am Hauptbahnhof bis zum spanischen Glühwein am Schillerplatz.

Weihnachtszauber am Schillerplatz vor dem Osteiner Hof. – Foto: gik

Gut besucht zeigten sich die drei kleinen Nebenmärkte in diesem Jahr: „Es ist richtig voll“, freuten sich die Betreiber des Bodegas Ibericas aus der Gaustraße schon zu Beginn des kleinen Weihnachtsmarktes auf dem Schillerplatz. Glühwein aus spanischen Weinen gibt es hier zur Abwechslung, die Gäste schätzten die ruhigere Atmosphäre als auf den oft rappelvollen Domplätzen, erzählen die Standbetreiber. Rund um den in glühenden Farben leuchtenden Fastnachtsbrunnen ist der kleine Platz immer gemütlicher geworden, mit Tischen, Sitzecken und viel Dekoration.

Bei Helga am Schillerdenkmal gibt’s noch jede Menge Glühwein – bis zum 30.12. – Foto: gik

Am anderen Ende des Marktes, am Schillerdenkmal, schenkt Kultwirtin Helga Glühweine vom Weingut der Stadt Mainz aus, auch kühle Tropfen gibt es hier – wie den 50 Grad Nord-Riesling, von dem seit zwei Jahren ein Teil des Erlöses in die Rettung eines Quadratmeter Regenwalds in Kanada, der Heimat der Grzizzlys, fließt. Natürlich fließt aber im Schatten des Schillerdenkmals vor allem der Glühwein, weiß und rot, Ihr könnt also noch ein bisschen weiter machen mit dem Glühwein-Testen 😉

Das gilt natürlich auch für den Neubrunnenplatz: Hier schenkt die Weinraumwohnung einen wunderbaren roten Glühwein aus, der Platz ist ein echter After-Work-Treff geworden.  Neben dem halben Dutzend Buden sorgte in diesem Jahr ein Kinderkarussell für zusätzliches Flair auf dem Neubrunnenplatz, dazu gab’s einen Weihnachtsbaumverkauf – nun ja, der wird wohl jetzt nicht mehr da sein 😉 Der Rest aber bleibt bis Samstagabend, 21.00 Uhr, an Ort und Stelle, eine gute Gelegenheit, die Weihnachtszeit noch ein bisschen auszukosten, bevor der Alltag zurückkehrt.

Weihnachtspyramide am Hauptbahnhof, Wahrzeichen des hiesigen Winterzaubers. – Foto: gik

Das gilt auch für den Hauptbahnhof: Das immer größer werdenden Budendorf der Mainzer Winterzeit auf dem Vorplatz bleibt sogar bis 22.00 Uhr am Samstagabend bestehen. Glühwein gibt es hier natürlich auch, dazu aber vor allem alles mögliche an Essen: Bratwurst und Reibekuchen, Crêpes, Gebratenes vom Curry Kartell – und einen ganz besonderen Flammlachs. Der Betrieb mit dem direkt am Feuer gebratenen Lachs wird nämlich von zwei jungen Mitgliedern der Familie Traber geschmissen – und das ist jene legendäre Artistenfamilie, die seit dem Jahr 1799 ununterbrochen Hochseilartistik präsentiert. Unzählige Rekorde halten die Trabers in Sachen Höhe und Länge, bekannt wurden sie unter anderem mit Stunts von Motorrädern auf dem Hochseil und mit Balanceakten auf Seilbahnen – unter anderem 2007 am Zuckerhut.

Info& auf Mainz&: Mainzer Winterzeit am Schillerplatz, am Hauptbahnhof und auf dem Neubrunnenplatz noch bis Samstag, 30. Dezember 2017, mit Glühweinduft und Budenzauber. Öffnungszeiten Schillerplatz & Neubrunnenplatz: Donnerstag 11.00 Uhr bis 20.30 Uhr und Freitag-Samstag 11.00 Uhr bis 21.00 Uhr, am Hauptbahnhof an allen Tagen 11.00 Uhr bis 22.00 Uhr.

Über den Autor / 

Gisela Kirschstein

Gisela Kirschstein ist die Erfinderin von Mainz&, langjährige Journalistin, Filmemacherin & Buchautorin. In Mainz zuhause, schreibt sie am liebsten Geschichten über Menschen, Wein & Kurioses, und frönt im Hauptberuf ihrer Leidenschaft als politische Korrespondentin, in Hessen & Rheinland-Pfalz. Bekannt ist sie seit 1997 unter dem Kürzel gik.

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