Tag der Deutschen Einheit in Mainz: Bürgerfest, Bühnenaktion, Abendshow und viele Highlights – Das Programm TDE2017

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Jetzt geht es los: Die Feiern zum Tag der Deutschen Einheit sind da, am heutigen Montag startet ab 11.00 Uhr das große Bürgerfest in der Innenstadt von Mainz. Nach den ganzen Querelen und dem Chaos rund um den Aufbau wird jetzt endlich gefeiert – zwei Tage lang geht es in Mainz rund. Von der Kaiserstraße bis zum Rheinufer, vom Fischtorplatz bis zum Schillerplatz, überall sind Zeltstädte und Zeltburgen entstanden, die mit einer Fülle von Informationen und Aktionen locken. Einmal selbst Milch melken oder ein Luftkissenfahrzeug bauen, tanzend Energie erzeugen oder mit Schott in die Sterne schauen – es gibt nichts, was es nicht gibt. Dazu Konzerte auf fünf Bühnen und der ZDF-Fernsehgarten – wir erklären Euch das Programm TDE2017, so die offizielle Abkürzung.

Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat präsentieren sich auf der Kaiserstraße. – Foto: gik

Wir müssen gestehen: Das ist einfach zu viel. Das Programm zum Tag des Deutschen Einheit in Mainz ist überbordend, unglaublich vielfältig und in vielen Fällen auch sehr spannend. Wir können das hier einfach nicht alles abbilden – zumal uns viele Informationen erst in den letzten zwei Tagen vor dem Fest erreichten…. was denken sich die Marketingleute eigentlich dabei? Im offiziellen Programmheft werdet Ihr deshalb nur sehr viele sehr allgemeine gehaltene Informationen finden und wenig Konkretes zu den einzelnen Zelten – wir raten Euch schlicht: Geht auf Entdeckungsreise!

Festmeilen: Verfassungsorgane, Blaulicht, Sport, Selbsthilfe, Startup

Herzstück des Bürgerfestes sind die verschiedenen Festmeilen: In der Kaiserstraße präsentieren sich auf der „Meile der Verfassungsorgane“ der Deutsche Bundestag, der Bundesrat und die Bundesregierung mit diversen Zelten und Aktionen, in der Bauhofstraße entsteht eine „Blaulichtmeile“ mit Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr und Rettungsdiensten. In der Neubrunnenstraße präsentieren Selbsthilfegruppen und soziale Vereine ihre Arbeit auf einer „Selbsthilfemeile“, am Rheinufer warten eine „Sportmeile“ und eine „Startup-Meile“ auf die Besucher.

Zentral vom Schillerplatz über die Ludwigsstraße bis hinunter zum Fischtorplatz findet Ihr die Ländermeile, hier präsentieren sich die 16 Bundesländer mit allen möglichen Eigenheiten, Essensangeboten und Aktionen. Vor dem Staatstheater findet Ihr etwa die Länder Hessen und Sachsen-Anhalt, schräg gegenüber, bei einem kleinen Modell der Schwebebahn aus Wuppertal, das Land Nordrhein-Westfalen. Das Gastgeberland Rheinland-Pfalz wird nun – entgegen früherer Ankündigungen – auf dem Fischtorplatz zu finden sein, hier gibt es auch Weine aus allen sechs Anbaugebieten. In sechs Pavillons werden pro Region fünf Weine oder Sekte vorgestellt, und die jeweilige Weinkönigin wird aus ihrer Region berichten. Auf dem Weg dahin könnt Ihr durch Hamburg bummeln, am Samstag entstand über dem Brunnen am Markt ein riesiger Auftritt des kleinen Stadtstaates.

Programm auf dem Mainz-Platz rund um den Bischofsplatz

Foto: gik

Die Stadt Mainz wiederum präsentiert sich auf dem Bischofsplatz mit Wissenschaft & Druckkunst, Erlebnis & Genuss. Das Gutenberg-Museum ist natürlich vor Ort, und bei der Universitätsmedizin könnt Ihr einen 3D-Drucker in Aktion erleben oder bei der Stiftung Mainzer Herz durch ein überdimensionales Herz gehen und sich das menschliche Organ genau erklären lassen. Auch die Wetterstation der Uni Mainz ist wieder mit dabei, im Pavillon der Stadt Mainz gibt es Glücksrad, Fotobox und mainzspezifische Mitmachaktionen unter dem Motto „Mainz, wie ich es sehe“.  Am Stand von Rheinhessenwein könnt Ihr bei einer Schwarzglasprobe Eure Geschmacksnerven testen, und die Rheinhessen Touristik berät Besucher zu den schönsten Rad- und Wanderwegen. Kurzführungen mit Mainzer Gästeführern im historischen Kostüm starten vom Mainz-Platz aus zu jeder vollen Stunde.

Der Mainz-Platz hat natürlich auch eine eigene Bühne, das genau Programm lest Ihr hier:

2. Oktober
12 Uhr Bühneneröffnung, Oberbürgermeister Michael Ebling
13 Uhr Peter-Cornelius-Chor
14.30 Uhr Oliver Mager und Kruschel
16 Uhr „Julicious“& Peter-Cornelius-Chor
17.30 Uhr La Route du Bonheur
19 Uhr Operngala der Hochschule für Musik
20.15 Uhr ACIM Streetdance
21.00 Uhr Bender & Schillinger
22.30 Uhr Hanne Kah

3. Oktober
11 Uhr Urban Fox
12.30 Uhr Blechbläserensemble Cornelius Brass, PCK
14 Uhr Caro Trischler, Ulf Kleiner & Band
15.30 Uhr Science Slam „Wiedervereinigung“
16.30 Uhr tanzmainz Jam Session
17.30 Uhr Improfestival Mainz
19 Uhr Sven Hieronymus
20.15 Uhr Live-Übertragung der Abendinszenierung am Rhein
22 Uhr Mine

Ein eigenes Weindorf wartet zudem auf dem Karmeliterplatz, drei weitere Großbühnen gibt es auf dem Schillerplatz (SWR), dem Ernst-Ludwig-Platz (RPR1) und dem Tritonplatz (Rockland) hinter dem Theater. Top-Acts sind Laith Al-Deen, Tim Bendzko, Karat und die Münchner Freiheit – nun ja 😉 Der ZDF-Fernsehgarten lässt sich am Rheinufer zu Füßen des Hilton nieder und präsentiert in einer großen Show am 3. Oktober unter anderem Max Giesinger, Adel Tawil und Wincent Weiss. Das komplette Bühnenprogramm könnt Ihr hier im Internet nachlesen.

Im Dance Cube Energie ertanzen – auch das geht beim TDE2017. Foto: Aktion Deutschland macht´s effizient

Tanzwette am 3. Oktober und Energie ertanzen im Dance Cube

Sich bewegen kann man aber auch am Rhein auf der Sportmeile, hier fordert der vierfache Tanzweltmeister und ehemalige Juror der Fernsehsendung „Let’s Dance“, Michael Hull, die Stadt Mainz und das Land Rheinland-Pfalz am 3. Oktober, 16.30 Uhr, zu einer Wette heraus. Der als „Mr. Dance“ bekannte Hull glaubt nicht, dass sie es schaffen, 760 Festmeilenbesucher am Stand von „Deutschland bewegt sich!“ an der Rheinpromenade auf Höhe des Kaisertors zum Tanzen zu bringen. Hull will ein gemeinnütziges Projekt in Mainz unterstützen, wenn er die Wette verliert. Die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD), der Mainzer Bürgermeister Günter Beck (Grüne) und die Tanzschule Willius-Senzer begleiten die Wette vor Ort.

„Mainz tanzt gegen den Rest der Republik“ heißt es aber auch bei einer spannenden Aktion des Bundeswirtschaftsministeriums: In einem gläsernen Tanzkubus könnt Ihr hier Energie ertanzen, dabei fließt jede im „Dance Cube“ erzeugte Wattsekunde in ein tagesaktuelles Ranking ein. Unter dem Motto „Welche Stadt ertanzt die meiste Energie?“ tourte die Roadshow durch die Republik, Mainz ist die letzte von insgesamt 14 Stationen – und hier zeigt sich dann, welche Stadt am energiegeladensten ­– und damit auch am energieeffizientesten – gefeiert hat. Der Dance Cube ist ein mobiler Mini-Club, der in einem ausfaltbaren und umgebauten Seecontainer untergebracht ist. Die Tanzfläche des Dance Cubes besteht aus einzelnen beleuchteten Fliesen, unter denen sich jeweils ein Generator befindet, der die Bewegungsenergie in Elektrizität umwandelt. Dazu gibt es beim BMWi in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz kostenlose Beratung rund um das Thema Energieeffizienz.

Elektromobilität, Berufsberatung und lebendige Werkstätten

Karte und Lageplan der Meilen am TDE2017. – Foto: gik

Und damit sind wir bei den Ministerien: Praktisch alle Regierungshäuser haben in irgendeinem Zelt tolle Aktionen zu bieten, wir können das einfach nicht alles auflisten. Deshalb belohnen wir jetzt einfach die mit guter Pressearbeit und geben Euch weiter, was uns erreicht hat. Das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium bietet etwa Attraktionen rund um Wirtschaftsmeile, Tourismusregionen, europäische Zusammenarbeit und natürlich Landwirtschaft und Weinbau, die Meilen befinden sich auf der Flachsmarkstraße und am Platz auf der Bauerngasse. Europa findet Ihr am Liebfrauenplatz. Konkret gibt es folgende Angebote:

Das Handwerk: Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Karrierechancen bei den rheinland-pfälzischen Handwerkskammern auf der Flachsmarktstraße mit modernster Fertigungstechnik, 3D-Druck, Schaustücke zur Elektromobilität und Mitmachaktionen. Junge Leute werden hier in Sachen Berufswahl beraten, Bäcker, Schmiede und Schreiner laden in lebendige Werkstätten ein. Mit dabei: die Meisterschule für Handwerker aus Kaiserslautern, deren Schüler auf der Wirtschaftsmeile Medaillen prägen. Der Bronzemedaillengewinner der Weltmeisterschaft der Metallgestalter 2017, Thomas Maria Schmidt aus Höheischweiler, ist mit einer „heißen“ Schmiedeaktion live in Aktion. Den Entstehungsprozess ihrer Möbel zeigt die Ober-Hilbersheimer Schreinerei Möbel vom Gutshof im Detail. Und last but not at least heißt es: „Alles hausgemacht“, wenn die Barbarossa Bäckerei aus der Pfalz zur Mitmach-Aktion einlädt.

Demo-Kuh melken, alte Obstsorten entdecken, durch Rheinland-Pfalz radeln

Und das Festgelände noch einmal auf einen Stadtplan projiziert. – Karte Staatskanzlei

Tourismus: Urlaubsgefühl und Naturerlebnis auf der Festmeile, unter anderem mit Wanderliegen, die zur Rast einladen, Infos über Ausflugsziele und Urlaubsmöglichkeiten. Mit einer 360 Grad-Brille tauchen die Gäste in die Landschaften ein. In einer Fotobox können die Besucher Grüße mit Aussichten auf den nächsten Urlaub verschicken. Das Radwanderland Rheinland-Pfalz bietet einen Fahrradsimulator, mit dem man virtuell eine Runde über rheinland-pfälzische Radwege und durch herrliche Landschaften radeln kann. Bauern- und Winzerhöfe stellen sich vor, rund 200 an der Zahl. Die Firma ERO zeigt ihren Traubenvollernter mit Abbeermaschine und Sortiertisch für Trauben. Im Weinberg wird das Riesenfahrzeug über ein Terminal per Telemetrie gesteuert und fährt dort scheinbar von selbst.

Natur&Markt: An einem Marktstand könnt Ihr die Vielfalt und tollen Geschmäcker alter Obstsorten entdecken, dazu gibt es frisch gekelterte Streuobstäpfel. Für Kleingärtner gibt es eine Gartensprechstunde mit dem Thema „Natur sucht Garten“. Wohin mit dem Falllaub? Was bringt Mulchen? Wie wird unser Garten winterfest? Der Pflanzendoktor erklärt, wie man naturnahe Grünräume schafft und erhält. Auch Alternativen zu den beliebten, aber problematischen Stein- und Schotterbelägen werden aufgezeigt. Am Stand der Milchwirtschaft mit ihrer Riesen-Milchkanne könnt Ihr eine lebensgroße Demo-Kuh melken, es gibt Milchmix-Getränke und ein Milch-Quiz.

Rauschbrillen-Parcours, Lebenswege und Weltenbummler-Spiel

Verkehr&Europa: Beim Forum Verkehrssicherheit geht es um Eigenverantwortung, Vorsicht und ein sicheres Miteinander im Straßenverkehr, hier könnt Ihr Euch im Rauschbrillen-Parcours, im Gurtschlitten oder Überschlagsimulator erproben sowie bei Reaktionstests und in der Führerschein-Theorieprüfung am PC. Dazu gibt es Informationen zur Rettungsgasse und den Gefahren durch Ablenkung am Steuer. Die Europäischen Förderfonds lassen mit Euch Luftballons steigen: Auf die Gewinner des Luftballonwettbewerbs mit „Wünschen für bzw. Gedanken zu Europa“ warten attraktive Preise, Massenstarts sind alle zwei Stunden ab 12.00 Uhr. Im Bühnenprogramm auf dem Liebfrauenplatz geht es auch um die vielfältigen Fördermöglichkeiten aus den EU-Fonds. Die Interreg A-Programme „Oberrhein“ und „Großregion“ laden mit dem Online-Spiel „Weltenbummler“, dem Projekt „Robotix-Academy“ und dem Memory-Spiel der Großregion die Besucher zum Mitmachen ein.“

Länderzelte auf dem Gutenberg-Platz noch verschlossen beim Aufbau. – Foto: gik

Auf dem Liebfrauenplatz am Gutenberg-Museum präsentiert sich das rheinland-pfälzische Integrations- und Frauenministerium mit drei Ständen: dem Online-Migrationsmuseum „Lebenswege“, dem Ada-Lovelace-Projekt zur Begeisterung von Mädchen für MINT-Studiengänge und mit „Fußball mit Flüchtlingen“. Höhepunkt ist hier der Auftritt der auf „Lebenswege“ porträtierten Streetdance-Gruppe A.C.I.M., die es bereits zur Dancecrew-Vizeweltmeisterschaft gebracht hat. In unmittelbarer Nachbarschaft veranstaltet QueerNet Rheinland-Pfalz die Fotoaktion „Kiss the Pride“.

Luftkissenfahrzeug selbst bauen, Eigenheim genau berechnen, FC Ente Bagdad besuchen

Auf der Großen Bleiche vor der Landesbank bietet das gemeinsam von Frauen- und Bildungsministerium finanzierte Ada-Lovelace-Projekt verschiedene wissenschaftliche Mitmach-Events an. So gibt es an den zwei Tagen die Möglichkeit, selbst ein Luftkissenfahrzeug zu bauen, in einem virtuellen Sandkasten zu wühlen oder mit Hilfe von Ultraschall Unsichtbares sichtbar zu machen. Am Stand des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung Rheinland-Pfalz (LBB) in der WestImmo-Bank an der Großen Bleiche 46 wiederum geht um den Hausbau und Fragen wie Flachdach oder Satteldach, welche Heizungsart und vieles mehr. Besucher können am Computer-Modell eines Einfamilienhauses virtuell mehrere Alternativen durchspielen – nach jeder Entscheidung für ein Bauteil oder Material wird sofort angezeigt, wie sich dies auf die Gesamtkosten für Betrieb, Instandhaltung und Sanierung in den nächsten 20, 30 oder 50 Jahren auswirkt.

Auf der Rheinpromenade geht es beim Open-Air-Fitness-Parcours von „Deutschland bewegt sich“ sportlich zu. Dort stellen in der Nähe des Raimunditores das Integrationsministerium, der Mainzer Hobby-Fußballverein FC Ente Bagdad und der Landessportbund Rheinland-Pfalz ihre Integrationsprojekte vor. Der FC Ente Bagdad betreut etwa einen Soccer Court und lädt dort zum Mitspielen mit seinen Aktiven ein. In der Mannschaft spielen auch viele Geflüchtete, die der Verein im Rahmen des Programms „Willkommen im Fußball“ integriert hat. Der Landessportbund präsentiert sein erfolgreiches Programm „Integration durch Sport“.

„Nacht der Freiheit“ in der Christuskirche am 2. Oktober – Johanniskirche erzählt ihre Geschichte

Poetisch wird’s bei Olga und Pierino in der Christuskirche – Foto: Eugen Gebhardt

 All das ist, wie gesagt, nur ein kleiner Ausschnitt aus der Vielfalt der Angebote – gefeiert wird übrigens rund um die Uhr: Am 2. Oktober lädt die Evangelische Kirche abends zur „Nacht der Freiheit“ in die Christuskirche. Los geht es um 19.00 Uhr mit „drumlet“, die mit ihrer „Rhythm’n’Groove Experience Show“ ein mitreißendes Rhythmusfeuerwerk zünden, wie die Organisatoren versprechen. Es folgen „Colours of Gospel”, der Mainzer Powerchor, und dann die „Frankfurt City Blues Band“. Mit Olga und Pierino, dem Schweizer Pantomimenduo, wird das Freiheitsprogramm fortgesetzt. Es spielt auf der Bühne mit der „Freiheit“ und mit den Zuschauern, weckt Erinnerungen und lässt die Gäste staunen.

Im Mittelpunkt aber sollen hier über 60 politisch Verfolgte stehen, ab 19.00 Uhr werden 1.000 weiße Armbänder mit ihren Namen in der Christuskirche verteilt und so an ihr Schicksal erinnern. Zugleich erscheint auf der Internetseite der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau www.ekhn.de ein Erinnerungs-Portal dazu. Parallel zum Programm im Kirchenschiff lädt ein interaktiver Stand in der Christuskirche ein, die eigenen Talente im Leben zu entdecken. Das Motto: „Mach doch, was Du glaubst“. Dabei können Ehrenamtliche erkunden, ob ihr Engagement gefragt ist; Jugendliche finden spielerisch mit Studierenden und Studienbegleitenden ihren Berufsweg. Diese Ausstellung ist auch am 3. Oktober zwischen 11 und 18 Uhr geöffnet. Die Harfenistin Anne Kox-Schindelin sorgt dann zudem für musikalische Atmosphäre jeweils um 12, 14, 16 und 17 Uhr.

Am 3. Oktober zwischen 15.30 und 21 Uhr erzählt die Evangelische St. Johanniskirche in der Mainzer Innenstadt  (Bischofsplatz 10) „KirchenGeschichten“. Das Gebäude steht auf Kirchenmauern, die zu den bedeutendsten Fundamenten nördlich der Alpen zählen. Die älteste Mainzer Kirche, die einst der Dom der Stadt war, gewährt dabei Einblicke in die Baugeschichte und den Stand der spannenden Forschungen mit kleinen Infosequenzen.

Offizielle Feierlichkeiten am 3. Oktober in Dom und Rheingoldhalle

Die Gastgeber des TDE2017: Ministerpräsidentin Malu Dreyer und der Mainzer OB Michael Ebling (beide SPD) mit Plakatmotiv und Motto. – Foto: gik

Am 3. Oktober beginnen die offiziellen Feierlichkeiten mit dem Eintreffen von Bundespräsident und Bundeskanzlerin ab 9.30 Uhr vor dem Gutenberg-Museum, um 9.35 Uhr trägt man sich hier ins Goldene Buch der Stadt Mainz ein. Um 9.50 Uhr gibt es ein Gruppenfoto der Ehrengäste mit Dom, ab 10.00 Uhr startet im Mainzer Dom ein Ökumenischer Gottesdienst. Um 11.00 Uhr gehen die Ehrengäste vom Dom zur Rheingoldhalle, dann ist ein kurzer Stopp bei den Bürgern vorgesehen – der Mainzer Markt wird dann allerdings mit Gittern quer abgesperrt, der Bereich zwischen Dom und Rheingoldhalle ist Sperrzone. Um 12.00 Uhr startet in der Mainzer Rheingoldhalle der große Festakt zum Tag der Deutschen Einheit, ab 14.00 Uhr begrüßt der Bundespräsident Bürgerdelegationen bei einem Empfang im Gutenbergsaal.

Insgesamt sollen die Nationalfarben Schwarz-Rot-Gold zum bestimmenden Element der Feier werden, kündigte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) im Vorfeld an, deshalb sind auch die rund 1.000 Helfer des Festes in die Nationalfarben gekleidet: Die Freiwilligen sollen mit roter Jacke, gelbem T-Shirt und schwarzen Taschen ausgestattet werden, Freiheitsbäume in der Innenstadt erinnern an die Zeit des Hambacher Feste, als die Demokratie in Deutschland ihren Siegeszug antrat. Und auch die große Abschlussshow auf dem Rhein am Abend des 3. Oktober ab 20.15/20.30 Uhr soll mit Licht, Bild, Ton, Tänzern und Feuerwerk die Einheit, die Gleichheit und die Freiheit des Landes feiern. Dabei stehe Schwarz für die Mythen und Geschichten des Landes, sagte Dreyer, Rot für das moderne Rheinland-Pfalz und Gold für das Glück der Wiedervereinigung.

Info& auf Mainz&: Alle Infos zum Programm, das Programm selbst zum Download sowie Lagekarten und Infos zu Sperrungen und ÖPNV findet Ihr hier auf der Internetseite des Landes. Auch eine App soll es geben – müsst Ihr mal in den entsprechenden Stores suchen. Wie Ihr an den beiden Tagen nach Mainz kommt? Am besten mit öffentlichen  Verkehrsmitteln – mehr dazu hier bei Mainz&. Informationen zum Verkehr gibt es speziell noch einmal hier. Alles zu den (horrenden) Sicherheitsmaßnahmen rund um den TDE2017 lest Ihr hier bei Mainz& – eine Idee, wie der Tag anders gefeiert werden könnte hier. Unseren Leitartikel zu der Feier und unsere Aktion #woraufwirstolzsind lest Ihr hier.

Über den Autor / 

Gisela Kirschstein

Gisela Kirschstein ist die Erfinderin von Mainz&, langjährige Journalistin, Filmemacherin & Buchautorin. In Mainz zuhause, schreibt sie am liebsten Geschichten über Menschen, Wein & Kurioses, und frönt im Hauptberuf ihrer Leidenschaft als politische Korrespondentin, in Hessen & Rheinland-Pfalz. Bekannt ist sie seit 1997 unter dem Kürzel gik.

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