Der Lerchenberg ist ja nicht der schönste Stadtteil von Mainz, die großen Bettenburgen neben dem ZDF gehören zu den Bausünden früherer Jahrzehnte. Doch nun wird der Lerchenberg wieder ein Stück bunter – nach den Strickdecken für Schaltkästen und Polder, leuchten nun rund 30 Bänke in bunten Farben. „Lerchenberg leuchtet“ heißt das Projekt der Lerchenberger Ortsvorsteherin Sissi Westrich (SPD), und das hat mit den Bank-Farbimpulsen ein neues Kind. Westrich lädt am Freitag um 17.30 Uhr zur Fahrradtour, um die bunten Bänke zu besuchen.

30 bunte Bänke zieren nun den Lerchenberg
Ist das die Bank der Lerchen? Zumindest eine Bank, die Farbimpulse setzt – Foto: Westrich

Der Lerchenberger Grafiker Jürgen Schober hattte im März dieses Jahres das Projekt zur fantasievollen Umgestaltung der Bänke auf dem Lerchenberg gestartet. Aber Schober hat nicht alleine gepinselt, er konnte auch Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 20 Jahren gewinnen, die Bänke mit ihm gemeinsam zu gestalten.

Ortsvorsteherin Sissi Westrich freut sich darüber denn auch besonders: „Ich bin sehr stolz darauf, dass ein Bürger ehrenamtlich dieses Projekt geschultert hat und so viele junge Menschen spontan Interesse an ihrem Umfeld gezeigt und dieses mitgestaltet haben“, sagte Westrich Mainz&.

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30 bunte Bänke zieren nun den Lerchenberg
Noch eine unte Bank auf dem Mainzer Lerchenberg – Foto Westrich

Die Bänke sind natürlich alle unterschiedlich gestaltet und tragen Namen wie Bank der Herzen, Bank der Lerchen oder Weltmeiser-Bank. Und fragt uns jetzt bitte nicht, welche Bank auf diesen Fotos wie heißt, wir wissen es schlicht nicht 😉 Eine Fluglärm-Bank gibt es übrigens auch…. Finanziell gefördert wurde das Projekt aus den Mitteln des Programms „Soziale Stadt“.

Tatsache ist: das Projekt ist einmalig in Mainz und Teil der Initiative „Lerchenberg leuchtet“ der Ortsvorsteherin. Die hatte im Frühjahr zu Strickspenden aufgerufen und damit hässliche Ecken des Stadtteils richtiggehend zugedeckt, darunter auch ein Schaltkasten der Deutschen Telekom. Nun setzen die bunten Bänke „Farbimpulse“.

30 bunte Bänke zieren nun den Lerchenberg
Die Fluglärm-Bank mit Flieger und Schallwellen – Foto: Westrich

Und damit die neuen Schmuckstücke nicht gleich wieder verdreckt werden, ist mit jeder Bank eine Patenschaft verknüpft. Die Paten sollen sich regelmäßig um die Sauberkeit der Bank kümmern und sich so mit ihrem Umfeld identifizieren. Mainz& findet: tolle Sache!

Info& auf Mainz&: Fahrradtour „Auf den Spuren der Bänke-Maler vom Lerchenberg“ am Freitag, 12. September, 17.30 Uhr, Start am Haupteingang des Bürgerhauses, Hindemithstraße 2, Mainz. Projektleiter Jürgen Schober und einige Kinder und Jugendliche sind mit dabei, ein Erfrischungsstopp ist eingeplant.

6 KOMMENTARE

  1. Ja das mit den Bänken ist eine schöne Idee,
    und es werden noch weitere folgen.

    Aber was gik’s generelle Kritik am Lerchenberg angeht,
    muß ich doch entschieden widersprechen ! Er ist einer der schönsten Stadtteile, zumindest aber der grünste,
    mit kleinen Binnenwegen zwischen den Häusern, Waldinseln inmitten des Wohngebietes und Obstfeldern drumherum

    Und wer gar wie ich in einem der oberen Stockwerke der als „Bettenburgen“ abquailifizierten Punkthochhäuser wohnt, der ist wahrlich privilegiert. Sein Blick reicht vom Feldberg über Rheingau und Hunsrück bis hin zum Donnersberg.
    Hier ist die Aussicht frei (Goethe, Faust II)

    • Uuuupsala, da hatten wir wohl noch ein veraltetes Bild vom Lerchenberg – Entschuldigung! Das mit der Aussicht stimmt sicher… Und wir leisten dann mal direkt Abbitte mit einem der nächsten Artikel morgen 😉 Reinlesen!

  2. Gaaaanz liebe Dank liebe Gisela Kirschstein.
    Wie wäre es, wenn Sie zum Beispiel morgen an der kleinen Radtour teinehmen würden ?

  3. Inzwischen sind schon 3 Jahre vergangen. Viele der heute 32 Bänke wurde inzwischen erneuert, sehen anders aus und somit soll die Aufmerksamkeit geweckt werden. Alle Bänke haben einen Namen und eine Nummer. 2017 wird die Restaurierung fortgesetzt und ich werde zum Jubliäum – nicht erst im Herbst – bereits im April einen Flyer und Wegweiser entwerfen und kostenlos verteilen. Peinlich ist nur, dass die Stadt Mainz an diesem Projekt keine Hilfe bietet. Jürgen Schober

    • Hallo Herr Schober, na, an dem Flyer haben wir bei Mainz& aber großes Interesse! Können Sie uns Bescheid sagen, wenn er fertig ist? Dann kommen wir vorbei und berichten gerne noch mal über die tolle Bank-Aktion!

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