Es ist hochgradig geliebt, ja es ist Kult: Das Mainzer Marktfrühstück mit dem Ausschank der Mainzer Winzer ist eine absolute Erfolgsgeschichte. An diesem Samstag findet das Marktfrühstück bereits zum 500. mal statt – was für ein Jubiläum. Es war genau am 27. April 1999, als das erste Marktfrühstück stattfand, es war eine Zeit, als der rheinhessische Wein noch nicht den Stellenwert hatte wie heute. „Es ist damals langsam angelaufen“, sagt Horst Hünerkopf, Winzer aus Mainz und einer der Erfinder, „heute kommen die Besucher zum Teil von sehr weit her.“ Am Samstag wird natürlich gefeiert – von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr findet Ihr den Weinausschank auf dem unteren Markt, dem Liebfrauenplatz.

500. Mainzer Marktfrühstück am Samstag - eine Erfolgsgeschichte
Kultveranstakltung Mainzer Marktfrühstück – am Samstag zum 500. Mal – Foto: Mainzer Winzer

Ein Marktfrühstück in Mainz gab es bereits seit 1989, berichtete Hünerkopf Mainz&, ins Leben gerufen wurde es vom Amtsleiter des Ordnungsamtes. Damals ging es tatsächlich vor allem um das Frühstück, 1993 professionalisierte ein Gastronomenehepaar die Veranstaltung – mit Bier und Erbsensuppe. „Macht doch mal was anderes als Bier und Erbsensuppe“, soll dann, 1999, der damalige Mainzer Wirtschaftsdezernent Franz Ringhoffer (FDP) zu den Mainzer Winzern gesagt haben. So erzählt es Hans Willi Fleischer, Seniorchef des Weinguts der Stadt Mainz und langjähriger Vorsitzender der Mainzer Winzer – 1999 wurde die Ausrichtung des Marktfrühstücks neu vergeben, nämlich an die Winzer aus Mainz.

„Mainz wurde als Weinstadt immer bekannter“, erzählt Hünerkopf, er selbst richtete gemeinsam mit Ralf Göhlen vom Weingut Marienhof das erste Marktfrühstück aus. „Am Anfang war es ein schwieriger Kampf gegen den Bierstand“, erinnert sich Fleischer schmunzelnd, „aber der Durchbruch kam sehr schnell.“ – „Wir haben uns dann von Jahr zu Jahr gesteigert“, erinnert sich Hünerkopf, „es wurde dann ein Selbstläufer in einem Umfang, der uns selbst überrascht hat.“

- Werbung -
Werben auf Mainz&

Die Kombination ist aber auch einfach genial: Zu Füßen des ehrwürdigen Mainzer Doms, in fantastischer Kulisse und am Rande des quirligen Mainzer Wochenmarkts wird am Samstagvormittag genossen und geschlemmt. „Es ging darum, einen Ort zum Genießen zu schaffen, wo man sich treffen und quatschen kann“, sagt Hünerkopf. Knapp 120 Stände hat der Wochenmarkt, an seinem unteren Ende haben auch die Stände von Metzgern und Bäckern ihren Platz. „Weck und Worscht waren also schon da“, sagt Hünerkopf schmunzelnd, der Wein machte das ur-Mainzer Trio Weck, Worscht und Woi komplett.

Heute ist der Wein-Treff auf dem Markt nicht mehr wegzudenken, hier wurden schon Ehen gestiftet, neue Freundschaften geschlossen und natürlich manch genialer Wein entdeckt. Knapp 30 Mainzer Winzer wechseln sich an den Samstagen beim Ausschank ab – wer wann dran ist, findet Ihr in diesem Mainz&-Artikel.  An diesem Samstag schenkt natürlich das Original aus: Es gibt Weine von Ralf Göhlen vom Marienhof. Wie vor 16 Jahren. Nur die Weine, die sind noch ein ganzes Stück besser.

Info& auf Mainz&: 500. Mainzer Marktfrühstück der Mainzer Winzer am Samstag, 27. August 2016, von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr auf dem Liebfrauenplatz auf dem unteren Markt mit dem Weingut Marienhof. Das letzte Marktfrühstück in diesem Jahr gibt es am 12. November. Alle Termine mit allen Weingütern findet Ihr in diesem Mainz&-Artikel.

 

5 KOMMENTARE

    • Ja – und? Warum kann das Marktfrühstück nicht an einem Dienstag gestartet sein? Das Termin wurde uns genau so von zwei Quellen gennant: der Stadt Mainz – und den Erfindern des Marktfrühstücks persönlich. Sollen wir das in Frage ziehen? Die Erfinder beschimpfen, weil es ein Dienstag war? Aber Hauptsache, mal feste druff gehauen auf die Presse, weil die ja sch…. recherchiert – gelle?

    • Ach so? Ich soll Wikipedia mehr trauen als denen, die’s erfunden haben? Was ist das denn für eine Haltung? Ich habe die Quelle gefragt, das Original – näher dran sein kann man ja wohl nicht. Und nach allen journalistischen Standards ist die höher zu bewerten als Wikipedia, ein Onlien-Lexikon, in dem jeder alles jederzeit ändern kann – und das vor Fehlern strotzt. Was die Kollegen der AZ angeht: Deren Quelle kenne ich nicht. Aber auch die AZ kann irren – und ich schreibe grundsätzlich nicht bei Kollegen ab.

HINTERLASSEN SIE EINEN KOMMENTAR

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein