Das ist echt genial: 6,37 Millionen Zuschauer haben am Freitag die Fernsehsitzung „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“ gesehen! Das ist ein Marktanteil von satten 22,4 Prozent, und angesichts der heutigen Programmvielfalt finden wir das enorm. Keine andere Sendung wurde am ganzen Abend so oft eingeschaltet – das war der Tagessieg. Am Höhepunkt guckten sogar mehr als acht Millionen Menschen „Mainz bleibt Mainz“.

6,37 Millionen sahen "Mainz bleibt Mainz" am Freitag
Stark: Lars Reichow verkündet bissig die Fastnachtsthemen – Foto: gik

Zur Erinnerung: Mit der irgendwie nur buntigen Sitzung hatte das ZDF 2014 einen absoluten Tiefpunkt gesetzt, die Quote fiel mit 5,7 Millionen Zuschauern erstmals unter die sechs Millionen Grenze – ein Flopp. In diesem Jahr stimmte offenbar die Mischung wieder. Zum 60. Geburtstag sei „Mainz bleibt Mainz“ wieder „der absolute Höhepunkt der Fernsehfastnacht“ gewesen, freute sich Christoph Hauser, Fernsehdirektor des SWR. Es sei gelungen, „die Fastnachtstradition mit modernen Elementen zu beleben.“ Dem würden wir jetzt mal zustimmen 😉

Alle Programmpunkte hervorragend angekommen

Alle Programmpunkte seien „ohne Ausnahme“ bei den Fernsehzuschauern hervorragend angekommen, freute sich auch der verantwortliche SWR-Redakteur Günther Dudek. Egal ob Kokolores oder Politik, oder das „grandiose Finale mit den Hofsängern“, alle Akteure hätten überzeugen können. Woher die Fernsehmacher das wissen? Die Zahlen sind so detailliert, dass man genau sehen kann, ob während einer Nummer Zuschauer weggezappt sind.

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Mit Friedrich Hofmann als „Till“, Hans-Peter Betz als „Guddi Gutenberg“ und Lars Reichow als „Anchorman der Fastnachtsthemen“ habe man  drei markante Köpfe in der Sparte der politisch-literarischen Fastnacht gehabt, sagte Dudek weiter: „Dafür ist ‚Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht‘ berühmt und macht unsere Sitzung einzigartig.“

Starker Lars Reichow – Kritik an Hofsängern

Allerdings besagen unsere Rückmeldungen, dass der Guddi Gutenberg in diesem Jahr als nicht so stark empfunden wurde – abgesehen vom starken Schluss natürlich. Sehr gut kam hingegen Lars Reichow an, sein Auftritt wurde von vielen – etwa auf Twitter – als herausragend gelobt.

6,37 Millionen sahen "Mainz bleibt Mainz" am Freitag
Viel Kritik am Medley der Mainzer Hofsänger – Foto: gik

Viel Kritik gab es bei den Mainzer Hofsängern: Das politische Medley vor dem Finale stieß teilweise auf völliges Unverständnis. „Tolle Sendung – aber was war denn mit den Mainzer Hofsängern los ?! Was war`n denn das für Texte ?!“, fragte eine Kommenatorin auf Mainz&.  „Die Hofsänger sollten nur die Stimmungslieder singen – alles andere war mehr als schlecht“, meinte ein anderer. Auch wir fanden: Nach dem starken Auftritt von Martin Heininger und Christian Schier fiel das Hofsänger-Medley in der Stimmung sehr stark ab.

Andreas Schmitt vom Sitzungsende gehetzt

Lob und Tadel gab’s hingegen für Andreas Schmitt: Toller Sitzungspräsident, hieß es, aber er „dürfte mehr Charme entwickeln“, meinte ein Mainz&-Leser. In der Tat hatten wir das Gefühl, dass dem Schmitt das Sitzungsende um 23.55 Uhr doch sehr im Nacken saß – schade. Denn wie meinte jemand so treffend: Ob das mit dem Skifahren nun ein paar Minuten später kommt, sei doch auch schon egal. Stimmt – die Sendung war sowieso aufgezeichnet…

Gut angenommen wurden übrigens auch die Angebot des SWR im Internet zu „Mainz bleibt Mainz“: Die Redaktion habe „eine Flut an Bildern“ erreicht, die die Stimmung vor den Fernsehern einfing – und das in allen Kontinenten. Auch auf Mainz& informierten sich mehrere Tausend Zuschauer noch während der Sendung über „Mainz bleibt Mainz“ – wir freuen uns sehr über diesen Erfolg!

 

2 KOMMENTARE

  1. Die beste Performance von Meenz bleibt Meenz die ich je sah.

    Gleich der Start mit Till absolut souverän alles überragend
    (womit die Leistungen der reinen „Feudenbringer“ keineswegs geschmälrt werden sollen !)

    Etwas verstörend jedoch für die Besucher der Symphonie Fastnachtique der Vortrag von Lars:
    Man kannte das alles schon …
    Doppelt genäht hält besser gilt eben nicht unbedingt für Pointen.

    Und einfach schööön die orientalischen Tänzerinnen ;-))

  2. Zur Kurzversion des „politischen“ Hofsängerparts;
    wer das diesjährige Programm in seiner vollen Länge gehört hat, kann über die Beschneidung der Darbietung in der Fernsehsitzung nur empört sein. Mit diesem Fragment kann der Sinn der Texte einfach nicht rüberkommen, das gilt auch für das Ballett der Gruppe Fantasy, hier wurde max. ein Drittel der eigentlichen Tanzdarbietung gezeigt.

    Das ärgert mich jedes Jahr, ein Thomas Gottschalk durfte jahrelang seine monatliche Sendungen überziehen, eine Ausstrahlung der Fernsehsitzung
    EINMALim JAHR! hingegen wegen Sportübertragungen beschnitten wird und sogar das Schlussbild einfach ausgeblendet wird, das ist eine Schande!

    Hier sollten sich die Sender überlegen, ob sie nicht einfach auf ein oder 2 Beiträge komplett verzichten, die verbleibenden dann aber in ganzer Länge zeigen.

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