Frau, war das eine spannende Wahl in diesem Jahr: Sechs spannende Weinfachfrauen standen am Freitagabend im Finale zur Wahl der Deutschen Weinkönigin 2014. Am Ende setzte sich eine souverän durch: Janina Huhn aus Bad Dürkheim in der Pfalz ist die 66. Deutsche Weinkönigin. Die charmante 24 Jahre alte Historikerin war einfach mit Abstand die beste am Abend der Wahlgala: Auftreten, Souveränität, scheinbar ohne jede Nervosität – Wahnsinn. Die als Mitfavoritin gehandelte Judith Dorst aus Rheinhessen wurde „nur“ Deutsche Weinprinzessin: Die 25 Jahre alte Winzerin aus Wörrstadt war einfach zu angespannt, wollte zu viel.

Deutsche Weinkönigin 2014 Janina Huhn - Foto: Torsten Silz/DWI
Die strahlende Siegerin: Janina Huhn ist Deutsche Weinkönigin 2014- Foto: Torsten Silz/DWI

Es war ein hoch spannendes Finale, wohl selten war die Dichte der Persönlichkeiten so groß wie in diesem Jahr. 13 Weinköniginnen aus den 13 deutschen Weinanbaugebieten treten traditionell zur Wahl an, sechs qualifizieren sich in einem Vorentscheid fürs Finale. In dem ging es dieses Mal vorwiegend um Auftreten und Charme – dass die Mädels alle moderne Weinfachfrauen sind, hatten sie ja schon bewiesen 😉

Im Finale mussten die Kandidatinnen unter anderem einen Wein im Glas erkennen und seinen Aromen zuordnen sowie eine Rede vor einer imaginären Gruppe ausländischer Gäste halten. Janina musste ihre Rede an eine fiktive Gruppe von britischen Weinfreunden halten, warb charmant für deutsche Weine – und baute ganz nebenbei noch geforderte Begriffe wie James Bond und Roll’s Royce ein. „Deutscher Riesling scheint sich ganz gut mit Fish & Chips zu vertragen, die sind ja sehr fettig, da kann ein bisschen Säure nicht schaden“, meinte Janina. Cool.

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„Es geht um Charme, Ausstrahlung, Kompetenz und Fachwissen“, sagte Moderator Holger Wienpahl zu Beginn des Abends, und damit hatte er einfach nur Recht. Vor einer 70-köpfigen Jury bestehen, vor einem Saal von 800 Leuten, dazu vor einem Fernsehpublikum live – so manche Stimme kam dabei ins Zittern. Und so präsentierte sich leider eben die exzellente Weinfachfrau Judith Dorst aus Rheinhessen zu angespannt, spielte ihre persönlichen Stärken nicht aus, wollte zu viel.

Majestätentrio Wahl Deutsche Weinkönigin 2014 - Foto: Torsten Silz/DWI
Majestätentrio Wahl Deutsche Weinkönigin 2014 – Foto: Torsten Silz/DWI

Die ehrgeizige Judith reagierte am Ende enttäuscht, aber gefasst. Wir können sie zumindest ein wenig trösten: In einem andere Jahr wär sie’s geworden. So aber drehten andere auf, die man gar nicht auf der Rechnung hatte: Kathrin Schnitzius, 22 Jahre junge Winzerin aus Kröv von der Mosel spielte sich mit einem souveränen und lebendigen Auftritt in die Herzen und eroberte so die Krone einer Deutschen Weinprinzessin. Voll cool.

Am Ende nämlich ging es nur noch um diese drei, und die mussten dann noch einmal eine Rede halten, diesmal über Vorbilder. Auch die beiden anderen hielten gute Reden, Janina aber nannte als Vorbilder diejenigen ihrer Freunde, die trotz schwerer Schicksalsschläge mit einem Lachen durchs Leben gehen. „Mit ihrer Stärke geben sie uns Kraft, etwas zu bewegen, sie geben Wegweiser und sie geben uns die Kraft, selbst ein Vorbild sein zu wollen“, sagte Janina. Wow.

Da waren die Würfel gefallen, die Wahl nur noch Formsache: Diese Weinkönigin wird mit ihrer Persönlichkeit und Souveränität eine wunderbare Botschafterin des deutschen Weins sein. In der Pfalz brennt jedenfalls jetzt die Hütte: „Jetzt wird gefeiert!“ sagte Janina.

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