Mainz& hatte ja in einer kleinen Serie allerlei Informationen zur Entwicklung der Mainzer Innenstadt zusammengetragen – nun will die Stadt Mainz von Euch wissen, wo die Entwicklung hingehen soll. Tatsächlich findet schon am heutigen Donnerstag um 18.00 Uhr ein öffentliches Forum statt, in dem die Stadt Eure Anregungen, Wünsche, Vorschläge und Ideen wissen will. Na, das lassen wir uns doch nicht zweimal sagen, oder?

Agenda 2030 für Mainz gesucht - heute Forum!
Quo vadis Mainz? – Foto:gik

Die Stadtverwaltung erarbeitet nämlich derzeit ein „Integriertes Entwicklungskonzept zur Zukunft der Mainzer Innenstadt“. In der Kurzfassung heißt das dann „IEK Innenstadt“ und soll „einen Handlungsrahmen zur strukturellen Entwicklung und städtebaulichen Gestaltung der Mainzer Innenstadt für die nächsten 10 bis 15 Jahre aufbauen“. Ist alles noch recht vage, umso wichtiger ist, da heute Nachmittag hinzukommen!

Agenda 2030 für Mainz gesucht

Gut daran ist: Die Stadt Mainz will einen Plan haben, wie sich die Innenstadt in den kommenden 15 Jahren entwickeln soll – eine Art Agenda 2030 für Mainz. Denn unsere Landeshauptstadt hat ein Luxusproblem: alle wollen hier wohnen. Verstehen wir zwar gut 😉 – bringt aber einige Probleme mit sich. Zum Beispiel das des Wohnraums: wo und wie kann neuer geschaffen werden? Was geschieht mit freien Grundstücken? Braucht Mainz ein Mega-Einkaufszentrum? Wie können neue bauliche Akzente gesetzt werden?

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Diesen Fragen will die Stadt nachgehen, und sie will dazu ihre Bürger hören. Zu den baulichen Akzenten hätten wir ja gleich auch einen Vorschlag: Rathaus abreißen! Und mit einem neuen Gebäude einen hochmodernen Akzent für Mainz und darüber hinaus setzen….

Agenda 2030 für Mainz gesucht - heute Forum!
Baustelle Mainz – wie wahr – Foto: gik

Planungsvorschläge & Prioritäten für künftiges Handeln

Das IEK soll jedenfalls „konkrete Planungsvorschläge und verbindliche Prioritäten für die spätere Umsetzung benennen“, und der Stadt einen „Handlungsrahmen zur strukturellen Entwicklung und städtebaulichen Gestaltung“ geben. Kurz gesagt: die Stadt will wissen, wohin es gehen soll, und sich dabei auf verbindlich festgelegte Richtlinien stützen. Anders gesagt: was im Rahmen der IEK erarbeitet wird, wird hinterher den Bürgern immer wieder vorgehalten nach dem Motto „Habt Ihr doch so gewollt!“ Ist also richtig wichtig die Sache!

Am heutigen Donnerstag, den 6. März 2014, findet ab 18.00 Uhr im Großen Saal des Kurfürstlichen Schlosses ein erstes öffentliches Forum „IEK Innenstadt“ statt. Dabei stellen Planungsbüros ihre erste Analyse vor – und dann sollen die Bürger „Stärken, Schwächen und Wünsche zur Entwicklung der Mainzer Innenstadt benennen.“ Wem das zu vage ist, dem geben die Macher des Prozesses Fragen als Leitfaden an die Hand:

  • Ich finde gut an der Mainzer Innenstadt…
  • Mich stört an der Mainzer Innenstadt…
  • An der Mainzer Innenstadt sollte verbessert werden…

Finden wir ja schon wieder sehr vage, aber sei’s drum – ihr könnt ja auch konkret werden, wir hätten da ein paar Vorschläge:

  • Wie soll das Mainzer Rathaus aussehen?
  • Wollt Ihr große Neubauten in der Innenstadt?
  • Sollen historische Gebäude wie der Osteiner Hof am Schillerplatz für städtische Ämter genutzt werden, auch wenn das teuer ist?
  • Was soll mit Baulücken etwa an der Rheinallee geschehen, oder mit der alten Neutorschule?
  • Wollt Ihr weitere Bauten, oder lieber mehr Grün in der Innenstadt?

Seine Ideen, Anregungen und Wünsche kann man übrigens auch noch bis zum 27. März per Email an iek@stadt.mainz.de schicken. Das Ganze ist Phase eins eines Fünf-Phasen-Modells. Wir sind gerade in der ersten Phase, wo Planungen, Projekte und Gutachte gesammelt werden und eine Positionsbestimmung zur Mainzer Innenstadt formuliert werden soll. Hier die fünf Phasen:

  1. 1. Phase: Positionsbestimmung
  2. 2. Phase: Leitlinien und Leitprojekte
  3. 3. Phase: Entwurf der Gesamtkonzeption
  4. 4. Phase: Räumliche Vertiefungen (nix anderes als Entwicklungsschwerpunkte)
  5. 5. Phase: Ausarbeitung der Gesamtkonzeption
Agenda 2030 für Mainz gesucht - heute Forum!
Schöner Shoppen auf der LU? – Foto: gik

Die Stadt hat sich für den gesamten Prozess nämlich Unterstützung geholt, und das Dortmunder Planungsbüro scheuvens + wachten beauftragt. Die Dortmunder wiederum lassen sich im Themenfeld Einzelhandel von der BBE Handelsberatung in Köln und im Themenfeld Verkehr durch das Büro Runge + Küchler aus Düsseldorf unterstützen.

Erste Positionsbestimmung durch Beratungsbüros

Die Büros sollen am heutigen Donnerstag ihre „ersten Sichten zur Positionsbestimmung vorstellen“, wie es in der Ankündigung heißt. Danach seid Ihr gefragt – also: kommt und nutzt das!! Wäre nicht das erste Mal, dass Mainz schlechte Erfahrungen mit Planungsbüros macht… Ich sage nur: Raumkanten am Gutenbergplatz…. Im Ergebnis war darunter dann Baum-Fällung zu verstehen, Ihr erinnert Euch sicher noch an Platanen-Killer Norbert 😉

Was dieses Mal unter den neuen Plänen zu verstehen ist – das lest Ihr hier auf Mainz&. Nähere Infos gibt es übrigens auf den Seiten der Stadt Mainz hier. Ist alles sehr technisch und bürokratisch formuliert – leider! Mainz& wird versuchen, das Prozedere konkret und anschaulich zu machen. Also, schaut vorbei!

Infos& aus Mainz&: 1. Forum zur Beteiligung der Mainzer Bürgerschaft am Integrierten Entwicklungskonzept der Mainzer Innenstadt: Donnerstag, 6. März, 18.00 Uhr im Kurfürstlichen Schloss in Mainz, Großer Saal. Eigene Ideen, Anregungen, Wünsche bis zum 27. März per Email an iek@stadt.mainz.de .

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