Die Diskussion um die Flüchtlinge und ihre Unterbringung will ja nicht abreißen, da meldet sich eine Initiative in Mainz mit einem positiven Aspekt zu Wort: Die Mainzer Charlie Crow Band gibt am Freitag, den 21. November ein Benefiz-Konzert für Mainzer Flüchtlinge. Das Besondere daran: Flüchtlinge in Mainz sind mit dabei, und sie werden Spezialitäten aus ihren Heimat-Küchen zubereiten.

Die Pressemitteilung kam am Dienstag aus dem Mainzer Rathaus, und sie verspricht einen Abend der Begegnung von Kulturen und Religionen untereinander. Die Idee dazu entstand Mitte des Jahres bei der Charlie Crow Band, die sich einer bluesigen Rockmusik verschrieben hat, und diese mit Einflüssen aus Jazz, Pop, Soul und Funk kombinieren. Jedenfalls beschreibt sich die Band selbst so, nachprüfen müsst Ihr das einfach selbst 😉

Flyer Benefiz Konzert Flüchtlinge Charlie Crow BandBassist Matthias Mletzko hat selbst einen Flüchtlingshintergrund, seine Mutter kam nach dem Zweiten Weltkrieg als Flüchtling in eine neue Heimat – Grund genug für den Musiker, sich nun selbst für Flüchtlinge einzusetzen. „Musik verbindet Menschen und Nationen“, heißt es bei der Band weiter, und so entstand in der Band zusammen mit Lena Danneberg-Mletzko die Idee zum Konzert.

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Mit dabei sind auch die Verbände, die in Mainz die Flüchtlinge betreuen: Die Stiftung Juvente, die Malteser sowie Ehrenamtliche von der Initiative „save me Mainz“. Auch auf deren Arbeit will die Band hinweisen, dazu aber natürlich auch auf die Schicksale der vielen Flüchtlinge. Auch der Mainzer Flüchtlingsrat unterstützt natürlich die Konzert-Idee. Und beim Konzert sind noch die beiden Musiker Reza Schreiter und Djawad Najasi mit klassischen orientalischen Schlag- und Saiteninstrumenten.

„Die Begegnung in der Musik zeigt deutlich, dass Kulturen kooperieren und sich vernetzen können“, kommentiert Behrouz Asadi, seit vielen Jahren Flüchtlingskoordinator bei den Maltesern in Mainz die Aktion. Es habe eine Sensibilisierung in der Bevölkerung stattgefunden, „die Flüchtlinge spüren die Akzeptanz und die Wärme nach dem Drama der Flucht“, sagt Asadi.

Das Konzert komme genau zum richtige Zeitpunkt, meint Mohamed Jabry von der Stiftung Juvente, denn im  Moment werde viel über die steigende Zahl der Flüchtlinge diskutiert, aber eben auch über die Herausforderungen für die Stadt, die Menschen und die Flüchtlinge selbst. „Dieses Konzert ist ein Signal an alle: Okay, wir versuchen es gemeinsam“, betont Jabry. Da helfen wir doch gerne mit 😉

Und wie sagte doch Jimi Hendrix mal: „You have to give people something to dream on“, es soll der Leitspruch des Konzerts werden. Oh ja, ohne Träume ist der Mensch nicht viel mehr als ein Roboter. Und gerade haben wir dieses neue Lied von Konstantin Wecker gefunden, wie passend…

Ich hab einen Traum, wir öffnen die Grenzen
und lassen alle herein,
alle die fliehen vor Hunger und Mord
und wir lassen keinen allein.

(…)

Ja wir teilen, und geben vom Überfluss
es geht uns doch viel zu gut
und was wir bekommen ist tausendmal mehr:
und es macht uns unendlich Mut.

Info& auf Mainz&: Benefizkonzert der Charlie Crow Band, Freitag, 21. November ab 18.30 Uhr im Liebfrauensaal, Franz-Liszt-Straße 1 in der Mainzer Neustadt. Eintritt: 5,- Euro, Spenden willkommen. Mehr Infos zur Charlie Crow Band findet Ihr hier.

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