Die Bedingungen waren perfekt: Ein voller Mond schien von einem klaren Himmel über Mainz, und so ließ sich heute in den frühen Morgenstunden ein faszinierendes Naturschauspiel gut beobachten. Eine Mondfinsternis bescherten die Himmelskörper, von 4.30 Uhr an konnte man beobachten, wie langsam ein Schatten von links am Mond knabberte. „Wolfsmond“ heißt die Winter-Mondfinsternis auch, Blutmond nennen sie viele. Grund ist schlicht eine Himmelskonstellation: Weil sich bei einer Mondfinsternis die Erde zwischen Sonne und Mond schiebt, verschwindet der Mond in unserem Schatten – und ist nur noch als rot leuchtender Schemen zu sehen.

Blutmond über Mainz - Mondfinsternis in den frühen Morgenstunden bot faszinierendes Schauspiel
Ein roter „Blutmond“ hing am frühen Montagmorgen am Himmel über Mainz – eine totale Mondfinsternis verdunkelte den Erdtrabanten. – Foto: gik

Im Sommer 2018 hatte zuletzt eine große Mondfinsternis halb Europa elektrisiert, nicht überall war das Himmelsschauspiel dann auch wirklich zu sehen gewesen. Anders dieses Mal in Mainz: Am frühen Montagmorgen schob sich der Mond gut sichtbar langsam in den Schatten der Erde. Doch auch dabei verschwand der Erdtrabant nicht vollständig, die schon im Erdschatten befindliche Seite leuchtete rot-orange, während eine schmale Sichel noch silbern schimmerte. Und so konnte man den Mond wahrhaftig wie einen Apfel am Himmel hängen sehen, eine unwirkliche Szene, die zugleich die ganze Tiefe des Erdalls sichtbar machte, Faszinierend.

Tatsächlich schob sich der Mond, wie vorhergesagt, um 5.41 Uhr ganz in den Kernschatten der Erde und verdunkelte sich dann fast komplett. Wer nicht wusste, dass dort oben ein Mond stand, musste ihn ziemlich suchen – der Mond nahm eine tiefdunkelrote Farbe an und war kaum noch zu erkennen. Gut eine Stunde sollte die Phase der totalen Verfinsterung den Vorhersagen zufolge anhalten, der Mond dann langsam aus dem Erdschatten wieder austreten. Wir gestehen: Das haben wir dann doch nicht mehr abgewartet – und sind ins warme Bett gesunken. Die nächste in Deutschland sichtbare Mondfinsternis wird erst Silvester 2028 erwartet.

- Werbung -
Werben auf Mainz&

Info& auf Mainz&: Für alle, die heute früh nicht selbst schauen und staunen konnten, kommt hier unsere Fotogalerie.

1 KOMMENTAR

HINTERLASSEN SIE EINEN KOMMENTAR

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein