Buchdrucker-Gautschen: Was für eine Gaudi! -- FOTOGALERIE--
Bottich bereit, Gautschen kann losgehen! – Foto: gik

–NEU: mit Schwur und Fotogalerie– Nass war es, das Wasser spritzte in alle Richtungen, und am Ende waren die Packer genauso nass wie die, die sie in den Bottich getunkt hatten: Das Buchdrucker-Gautschen 2014 war ein voller Erfolg. Satte 40 Täuflinge durchlebten die Taufe, mit der aus dem Buchdrucker-Lehrling ein Geselle wird. Auch im Bottich landete Bumtschack-Frontmann Sven Hieronymus und Karikaturist Klaus Wilinski.

Das Buchdrucker-Gautschen ist der erste große Höhepunkt der Mainzer Johannisnacht. Bei strahlendem Sonnenschein waren mehrere Hundert Menschen auf den unteren Domplatz gekommen, um der Gaudi zuzuschauen. Gautschmeister Harro Neuhardt absolvierte seinen ersten großen Auftritt als Gutenberg mit Bravour und würzte die Taufen mit deftigen Sprüchen. Eine Stunde dauerte es, bis die heutigen Mediengestalter und Drucker alle im Bottich gewesen waren.

Buchdrucker-Gautschen: Was für eine Gaudi! -- FOTOGALERIE--
Dusche vor dem Gautschen mit Dom – Foto: gik

Sicher war vor dem Bottich niemand: Auch einer der Trompeter musste ins kühle Nass, dazu ein Austauschlehrer aus Frankreich. Hoffentlich hatten sie den gut vorbereitet… Ehrengast beim Gautschen war aber niemand Anderes als Sven Hieronymus, Frontmann der Mainzer Kult-Band Se Bummtschacks. Hieronymus hatte sich die Ehre verdient, weil er im November 2012 gemeinsam mit den Kabarettisten Lars Reichow und Tobias Mann ein Benefizkonzert zugunsten des Gutenberg-Museums organisiert hatte, stolze 80.000 Euro kamen zusammen.

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„Nass“, lautete das Fazit des Sängers nach der Taufe, aber „klar fühle ich mich geehrt“, sagte er noch. Ein weiterer Ehrengast war einer, den viele Mainzer kennen und lieben: Klaus Wilinski, langjähriger Karikaturist der Mainzer Rhein-Zeitung und nun für die Allgemeine Zeitung tätig, hätte eigentlich schon 2013 getunkt werden sollen, eine Erkrankung verhinderte das.

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Trompeter nass im Bottich – Foto: gik

Neu aber war bei der Taufe, dass die Täuflinge alle zusammen einen Schwur leisten mussten. Das sei historisch verbürgt, versicherte Gautschmeister Neuhardt Mainz&, den Text habe er aber leicht abgewandelt.

Und das haben die Gegautschen geschworen:

„In Wahrung von Brauch und Sitte, habt Ihr nun mehr im Namen unseres Altmeisters Gutenberg die Buchdruckertaufe „ad posterium“ empfangen und seid damit für alle Zeit als ehrbahre Gesellen und Schwarzkünstler anerkannt. (…)Im Beisein der hier versammelten hochwohllöblichen Meister und Gesellen frage ich Euch: Wollt Ihr Euch stets solcher kollegialer Art befleissigen?Dann sprecht mir nach:
„Jawohl, wir wollen es!“
So ist der Schwur aus Eurer Kehle entronnen, mag nun der edle Saft aus diesem Glas in die Kehle rinnen.“

Jeder Gegautschte durfte sich nämlich anschließend mit einem Glas Wein trösten. Und weil es so schön war, dürft Ihr die schönsten Bilder jetzt noch in einer Fotogalerie genießen. Viel Spaß!

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