Die kleinen Weinläden werden bei den Deutschen immer beliebter: Die Deutschen kauften 2013 nämlich mehr Weine in den kleinen Einzaelhandels-Läden, und sie kauften dort mehr deutsche Weine. Die Zahlen kommen vom Deutschen Weininstitut (DWI), der Marketingorganisation der deutschen Winzer, und werden von der Gesellschaft für Konsumforschung erhoben. Und da stieg eben der Absatz von Wein in Läden unter 5.000 Quadratmetern im Vergleich zu 2012 um fünf Prozent an, der Umsatz sogar um acht Prozent. Die deutschen Weine legten in Menge und Wert in den Weinläden um 15 Prozent zu.

Deutsche kaufen mehr Wein in Weinläden
Qualität im Kühler: Weine von Kloster Eberbach Im Baiken – Foto: gik

Das ist eine gute Nachricht, heißt es doch, dass die Deutschen gezielter zu deutschen Weinen greifen – und das gerne in Läden mit Beratung tun. Der Löwenanteil von Wein wird in Deutschland nämlich in den Supermärkten umgesetzt. Und auch dort versuchten immer mehr Filialen, sich über ein gutes Weinsortiment zu profilieren, heißt es vom DWI.  74 Prozent aller Weine in Deutschland wurden in den großen SB-Warenhäusern (über 5.000 m²) und den Discountern verkauft. Dabei haben die Discounter einen unveränderten Marktanteil von 48 Prozent.

Erfreulich auch: der Durchschnittspreis für einen Liter Wein im gesamten Lebensmittelhandel stieg 2013 deutlich an auf 2,84 Euro. Das klingt zwar wenig, bezieht aber auch die großen Mengen Billigweine ein, die den Preis drücken. Der Durchschnittspreis stieg immerhin im Vergleich zu 2012 um zwölf Cent an, das entspricht einem Plus von 4,4 Prozent.

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Weinexporte in 137 Länder

Mehr Weine von Wert gingen übrigens auch beim Export über die Handelstheken: Deutschland exportierte 2013 rund 1,3 Millionen Hektoliter Wein im Wert von 334 Millionen Euro. Das waren in der Menge zwar ein Prozent weniger, dafür legte der Durchschnittspreis im Schnitt um fünf Prozent auf 2,58 Euro pro Liter zu. Und: Qualitätsweine machten drei Viertel der Exportmenge mit einem Durchschnittspreis von 2,83 Euro pro Liter aus.

Deutsche kaufen mehr Wein in Weinläden
Weinexporte in Weltregionen – Grafik: DWI

Die deutschen Weine werden übrigens in 137 Länder weltweit, ein Viertel unserer Exporte geht in die USA. Das DWI führt das auf den Boom der Rebsorte Riesling in den vergangenen Jahren zurück – zu Recht. Auch die skandinavischen Länder fragen immer mehr Wein aus Deutschland nach, vor allem Riesling. Skandinavien hat jetzt schon einen Anteil von 15 Prozent an unserem Exportumsatz.

Die Nummer zwei unserer Weinabnehmer sind aber die Niederlande. Zwölf Prozent der Exporterlöse im Nachbarland werden mit diversen Rebsortenweinen erzielt. Sie legten 2013 noch einmal um 14 Prozent zu. Das heißt: auch die Holländer schätzen zunehmend unser Qualitätsweine.

Die höchsten Durchschnittspreise erlösen die deutschen Weinexporteure übrigens in den asiatischen Märkten, allen voran Japan, China und Hongkong. Diese drei Länder haben zwar nur einen Anteil von 5,6 Prozent an der Weinausfuhrmenge, kommen aber wegen eines gemittelten Preises von 4,33 € pro Liter auf einen Anteil von über neun Prozent am Exportwert.

Mainz& findet: eine gute Entwicklung! Vor allem die mit den kleinen Weinläden. Aber lasst uns unsere Weine doch lieber selbst trinken 😉

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