Im Müllheizkraftwerk auf der Ingelheimer Aue hat es am Mittwochabend eine Explosion und einen Brand gegeben. „Wir wurden um kurz nach 21.00 Uhr durch die automatische Brandmelderanlage alarmiert“, sagte der Vizechef der Mainzer Feuerwehr, Björn Patzke, Mainz&. Das war um 1.00 Uhr – und da brannte es immer noch. Heftige Rauchentwicklung behinderte die Löscharbeiten, der Brand und der Rauch befanden sich aber im Gebäude. „Es ist nichts bekannt, dass der Rauch Wohngebiete beeinträchtigen würde“, sagte Patzke.

Explosion und Brand im Müllheizkraftwerk auf der Ingelheimer Aue
Das Müllheizkraftwerk auf der Ingelheimer Aue 2008 – Foto: gik

Der Brand brach im Müllbunker aus, offenbar in dem Bereich von Förderschiene oder Greifarm, also bei der Zuführung zum Brennofen. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot aus, rund 50 Einsatzkräfte der Feuerwachen 1 und 2 sowie von der Freiwilligen Feuerwehr waren im Einsatz. Und damit nicht genug: Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr Mombach, Bretzenheim und Drais hielten daraufhin die Stellung in den leeren Feuerwachen, „und halten sie noch“, betonte Patzke um kurz nach 1.00 Uhr. Respekt!

„Im Moment sind mehrere Trupps der Feuerwehr mit Atemschutz und Feuerspritzen dabei, den Brand zu löschen“, hieß es zur selben Uhrzeit: „Was da brannte, hat viel Rauch erzeugt.“ Was genau die Explosion ausgelöst hat, war aber noch unklar. In den Brennofen kommt alles,w as in der grauen Restmülltonne landet, und wenn da was drin ist, was eigentlich in den Sondermüll gehört…

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Tatsächlich spuckt das Internet bei den Stichworten „Müllbunker Ingelheimer Aue“ mehrere Brände aus: „Abfall fängt Feuer“ titelte am 26. Mai 2011 die Mainzer Rhein-Zeitung, damals hatte sich Abfall im Müllbunker entzündet. Auch am 9. Februar 2013 entzündete sich Müll im Müllbunker, auch damals war der Bunker „stark verraucht“, wie die Feuerwehr Mainz auf ihrer Homepage berichtete.

Von Gebäudeschäden war in diesem Fall nichts bekannt, die neueste Explosion könnte wohl ohne Sachschaden verlaufen sein, hieß es bei der Polizei. Auch von Personenschäden wusste die Feuerwehr nichts zu berichten – die Allgemeine Zeitung hatte von Kraftwerksmitarbeitern berichtet, die gerettet worden seien. Die Löscharbeiten würden noch mindestens eine Stunde dauern, sagte Patzke noch: „Müll hat eine nicht geringe Brandlast.“

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