Deutschland redet über den millionenfachen Datendiebstahl, da kommt schon wieder ein neuer Warnhinweis: Email-Betrüger verschicken derzeit unseriöse Emails wegen angeblicher offener Telefonrechnungen. Davor warnte am Mittwoch die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Absender sind bekannte Unternehmen wie die Telekom, das Unternehmen 1&1 oder Vodafone. Die wahren Absender sind aber laut Verbraucherzentrale Internetkriminelle.

Falsche Rechnung Vodafone
Falsche Telefonrechnung per Email, hier von Vodafone – Foto: gik

Das Perfide: Die Mails sehen täuschend echt aus, benutzen die Farben der Unternehmen, nennen angebliche Kundennummern. Die eigentliche Rechnung sei als pdf im Anhang versteckt heißt es – aber Achtung!! Bloß nicht den Anhang öffnen! Oft werde man dann automatisch auf die Seiten der unseriösen Mail-Absender weiter geleitet, die den Original-Internetseiten der echten Unternehmen täuschend ähnlich sähen, sagt die Verbraucherzentrale. Ein Klick auf den Link in der Mail könne zudem „den sofortigen Download einer Schadsoftware bewirken.“

Zweck der Phishing-Mails ist es – wie immer – Konto- und Zugangsdaten zum PC, aber auch Passwörter zu erschleichen. Was einen stuzig machen sollte: Auch Personen, die keine Kunden der jeweiligen Unternehmens sind, erhalten solche E-Mails – auch bei Mainz& kam eine solche Mail an.

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Wer so eine Rechnung erhalten hat, und sich nicht sicher ist, ob die echt ist oder nicht: einfach mit früheren Rechnungen abgleichen. In unserem Fall klingelten die Alarmglocken: bei dem Telefonanbieter haben wir gar kein Auto, äh keinen Anschluss 😉

Auch kann man sich auf den Internetseiten des jeweiligen Unternehmens über aktuelle Missbrauchsmeldungen und Hilfestellungen informieren oder sich telefonisch mit dem Kundencenter der Firma in Verbindung setzen, rät die Verbraucherzentrale. Betroffene sollten zudem auch ihre Kontoauszüge auf Unregelmäßigkeiten überprüfen. Ganz wichtig: Wer Opfer geworden ist, Strafanzeige bei der Polizei stellen!

Was die aktuelle Warnung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) angeht: Auf der Seite des BSIs gibt es einen Sicherheitstest, bei dem man überprüfen kann, ob die eigenen verwendeten E-Mail Adressen betroffen sind. Am Mittwochabend war der Server allerdings mal wieder wegen Überlastung nicht ansprechbar… Über Trojaner & Co informiert aber auch die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz  auf ihrer Homepage.

Also: lasst Euch keinen Bären aufbinden und keine Schadsoftware – bleibt wachsam!

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