… und mehr, das spült in die Mainzer Kassen jedes Jahr: die Fastnacht. Denn, klar, das närrische Treiben ist eine Herzenssache für die Mainzer, doch Rechnen konnten sie hier auch schon immer gut. Der Mainzer ist auch ein guter Kaufmann, und natürlich verdient die ganze Stadt an dem bunten Narrentreiben mit – die Fastnacht, sie ist auch ein gutes Geschäft.

40 Millionen Euro Umsatz pro Jahr, schätzten die Verantwortlichen des Mainzer Carneval-Vereins im Jahr 2011. Die Größenordnung dürfte geblieben sein, schließlich bleibt auch die Teilnehmerzahl jedes Jahr gleich: 500.000 Besucher lautet die Standardantwort des MCV in jedem Jahr auf die Frage: wieviele waren denn da?

Wirklich sagen kann das keiner, zu unübersichtlich die Menschenmengen, zu verstreut die Zuschauer, schließlich windet sich der Rosenmontagszug 7,2 Kilometer kreuz und quer durch die Stadt. Wer zählt die Narren, nennt die Namen? 40 Millionen Euro Umsatz...

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Der Rosenmontag ist sicher der stärkste Umsatztag, zumal ja auch im Zug selbst viele auswärtige Gruppen mitgehen. Allerdings wird hier das Geld vorwiegend mit Getränken, Essen und Eintritten in Gaststätten gemacht. Nicht unwichtig ist nämlich auch die Zeit davor: Zwischen dem 1. Januar und Aschermittwoch gibt es in Mainz rund 200 „Prunksitzungen“, Maskenbälle und sonstige Saalveranstaltungen, an denen immerhin auch noch einmal rund 100 000 Besucher teilnehmen sollen. In diesem Jahr, mit der langen Kampagne bis zum 3. März können das auch noch ein paar mehr sein…

2011 kostete eine Eintrittskarte im Schnitt 25 Euro, für den gesamten Abend gibt jeder Besucher im Schnitt 50 Euro aus, hat der MCV errechnet. Damit werden allein durch die Saalfastnacht Einnahmen von rund 7,5 Millionen Euro generiert.

40 Millionen Euro Umsatz...Zur Straßenfastnacht kommen an den tollen Tagen schätzungsweise rund 900.000 Narren nach Mainz. Denn nicht nur der Rosenmontagszug lockt, auch die Stadtteilumzüge, die Parade auf der LU und der Kindermaskenzug ziehen Zuschauer an. Die geben im Schnitt jeder 35 Euro pro Tag aus, damit werden durch die Straßenfastnacht rund 31,5 Millionen Euro an Einnahmen verbucht.

Und natürlich ist auch für die Hotels der Stadt Fastnacht wie ein Sechser im Lotto: die Fastnacht sorgt allein für rund 10 000 Übernachtungen. Bei einem durchschnittlichen Zimmerpreis von 120 Euro werden hier Einnahmen von etwa 1,2 Millionen Euro generiert.

Einen Haken hat die gute Statistik dann aber doch noch: dauerhafte Jobs werden durch die Fastnacht in der Regel keine geschaffen. Bei den Vereinen sind in der Regel ehrenamtliche Helfer aktiv, auch die Gastronomie verstärkt ihr Personal durch temporäre Helfer.

Na dann: Mögen die Kassen klingeln!

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