Na, habt Ihr Samstagabend schon was vor? Und wenn Nein: Lust auf Kultur in Überraschungsformat? Dann seid Ihr genau richtig bei der Faust-Medley-Party im Mainzer Staatstheater! Da gilt nämlich am Samstagabend um 22.00 Uhr: cool rumstehen, Drinks genießen – und immer mal wieder von Flashmobs überrascht werden. Klingt skurril? Dürfte es auch werden. Denn während der Party finden mitten zwischen den Besuchern Flashmobs statt, die von Goethes „Faust“ inspiriert wuden.

„Träum weiter“ heißt passenderweise die Reihe des Mainzer Staatstheaters, die von den Theatermachern selbst als eine Art ausgefallene Musiktheater-Extras bezeichnet wird. Die Musik- und Gesprächsreihe ergebe sich aus Themen und Produktionen der laufenden Spielzeit, sozusagen die Fortsetzung des Theaterspiels mit anderen Mitteln. Es entsteht „eine offene Form des Austauschs zwischen Publikum und Ensemble, ein gemeinsamer Raum für Klänge, Dialoge und Träume“, heißt es im Programm.

Das Deck 3 des Mainzer Staatstheaters mit Blick auf den Dom - Foto Staastheater MainzDeck 3 als große Spielbühne

Unterstützt wird das durch den Veranstaltungsraum: Der Deckel auf dem Staatstheater, die große Glasschüssel, die schon Fernsehstudio, Gourmet-Restaurant und Party-Location war. Heute heißt das oberste Stockwerk des Theaters „Deck 3“, und wird vom Staatstheater als Spielstätte für Ungewöhnliches, für Kammerspiele, und für Konzerte genutzt – wie das „Kassettendeck“, bei dem studentische Bands dort oben auftreten.

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Flashmobs bei Karstadt, Einwohnermeldeamt, Brand

Die Faust-Medley-Party wiederum entstand aus der Idee der Regie- Assistentin im Musiktheater, Kai Anne Schuhmacher. Unter ihrer Leitung fanden zwischen Oktober 2013 und Dezember 2013 eine Reihe von Faust-Flashmobs mitten in Mainz statt: bei Karstadt etwa, auf dem Einwohnermeldeamt und am Einkaufszentrum Brand. Da schmetterte mitten in der Schmuckabteilung auf einmal ein weiß gekleidete Dame eine Arie, verführt von einem schwarz gekleideten Mann….

Gegeben wurde in den Mini-Auftritten Szenen aus verschiedenen Faust-Vertonungen. Besonders im 19. Jahrhundert war es nämlich beliebt, aus Szenen des Faust – etwa der Gretchen-Szene – ein Lied, eine Arie, ein Klavierstück zu machen. Aus dieser Vielfalt sei dann die Idee zum Faust-Medley entstanden, heißt es weiter. Und aus diesen Flashmob-Szenen gibt es jetzt quasi ein Best-of-Faust-Flashmobs. Und, so versprechen es die Macher, es dürfe am Abend auch teuflisch abgetanzt werden…

Faust-Medley-Party im Mainzer Staatstheater, Start: 22.00 Uhr, auf Deck 3, Eintritt ist frei! Einlasskarten sind zwar erforderlich, werden aber nicht ausgehen, versprach man Mainz&. Na dann: viel Spaß!

Wer noch mehr Faust will: Im Staatstheater-Schauspiel läuft derzeit ein „Urfaust“, der möglicherweise aber nicht jedermanns Sache ist – da mischt sich Mainz& gar nicht ein 😉 Am 20. Februar gibt es dann zum letzten Mal „Mefistofele“, die Oper von Arrigo Boito, deren Inszenierungen von den Kritikern als „hochgradig sehenswert“ gelobt wurde.

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