Auch der Wiesbadener Oberbürgermeister Sven Gerich (SPD) hat sich auf Anfrage von Mainz& zur Fällung der Lesselallee geäußert. Mainz& hatte am Dienstag gefragt, warum der OB nicht den Appellen gefolgt sei, das Bürgerbegehren abzuwarten. Gerich schrieb dazu Mainz& am Dienstag – und zwar sehr prompt -: „Ich wurde vom zuständigen Fachdezernenten am gestrigen Abend darüber informiert, dass heute Morgen mit den Fällarbeiten an der Lesselallee begonnen werden soll. Dr. Franz hat mir versichert, dass dem rechtlich nichts entgegensteht, nachdem die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald ihre Klage beim VGH in Kassel zurückgezogen hat.“

Damit ist klar, dass Gerich von dem neuen Verfahren am Verwaltungsgericht Wiesbaden nichts wusste. Auf Nachfrage teilte die Pressestelle mit, der Widerspruch gegen die Fällgenehmigung sei „gestern Abend im Umweltamt eingegangen und dort erst heute früh gesichtet worden.“ Gerich habe deshalb nichts davon wissen können.

Im Übrigen aber macht der OB klar, dass sein Dezernent freie Hand hat: „Der Diskussionsprozess geht nun schon einige Zeit und das Parlament hat noch in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, dass einer Neupflanzung nichts entgegen steht. Das heißt, neben Ortsbeirat und Fachverwaltung hat die Stadtverordnetenversammlung neben dem fachlichen auch ein politisches Votum für die Neugestaltung der Allee abgegeben. Damit kann der zuständige Dezernent nach seinem Ermessen vorgehen.“

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Zur Frage von Bürgerbeteiligung und dem akuten Bürgerbegehren sagte Gerich leider nichts. Wir bedanken uns aber ausdrücklich für die prompte und persönliche Antwort!

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