Gestern Nacht kurz nach Mitternacht wurde alles, was rechts oder links in Rheinnähe in Mainz wohnte, von anhaltendem Hubschrauberlärm aus dem Schlaf oder dem gemütlichen Samstagabend gerissen: Bestimmt eine halbe Stunde lang kreiste ein Hubschrauber über dem Rhein. Und natürlich wollte Mainz& wissen, warum. Nun es war – schon wieder – ein Schwimmer im Rhein….

Hubschrauber fahndete nach Schwimmer im Rhein - erfolglos
Wir sagen’s jetzt noch mal: Der Rhein ist KEIN Schwimmbad! – Foto: gik

Eine Anwohnerin hatte gegen Mitternacht bei den Rettungsstellen gemeldet, da sei ein Mann im Rhein. Der war offenbar bei der Nato-Rampe in Laubenheim zum Abkühlen ins Wasser gegangen. Daraufhin lief das vorgeschriebene Wasser-Rettungskonzept an, was bedeutet: Feuerwehr, Polizei, Wasserschutzpolizei – und eben der Polizeihubschrauber. Gefunden wurde indes – nichts. Wahrscheinlich war der Mann nach kurzer Strecke wieder ans Ufer gegangen – Glück gehabt.

Denn gerade jetzt beim Hochwasser am Rhein wird der Strom noch einmal so schnell und reißend. „Da hat man ruckzuck die Weisenauer Brücke erreicht“, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag Mainz&: „Die Strömung reißt einen jetzt doppelt schnell mit – der Rhein ist nun mal gefährlich!“ Wohl war. Und eigentlich nicht zu verstehen, dass das offenbar nicht zu verstehen ist 😉

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Aber, liebe Leute, wenn Ihr schon nicht an die Gefahr für Euer Leben denkt – dann denkt doch bitte an die Anwohner! Denn der Hubschrauber war wirklich unglaublich laut, und es muss doch nicht sein, dass für wenige Minuten Nass halb Mainz aus dem Schlaf gerissen wird, oder? Denn immer wenn ein Mensch im Rhein gesichtete wird, läuft das komplette Rettungsprogramm an! Vielleicht hilft ja Rücksichtnahme 😉 Und eine Dusche tut’s doch auch…

1 KOMMENTAR

  1. Gestern nacht vom Hubschrauber wach geworden. Besser gesagt hochgeschreckt. Wenn es um Lebensrettung selbstverständlich notwendig. Aber wenn es (wieder) nur ein Spaßbad war, ärgert mich auch das: denkt doch mal daran, dass alle Kräfte die da unterwegs sind plus die Passanten und Anwohner immer fürchten müssen, da kommt vielleicht irgendwo eine Leiche angeschwommen. Ja, wir machen uns Sorgen!

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