Am 11.11. feiern ja nicht nur die Narren Fastnacht, die Katholiken gedenken auch eines wichtigen Heiligen: der heilige Martin, Bischof von Tours und Namenspatron des Mainzer Doms. Vor genau 1.700 Jahren wurde Martinus geboren, berühmt wurde er durch die Legende, nach der er seinen Mantel in einer bitterkalten Nacht mit einem Bettler teilte. Seither gilt St. Martin als Heiliger der Barmherzigkeit und Mitmenschlichkeit – und bekommt damit in diesen Zeiten eine ganz neue Aktualität. Das Bistum Mainz gedenkt denn auch mit einer Reihe von Veranstaltungen des Heiligen, durch Mainz ziehen schon seit Tagen viele Martinsumzüge, bei denen mit bunten Laternen Licht gegen die Dunkelheit gesetzt wird. Und die Martinusschule wird zur größten Martinslaterne der Welt.

In finsteren Zeiten braucht es leuchtende Menschen: Martinsumzüge und Feiern in Mainz
Martinslaternen vor dem Mainzer Dom. Kerstin Weber twitterte dieses tolle Bild, vielen Dank!

Martin wurde um das Jahr 316 in der Stadt Savbrina geboren, die heute in Ungarn liegt. Der Sohn eines römischen Tribuns trat in die Armee ein, ließ sich aber im Alter von 18 Jahren taufen, quittierte seinen Dienst und wurde Missionar. Die epochale Wende im Leben des Martinus hat übrigens viel mit unserer Region zu tun: Es war in Worms, dass der Tribun seinen Militärdienst quittierte. Seit 371 war er Bischof von Tours, er starb am 8. November 397 auf einer Seelsorgereise. Der Kult um den heiligen Martin breitete sich rasch aus, Martin war übrigens einer der ersten Nichtmärtyrer, der als Heiliger verehrt wurde.

Am 11. November und meist auch am Vorabend erinnern deshalb Laternenumzüge mit Pferd und einem „Sankt Martin“ an den Heiligen und seine Barmherzigkeit. Die Botschaft ist jedenfalls aktueller denn je: „In einer Welt mit so manch dunkler Gestalt braucht es leuchtende Menschen“, twitterte die katholische Kirchengemeinde von Heppenheim gerade. Das Bistum Mainz erinnert mit mehr als einem Dutzend Veranstaltungen an „seinen“ Heiligen. Und der am 3. September im ungarischen Szombathely eröffnete neue Martinsweg, die „Via sancti martini“, führt auch durch Mainz, die Wegführung ist gerade in der Umsetzung. Das gelbe Martinskreuz und der „Pas de St. Martin“, der Fußabdruck des heiligen Martin, sollen die Pilger leiten.

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In finsteren Zeiten braucht es leuchtende Menschen: Martinsumzüge und Feiern in Mainz
Martinsleuchten in der Martinusschule in der Weißliliengasse in Mainz – Viedeo: Bistum Mainz

Am 11.11. dann findet um 12.15 Uhr eine Eucharistiefeier im Mainzer Dom statt, um 18.00 Uhr beginnt das Martinsspiel der Dompfarrei mit anschließendem Martinsumzug in der Innenstadt.Es ist wahrlich nicht der einzige: Schon seit dem 5. November ziehen Laternenumzüge der verschiedenen Stadtteile und Kitas durch Mainz, mehr als 50 hat die Stadt Mainz aufgelistet. Gut 20 davon ziehen am 10. November, dem Vorabend des Martinsfestes durch die Gassen, alle starten zwischen 17.00 Uhr und 18.00 Uhr – Ihr könnt also noch hin. 😉

Die Martinus-Schule in der Weißliliengasse wird zudem in diesen Tagen zur größten Martinslaterne der Welt: Aus Dutzenden Fenstern der ganzen Schule leuchtet die Geschichte des Heiligen in bunten Farben. Das traditionelle Martinsleuchten geht noch bis zum Montag, 14. November, täglich von 18.00 bis 21.00 Uhr.

Info& auf Mainz&: Welcher Martinumszug wann wo stattfindet, könnt Ihr der Liste der Stadt Mainz entnehmen, die Ihr hier findet. Ein tolles Video zum Martinsleuchten an der Martinsschule findet Ihr hier bei Facebook. Mehr zum Heiligen Martin hier beim Bistum Mainz.

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