Einmal werden wir noch wach…. ach, das ist ja das falsche Fest, aber sagen wir mal so: In Mainz ist die Vorfreude genauso groß. Mindestens 😉 Nach zwei Monaten Fastnacht in den Sälen, werden die Narren jetzt endlich uff die Gass‘ gelassen! Am Donnerstag beginnt mit der Altweiberfastnacht die Riege der großen Freiluftfeste. Und dafür haben sich die Verantwortlichen – in Mainz der Mainzer Carnevals-Verein (MCV) – wieder einiges an Neuerungen ausgedacht. Da laden die Schwellköppe zum Fototermin, gibt es ein kleines Guggemusik-Festival – und auf dem Tritonplatz lockt eine „Mainzer Alm“ zum Feiern. Aber der Reihe nach.

Der Reigen beginnt mit der Altweiberfastnacht am Donnerstag, 27. Februar. Am Fastnachtsbrunnen auf dem Schillerplatz wird um 11.11 Uhr das Treiben der Frauen eröffnet. Um 16.11 Uhr steigt dann im Narrenzirkus auf der LU die auch schon traditionelle „Weiberparty“. Der Narrenzirkus ist übrigens ein großes weißes Partyzelt auf der Ludwigsstraße in Höhe Deutsche Bank/Karstadt, in dem an allen närrichen Tagen quasi rund um die Uhr Partymusik läuft.

Almhütte, Guggemusik und Umzüge - jetzt geht die Straßenfastnacht los!
Jetzt geht’s los! Guggemusiker mit Posaune – Foto: gik

Fastnachtsfreitag: Neue „Hüttengaudi“

Am Fastnachtsfreitag wird ebenfalls im Narrenzirkus auf der LU die „Hüttengaudi“ gestartet. Das passt zur jüngsten Neuerung des MCV, der „Mainzer Alm“. Die steht ab Donnerstag auf dem Tritonplatz, das ist der kleine Platz zwischen der Staatstheater-Rückseite und dem Kleinen Haus. Dort soll ein richtiges kleines Almdorf mit Hütte, Glockenturm und Alm-Bar entstehen. Und natürlich werden jeden Tag Party-DJ´s für Stimmung sorgen, unter dem Motto „Die närrische Alm ruft“. Das Almzelt soll 160 Sitzplätze haben, deshalb empfiehlt der MCV, Plätze zu reservieren. Die Infos dazu gibt’s hier.

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Warum Mainz jetzt ausgerechnet eine Art Apré-Ski-Party für Flachländer braucht, haben wir bei Mainz& noch nicht verstanden….Von Seiten des MCV hieß es dazu am Dienstag, man habe bewusst das Angebot erweitert, damit die Gäste ihre „Nische“ fänden. Wir gehen für Euch gucken und berichten. Und gucken am Fastnachtsfreitag natürlich die Fernsehsitzung „Mainz bleibt Mainz“!

Fastnachtssamstag: Jugendmaskenzug

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Jugensmaskenzug Mainz – Foto: gik

Traditionell geht es dann auch am Fastnachtssamstag weiter: Um 14.11 Uhr setzt sich von der Neustadt aus der Jugendmaskenzug in Bewegung. Der Umzug der Mainzer Kinder und Jugendlichen hat seit dieser Kampagne eine eigene Website, da die städtische Gesellschaft Mainzplus CityMarketing jetzt die Regie für den Zug übernommen hat. Das ist auch gut so, drohte dem größten Kinder- und Jugendlmaskenzugs Europas doch 2013 das Aus. Nun ist der kleine Lindwurm gerettet, und darf am 1. März auf seine Reise durch die Stadt gehen.

Rund 3.000 Teilnehmer soll der Jugendmaskenzug haben, traditionell haben die Schulen und Kindergärten wieder fantasievolle Kostüme gebastelt, mit denen sie um einen Preis im Maskenwettbewerb wetteifern. Das Motto 2014 ist üppig lang und lautet: „Fußball-WM am Zuckerhut/ mit Samba-Rhythmen dess wird gut!/ Die Määnzer Jugend – die macht mit/ als super Fans im Sambaschritt.“ Da sind wir mal auf die Kostüme gespannt.

Treffen der Meenzer Schwellköppe

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Schwellkopp-Quartett – Foto: gik

Im Anschluss an den Jugendmaskenzug gibt es die traditionelle Vereidigung der Rekruten auf der LU – und eine Neuerung: Am Höfchen laden die Meenzer Schwellköppe erstmals zu einem Fototermin. Das ist tatsächlich was Besonderes, sieht man sonst die 30 übergroßen Masken nie gemeinsam auf einer Stelle. Beim Rosenmontagszug gehen die Figuren nämlich zum Teil vorneweg, zum Teil hintendran. Mainz& hat für Euch schon mal ein paar Schwellköppe eingefangen 😉

Die Schwellköppe zeigen übrigens liebevoll geformte Mainzer Originale, am berühmtesten sind wohl die „Bawett“, der „Fleebutz“ oder es „Karlche“. Zu jeder Figur gibt es übrigens auch eine Geschichte, aber das erzählen wir Euch nächstes Jahr 😉 Also: Geht zum Familientreffen der Schwellköppe am Fastnachtssamstag auf der LU!

Umzüge in den Stadtteilen

An den närrischen Tagen gibt es übrigens nicht nur in der Mainzer Innenstadt Umzüge, die Mainzer Stadtteile feiern ebenfalls. Bereits am Fastnachtsfreitag rollt ein Umzug durch Mainz-Hechtsheim, Gonsenheim ist am Samstag dran. Am gleichen Tag rollt auch ein Narrenzug durch die rechtsrheinischen Orte Kastel und Kostheim, der AKK-Umzug, Am Sonntag laden die Finther zum „Finther Zug der Lebensfreude“, parallel dazu rollt auch durch Mainz-Bretzenheim ein Fastnachtszug. Am Fastnachtsdienstag setzen dann ein kleiner Umzug in Drais sowie der berühmte „Schissmelle-Zug“ in Mombach den Schlusspunkt.

Fastnachtssonntag: „Tanz auf der LU“

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Tanz auf der LU Wagen mit Dom – Foto: gik

Aber da sind ja noch die großen Events: Am Fastnachtssonntag trifft man sich in Mainz traditionell zum „Tanz auf der LU“. Dabei wird nicht unbedingt getanzt, sondern eher flaniert, geguckt und gebabbelt. Denn am Fastnachtssonntag stellt der MCV auf der LU ab 12.33 Uhr die Motivwagen aus, damit sich die Mainzer in aller Ruhe die dreidimensionalen Karikaturen angucken können. Dass sich das in diesem Jahr unbedingt lohnt, lest Ihr hier.

Zuvor, um 11.11 Uhr gibt es noch die Parade der närrischen Garden, ab 12.33 Uhr gibt’s am Fastnachtsbrunnen Live-Musik, unter anderem mit Thomas Neger. Ab 17.00 Uhr soll es dieses Jahr ein kleines Guggemusik-Festival geben. Die wilden Musik-Gruppen werden ja immer beliebter, ihre Rhythmen sind Garant für zuckende Füße und wippende Köpfe. In diesem Jahr wird es drei Gruppen geben, die nacheinander – aber gemeinsam – die närrischen Plätze in der Innenstadt ansteuern. Also, haltet die Augen und Ohren auf!

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Getümmel auf dem Mainzer Markt am Rosenmontag – Foto gik

Rosenmontag – Helau!

Zum Rosenmontag gibt es vor allem eines zu sagen: „Ewwe kimmt der Zuch!“ Auf Hochdeutsch: „Da kommt gerade der Zug!“ Ab 11.11 Uhr ist in Mainz Ausnahmezustand, 9.300 Narren gehen auf die Reise, und für die nächsten Stunden dreht sich alles rund um Garden, Wagen, Bonbons und Wurfgeschosse. Mehr zum 113. Mainzer Rosenmontagszug lest Ihr bei Mainz& – hier und hier.

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Rosenmondnacht-Bühne von RPR1 am Dom – Foto: gik

Nach dem Zug geht die Party erst richtig los, zwischen Schillerplatz und Dom gibt es dafür zwei Partybühnen: Ein Narrentor am Fastnachtsbrunnen, und eines am Höfchen. Zwischen den beiden riesigen Toren werden sich am Montagabend die Massen schieben, und feiern, feiern, feiern.

Fastnachtsdienstag: Kappenfahrt!

Der Fastnachsdienstag dürfte bei Vielen der Tag zum Auskurieren und Ausschlafen sein 😉 Trotzdem lohnt es sich, aus dem Bett zu kriechen: Um 15.11 Uhr rollte die Kappenfahrt durch Mainz, eine Kolonne von Cabrio-Oldtimern, von denen aus die närrischen Größen von Garden und Vereinen unters Volk bringen, was vom Rosenmontagszug übrig ist. Und das ist nicht wenig… Bei der Kappenfahrt hagelt es immer Süßes und was sonst alles so geworfen wird.

Apropos Süßes: Der Bereich zwischen der Alten Universität und dem Höfchen wird in diesem Jahr zur „Süßen Meile“ erklärt, und damit zum „Paradies für Süßes, Saures und Warmes“, wie die Stadt Mainz verspricht. Na, dann 😉

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Geldbeutelwäscher am Fastnachtsbrunnen – Foto: gik

Am Abend des Fastnachtsdienstag wird übrigens in vielen Kneipen die Fastnacht „beerdigt“, am Aschermittwoch war es einmal Brauch, seinen leeren Geldbeutel am Rhein zu waschen. Daran erinnert noch heute der kleine Geldbeutel-Wäscher, der ganz unten am Fastnachtsbrunnen direkt am Wasser sitzt. Schaut mal hin!

Und jetzt natürlich Euch allen eine großartige Straßenfastnacht und ein dreifach donnerndes Helau – Helau -Helau!

 

 

 

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