Euer Geist darbt nach Akademischem und Anspruchsvollem? Dann sind die Veranstaltungen der Stiftungsprofessur der Johannes Gutenberg-Universität genau das Richtige für Euch. Seit 15 Jahren wird die Stiftungsprofessur an herausragende Wissenschaftler und Persönlichkeiten von internationalem Renommee vergeben. Die daraus entstehenden Vorlesungsreihen kann jeder besuchen.

Dieses Jahr haben Aleida Assmann, Literaturwissenschaftlerin, und Jan Assmann, Ägyptologe, die Stiftungsproffesur inne. Gemeinsam haben sie den Begriff „Kulturelles Gedächtnis“ geprägt und definiert. Mit diesem Begriff haben sie die Verbindung von Kultur und Gedächtnis systematisch und theoretisch aufgezeigt, und dadurch ein neues interdisziplinäres Forschungsfeld geschaffen.

„Erinnern und Vergessen – Zur Konstruktion von Vergangenheitshorizonten“

Unter dem Titel: „Erinnern und Vergessen – Zur Konstruktion von Vergangenheitshorizonten“, beschäftigen sich die Stiftungsprofessoren dieses Sommersemester gemeinsam mit international bekannten Gastrednern, aus den Bereichen Neurobiologie, Literatur und Geschichte, mit Konzepten der kulturwissenschaftlichen Gedächtnisforschung.

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Aleida und Jan Assmann sagen, dass sich unsere Zeitorientierung seit den 1980er-Jahren maßgeblich verändert hat. Da unsere Zukunft immer mehr von Sorge und Vorsorge geprägt sei, verändere dies auch unsere Wahrnehmung der Vergangenheit. Die beiden wollen die Dynamik und Zusammenhänge zwischen Gewesenem, und Kommenden aufzeigen. Dabei beschäftigen sie sich auch mit der Rolle der Medien und anderen Akteuren, die unser kulturelles Gedächtnis beeinflussen.

Der Vorsitzende der Stiftung Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur, Andreas Cesana sagt dazu: „Sie werden die Konstruktion von Vergangenheitshorizonten aufzeigen, die dasjenige sind, was unserem Tun und Erleben Sinn, also Zusammenhang, Richtung und moralische Bedeutung verleiht.“ Leider sind die ersten Vorlesungen schon vorbei, bis zum 30. Juni gibt es aber noch sieben Weitere. Wir haben sie hier für Euch aufgelistet.

Die Termine im Überblick

Dienstag, 12. Mai:
„Die globale Revolution der Zeitregime im 19. Jahrhundert“: Gastredner ist Sebastian Conrad. Er ist Professor für Geschichte im Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin

Dienstag, 19. Mai:
„Die verwandelnde Kraft der Erinnerung“: Gehalten wird diese Vorlesung von Aleida Assmann.

Dienstag, 2. Juni:
„Die nassen Ränder seiner sowjetischen Hosenbeine“ – Eingangsbilder ins Erzählen vergangener Zeit: Hier handelt es sich um eine Lesung mit Gespräch. Gastredner ist Lutz Seiler, Schriftsteller aus Wilhelmshorst bei Berlin und Stockholm.

Dienstag, 9. Juni:
„Ägypten im europäischen Vergangenheitshorizont“: Jan Assmann wird diese Vorlesung halten.

Dienstag, 16. Juni:
„Die neuronalen Grundlagen des Gedächtnisses“: Gastrednerin ist Hannah Monyer, ärztliche Direktorin der Abteilung Klinische Neurobiologie am Universitätsklinikum Heidelberg.

Dienstag, 23. Juni:
„Die Sünden der Väter“: Geschichtsschreibung im Schatten der Katastrophe. Jan Assmann wird diese Vorlesung halten.

Dienstag, 30. Juni:
„Formen des Vergessens“: Die Abschlussveranstaltung wird von Aleida Assmann gehalten.

Ort und Zeit: Die Veranstaltungen finden immer um 18.15 Uhr im Hörsaal RW 1 im Haus Recht und Wirtschaft statt. Dieses findet Ihr im Jakob-Welder-Weg 9 auf dem Uni-Campus.

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