Der Künstlermarkt ist eines der Highlights der Johannisnacht, rund 300 Stände bieten jedes Jahr Kreatives aus Handwerk und Künstlerwerkstätten. Ein Fest für die Augen, eine Versuchung für den Geldbeutel… Doch offenbar ist der Künstlermarkt nicht nur für Kunden eine Versuchung: An mehreren Ständen wurde bei der Johannisnacht in der Nacht vom Samstag auf Sonntag eingebrochen. Die Händler fordern nun mehr Sicherheit.

„Eine Nachtwache muss her“, sagte ein Standbetreiber Mainz& am Sonntagmittag. Die Nacht zuvor seien mehrere Stände aufgebrochen worden, einiges an Waren sei dabei verschwunden. Und das sei nicht zum ersten Mal der Fall, sagte der Mann, der seinen Namen lieber nicht geschrieben sehen wollte: „Samstags passiert immer was.“ Es sei völlig unverständlich, warum es in Mainz keine Nachtwache gebe, in anderen Städten wie etwa Frankfurt sei das selbstverständlich.

Tatsächlich bestätigte die Polizei in dürren Worten, mehrere Verkaufsstände auf dem Markt seien von bislang unbekannten Tätern gewaltsam geöffnet und Waren entwendet worden. Auch sei auf dem Gutenbergplatz an zwei Fahrgeschäften jeweils das Kassenhäuschen aufgebrochen und Bargeld gestohlen worden. Der Schaden belaufe sich insgesamt auf etwa 2.800,- Euro.

- Werbung -
Werben auf Mainz&

Nach Informationen von Mainz& waren auf dem Künstlermarkt vor allem Stände betroffen, die am Anfang des Marktes und damit in der Nähe zum Rummelplatz standen. Ob es hier einen Zusammenhang zu angetrunkenen Nachtschwärmern gibt? Die zumindest wären durch einen Wachdienst sicher abzuschrecken, meint Mainz&.

Auch sonst sahen nicht alle Standbetreiber den Markt rosig: „Es fehlen Toiletten“, monierte ein Standbetreiber, das stille Örtchen am Ende des Marktes an der Kaiserstraße sei viel zu weit weg. Die Toiletten müssten öfter gereinigt werden, forderte ein andere Standbetreiber: Die Toilette im Parkhaus an der Rheingoldhalle sei schon nach einem Tag völlig unbenutzbar gewesen. „Das ist eine Schande für die Stadt“, schimpfte ein Standbetreiber.

Schade, findet Mainz&: der Künstlermarkt ist so ein Aushängeschild, da sollte die Stadt mehr tun, um die Händler zufrieden zu stellen. Sonst kommen die nämlich nicht mehr… Und das ist jetzt nicht so dahergesagt: Ein Lieblingsstand von Mainz& mit edlen Taschen und Portemonnaies kommt seit einigen Jahren nicht mehr nach Mainz 🙁

Der Grund vermutlich: der Sand auf der Rheinpromenade. Da können edle Sachen schon Schaden erleiden. Das Problem zu lösen dürfte allerdings eher schwierig werden. Bei den Toiletten und dem Wachdienst aber hätte die Stadt es in der Hand, für Besserung zu sorgen. Wir fragen da mal nach! Übrigens sammelte die Stadt am Sonntag fleißig Rückmeldebogen einer Umfrage zur Zufriedenheit der Standbetreiber ein. Wir sind gespannt, was dabei heraus kommt 😉

Und dabei war der Künstlermarkt wieder sooooo schön! Überzeugt Euch selbst:

Die Trends dieses Jahr bei der Schmuckfront: eindeutig Lederarmbänder. Jeder vierte Stand hatte Lederarmbänder, kam uns jedenfalls so vor 😉 Daneben: Leder, Metall, Verrücktes, Kreatives – und die verrückten Stühle aus Kronkorken. Die kämen aus dem Senegal und seien sogar fair gehandelt, versicherte der Verkäufer. Wie dem auch sei: der Künstlermarkt 2014 ist Geschichte – wir freuen uns auf 2015!

 

HINTERLASSEN SIE EINEN KOMMENTAR

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein