Seit August 2013 wird auf dem Lessingplatz und um den Lessingplatz herum gebaut – aber was soll da eigentlich mal entstehen? Wie wird der Platz am Ende aussehen – und wofür? Niemand in der Umgebung des Platzes scheint das zu wissen, mal hört man Bruchstücke von da, dann wieder Infos von dort. Einen Markt solle es geben, hieß es mal.

Der Lessingplatz: ein "urbaner Platz"?
Hier soll ein „urbaner Platz“ entstehen: Lessingplatz im Februar 2014 – Foto: gik

Mainz& wollte es genau wissen – und hat die Quartiermanagerin Silke Maurer gefragt. Deren Antwort: Wo früher einmal die Spitze des Kinderspielplatzes war, wird nun ein urbaner Platz entstehen. Was damit geschehen soll? Wird man sehen.

Was den Spielplatz angeht, gibt es Entwarnung: An dem Platz wird nichts geändert, schließlich waren ja auch gerade erst, nämlich 2009 die Spielgeräte erneuert worden. Aber die kleine Spitze des Platzes – Ihr erinnert Euch: da war diese halbe Schlange – habe für die Kinder „keinen Spielwert gehabt“, sagte Maurer, womit sie wahrscheinlich auch Recht hatte. Nun wird aus der Spielplatzspitze ein Teil des öffentlichen Raumes, eine Art Platz neben der Straße.

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Betonblöcke sollen auf dem Platz als Sitzgelegenheiten dienen, der neue Platz vom Spielplatz nur durch Hecken, nicht aber durch einen Zaun abgeteilt werden. Das war zumindest der Stand im Februar, vielleicht hat man sich bei der Stadt inzwischen ja besonnen. Denn die Eltern werden kaum begeistert sein, wenn keine echte Grenze Ihre Kids am Rennen Richtung Straße hindert…

Der Lessingplatz: ein "urbaner Platz"?
Die Kreuzung Lessingstraße-Leibnizstraße nimmt Gestalt an – Foto: gik

Sinn und Zweck des Ganzen, sagte Maurer, sei die Schaffung eines offenen Platzes, eines kleinen Zentrums in der Neustadt. Das ist der Lessingplatz fraglos, und es wäre sicher sehr zu begrüßen, wenn sich hier noch mehr zur Belebung tun würde, also vielleicht ein Boulebahn, ein Café, ein Markt, …& …

Nein, ein Markt sei nicht geplant, sagte Maurer, auch wenn der Platz so beschaffen sei, dass dort durchaus so etwas entstehen könne. Woher es denn kommen solle, haben wir gefragt? Das könne von den Marktbetreibern kommen, lautete die Antwort, oder von der Bevölkerung. Ach? Und wie soll die wissen, dass sie eingeladen ist, den Platz in Beschlag zu nehmen? Als Antwort bekamen wir zu hören, es sei doch so viel informiert worden, schon vor 2008 habe es die erste Bürgerbeteiligung gegeben. Und es fiel allen Ernstes der Satz: „Die Beteiligung der Bürger ist beendet.“

Das ist ja wunderbar – aber 2008, das ist satte sechs (!) Jahre her. Was eigentlich wurde seitdem in Sachen Informationspolitik getan? Nun, die letzte Bürgerbeteiligung fand genau am 25. Oktober 2012 statt, erfuhr Mainz&. Das ist ja allerliebst: Wer also diesen einen Termin vor 1,5 Jahren verpasst hat – sieht in die Röhre. Merkt Ihr was? Das Muster wiederholt sich… Nachzulesen im Mainz&-Artikel über den Zoff um den Lessingplatz.

Mainz& fragt sich: Was soll das? Die ersten Informationen sind so lange her, wer erinnert sich denn da noch dran? Und reicht denn wirklich eine Infoveranstaltung vor 1,5 Jahren, um patzig zu erklären, es sei doch „so viel informiert worden“? Was ist eigenltich mit den Neustadt-Bewohnern, die damals nicht konnten? Und denen, die seitdem hierher gezogen sind? Mainz& findet: eine moderne Kommunikationspolitik sieht anders aus!

Info& auf Mainz&: Die Baustelle bleibt den Anwohnern des Lessingplatzes übrigens noch bis Ende Mai erhalten, erst dann sollen Straßen, Wege und Kreuzungen fertig sein. Die Gestaltung des neuen Platzes kann sich noch länger hinziehen: Als Abschlusszeitraum nannte die Quartiermanagerin September oder Oktober. Näheres dazu, sowie die Telefonnummer des zuständigen Bauleiters der Stadt, gibt es hier.

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