Kommenden Freitag tobt ja die Fernsehsitzung „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“ im Kurfürstlichen Schloss, und diese politischen Redner sind dabei: Hans-Peter Betz als „Guddi Gutenberg“, Friedrich Hofmann als „Till“ und Kabarettist Lars Reichow als „Anchorman der Fastnachtsthemen“. Damit haben die Macher vom Südwestrundfunk (SWR) den Ausfall des erkrankten „Boten vom Bundestag“ nicht kompensieren können. Und trotz des 60. Geburtstags der Sendung wird es kein Special dazu geben.

"Mainz bleibt Mainz" mit drei Mal Politik und sechs Mal Kokolores
Der Till steigt den Politikern aufs Dach – Foto: gik

Schade eigentlich, hatte der SWR doch zum 50. Geburtstag eine feine, kleine Rückschau mit einem genialen Herbert Bonewitz ins Programm eingebaut. In diesem Jahr gelang offenbar kein Wurf in dieser Richtung, und so erklärten die zuständigen Redakteure Günther Dudek und Norbert Christ, die Mainzer Fastnachtstradition mit dem politisch-literarischen Vortrag, dem typischen Meenzer Kokolores sowie Tanz und Gesang sei über all die Jahre hinweg der „Erfolgsgarant“ der Sendung gewesen. „Angepasst an die heutige Zeit und mit schwungvollen Akteuren – mit was kann man ein Jubiläum besser feiern?!“

"Mainz bleibt Mainz" mit drei Mal Politik und sechs Mal Kokolores
Starker „Hoppes“ als Nachbar, Hans-Joachim Greb – Foto: gik

Die 60. Fernsehsitzung kommt nun ohne Überraschungen daher: Es gibt die drei (sehr starken!) politischen Redner, dazu sechs Kokolores-Vorträge. Auf die Bühne dürfen in diesem Jahr Jürgen Wiesmann als „Ernst Lustisch“ und Andy Ost, der den „Ernährungsexperten“ gibt. Neu dabei ist Detlev Schönauer, als „Lehrer“, Hansi Greb hingegen ersetzt zunehmend den einstigen Schlussredner Norbert Roth – und ist dieses Jahr mit dem Thema Nachbarn wirklich urkomisch.

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Vom Gonsenheimer Karnevals-Verein darf erneut das geniale Duo Martin Heininger und Christian Schier auf dieFernsehbühne, die beiden schießen mit ihrem „Fastnachts-Coach“, der einen unbedarften „Zuschauer“ dieFastnachtsrede lehrt, mal wieder den Vogel ab. Allerdings hatten die beiden Jungs auch schon mal Schwierigkeiten, im Schloss so richtig zu zünden, hoffen wir mal, dass es dieses Mal so richtig kracht – die Nummer ist einfach Klasse.

Für Musik sorgen die „Altrheinstromer“, die in diesem Jahr als „Kasperl-Theater“ daher kommen. Freuen dürfen sich auch dieSchnorreswackler vomGCV, die werden langsam auch zum Stammgast in der Fernsehsitzung. Die frechen Jungs ausGonsenheim sind in diesem Jahr als Römer aber auch echt top! Mal sehen, ob die auch ihre Wein-Hommage singen dürfen, hoffentlich!

"Mainz bleibt Mainz" mit drei Mal Politik und sechs Mal Kokolores
Römische Narren-Cohorte: die Schnorreswackler 2015 – Foto: gik

Und natürlich sind die Mainzer Hofsänger dabei und setzen den Schlusspunkt der Sendung, das muss einfach sein! Schlussredner ist übrigens einer, der das Publikum selbst noch mitten in der Nacht aufwecken könnte: Andreas Schmitt ist als „Messdiener“ in absoluter Hochform, da gibt’s dann noch mal die geballte Ladung von Fußball, Kardinal Mainz Lehmann und auch Politik – das ist Mainz pur!

Schmitt schwingt auch wieder die Schelle als Sitzungspräsident, und wir freuen uns schon auf die witzigen Spitzen aus dem Komitee. Wenn Schmitt in der Bütt steht, vertritt ihn Jürgen Wiesmann am Mikrofon, das hat ja letztes Jahr schon gut geklappt.

Was das Ballett angeht, da ist das Ballett vomTSV Schott mit ihrem Asia-Thema in diesem Jahr der absolute Hingucker. Wenn große Fächer und ein chinesischer Drache über die Bühne wirbeln, das ist echt Wahnsinn. Und natürlich darf das MCV-Hofballett nicht fehlen, wer machte sonst die Samba-Mädchen beim Finale? 😉

"Mainz bleibt Mainz" mit drei Mal Politik und sechs Mal Kokolores
Sitzungspräsident und „Obermessdiener“ Andreas Schmitt – Foto: gik

Fazit: „Mainz bleibt Mainz“ bleibt sich im Jubiläumsjahr einfach treu und glänzt mit guten Akteuren. Schade, dass es nicht noch einen weiteren vierten Politik-Redner gibt, das wäre doch die Chance gewesen, jemand Neues auszutesten. Allerdings fällt uns auch gerade keiner ein… Wisst Ihr jemanden, der noch auf die Bühne gehört hätte? Trotzdem: starkes Programm, starke Redner und ein überragender Hans-Peter Betz als „Gutenberg“ – was Ihr hier nachlesen könnt, wenn Ihr Euch die Überraschung verderben wollt 😉 Das Fastnachtsfreitag kann kommen!

Info& auf Mainz&: „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“ am Freitag, den 13. Februar 2015 um 20.15 Uhr live aus dem Kurfürstlichen Schloss in Mainz.

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