Eine Fernsehsitzung „Mainz bleibt Mainz“ ohne „Boten vom Bundestag“, das gab es seit 1983 noch nie. Jürgen Dietz ist fraglos DAS Aushängeschild der politisch-literarischen Fastnacht in Mainz, was also tun, wenn dieser Vortrag fehlt? Mainz& erfuhr nun: Beim SWR haben sie eine ganze Reihe anderer politischer Redner im Auge. Dazu gehören Lars Reichow, Johannes Bersch als „Domsgickel“ und „Newcomer“ Florian Sitte als „Peter Lustig“. Friedrich Hofmann als „Till“ und Hans-Peter Betz als „Guddi Gutenberg“ sowieso.

„Jürgen Dietz reißt eine Riesenlücke, keine Frage“, sagt Günther Dudek, beim Südwestrundfunk (SWR) zuständig für die Fernsehsitzung, und beruhigt zugleich: „Es gibt auch ein Angebot sehr profilierter anderer Redner.“ Der SWR muss ohne Dietz planen, und das ist schwer.

Mainz& exklusiv: "Mainz bleibt Mainz" ohne Boten - diese Akteure beobachtet der SWR
Hans-Peter Betz als Guddi Gutenberg 2014 bei „Mainz bleibt Mainz“ – Foto: gik

Doch Dudek will auf jeden Fall die politisch-literarische Fastnacht hochhalten, für die Mainz schließlich bundesweit berühmt ist. „Die politisch-literarische Fastnacht ist das Markenzeichen, dafür steht die Sendung“, betont Dudek, und verrät: „Wir planen die ganze Sendung um die politischen Vorträge.“

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„Till“ und „Guddi Gutenberg“ wohl gesetzt

Die Gretchenfrage lautet wie in jedem Jahr: Werden es drei politische Vorträge oder vielleicht auch vier? Das ist dieses Jahr ohne den „Boten“ besonders schwierig, doch Dudek kann sich schon einmal auf zwei altgediente Akteure verlassen: Friedrich Hofmann als Fastnachts-Symbolfigur „Till“, der von der Reichstagskuppel den Mächtigen die Leviten liest, kommt auf jeden Fall infrage.

Gleiches gilt für Hans-Peter Betz: Als „Guddi Gutenberg“ gehört Betz fraglos zu den Markenzeichen von „Mainz bleibt Mainz“, in diesem Jahr sei sein Vortrag wieder ausgezeichnet, betont Dudek. Aber auch Kabarettist Lars Reichow, seit zwei Jahren mit seinem „Fastnachtsjournal“ als Nachrichtenredner dabei, könne „die politische Seite nach vorne bringen“, findet Dudek.

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Der Till auf der Reichstagskuppel – Foto: gik

„Domsgickel“ Bersch, „Red Akteur“ Schlesinger, Schnorreswackeler

Aber auch zwei Akteure vom Karneval-Club Kastel begeistern den Fernsehmann in dieser Saison: Johannes Bersch als „Domsgickel“ ist echter KCK-Aktiver, dazu kommt Rüdiger Schlesinger als „Red Akteur“, der in diesem Jahr auch eine richtig gute Figur macht. „Man muss sehen, welche Möglichkeiten sich da für dieses Jahr entwickeln“, sagt Dudek.

Tatsächlich baut der SWR dann um die politischen Redner herum die übrige Fernsehsitzung. Und auch da ist Dudek um gute Akteure nicht bang: Die Mainzer Hofsänger kämen mit ihren Themen rund um den Umweltschutz sehr gut an, sagt Dudek, dazu hat der Fernsehmann ein Auge auf die Gonsenheimer Schnorreswackler geworfen: Die junge Gesangstruppe des GCV gehen in diesem Jahr als Römer – und seien „außerordentlich gut“, sagt Dudek.

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Johannes Bersch als „Domsgickel“ – Foto: KCK

Wiesmann, Greb, Schönauer beim Kokolores

Im Bereich Kokolores-Vortrag nennt Dudek Jürgen Wiesmann als „Ernst Lustisch“, Hansi Greb als „Nachbar“ und das Gonsenheimer Duo Martin Heininger und Christian Schier sowie noch Detlev Schönauer als „Lehrer“, alle hätten starke Vorträge.

Die Entscheidung ist damit aber noch nicht gefallen: Dudek und sein Team sehen sich alle Sitzungen der vier großen Fastnachtsvereine MCV, MCC, GCV und KCK nun noch ein zweites Mal an. Erst am Samstag vor der Fernsehfastnacht fällt dann im Dialog mit den vier großen Vereinen die Entscheidung. Wir sind gespannt!

Info& auf Mainz&: Die Fernsehsitzung „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“ wird in diesem Jahr am Freitag, den 13. Februar um 20.15 Uhr in der ARD ausgestrahlt, live aus dem Kurfürstlichen Schloss in Mainz.

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