Mittwochabend solltet Ihr mal die Ohren spitzen: Um 18.00 Uhr wird es bei den rund 60 Sirenen in der Stadt einen Probealarm geben. Eine Minute lang wird ein auf- und abschwellender Heulton zu hören sein, das ist das Signal „Warnung der Bevölkerung“. Im Ernstfall solltet ihr dann das Radio einschalten und auf Durchsagen achten, Fenster und Türen schließen und Klimaanlagen abschalten. Am Mittwoch solltet Ihr vor allem aber eines tun: Der Stadt mitteilen, ob Ihr die Sirene gehört habt, oder noch wichtiger: ob nicht. Die Stadt will so nämlich akustische Lücken in Warnsystem aufdecken.

Mittwoch 18.00 Uhr Probealarm bei Sirenen - Stadt bittet um aktive Rückmeldung
Eine Sirene vom Typ E57, wie er auch in Mainz steht – Foto: Thomas Schulze via Wikimedia

Die Sirenenwarnung ist auch in Zeiten von Handys und Warn-Apps immer noch das wichtigste Mittel, um eine Vielzahl von Bürgern im Notfall flächendeckend zu erreichen, betont die Stadt. Der Probealarm dient denn auch der Überprüfung der Funktionsfähigkeit der Sirenenanlagen, immerhin gibt es davon rund 60 im ganzen Stadtgebiet. Das Signal wird durch die Feuerwehrleitstelle Mainz ausgelöst,alle Sirenen sind sogenannte Motorsirenen vom Typ E 57 und werden entweder gruppenweise oder vollflächig gestartet. und die Stadt will in diesem Jahr wissen: Habt Ihr’s auch gehört?

Die rund 60 Sirenen sind nämlich vor allem an Gefahrenpunkten aufgestellt, also etwa entlang der Rheinschiene, in Industriegebieten und an Verkehrsknotenpunkten. Im Ernstfall soll mit Ihnen die Bevölkerung bei Großschadensereignissen gewarnt werden – also etwa bei größeren Chemieunfällen. Wenn das Signal ertönt solltet Ihr deshalb unbedingt diese Dinge tun:

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• Rundfunkgerät einschalten und auf Durchsagen achten
• vorsorglich Türen und Fenster sofort schließen
• Klimageräte und Lüftungsanlagen im Gebäude und Fahrzeug (ggf. Umluft) abschalten
• den Notruf nur bei dringenden Vorfällen kontaktieren
• Kindern und hilfsbedürftigen Menschen helfen
• Nachbarn und Bekannte informieren.

Außerdem solltet Ihr im Internet auf der Homepage der Stadt Mainz und/oder der der Mainzer Feuerwehr nachsehen, was los ist. Feuerwehrangehörige in Mainz werden übrigens nicht über Sirenen – anders als auf dem Land –zum Einsatz gerufen. „Die Alarmierung der Feuerwehr erfolgt über die so genannte ’stille Alarmierung‘, d.h. über Funkmeldeempfänger, eine Art ‚Pager‘, den der Feuerwehrmann bei sich trägt“, teilte die Stadt mit.

An diesem Mittwoch solltet Ihr dazu im Internet noch etwas tun: Auf der Seite der Stadt Mainz steht dann nämlich ein Online-Formular bereit, mit dem Ihr der Stadt mitteilen könnt, ob und wie gut Ihr die Sirenen gehört habt. Die will nämlich wissen, wie die Sirenen wahrgenommen werden und ob es Lücken gibt, wo man gar keine Sirenen hört. „In Zeiten immer besserer Gebäudedämmungen und Fensterverglasungen soll auf diese Art ein Eindruck gewonnen werden, ob und wo die Sirenen möglicherweise nur noch unzureichend zu vernehmen sind“, heißt es weiter.

Der Probealarm dient nämlich noch einem wichtigen Zweck: Die Bevölkerung für Sirenen zu sensibilisieren und ihnen den Umgang damit nahe zu bringen. Wer kennt denn von den Jüngeren schon noch die verschiedenen Sirenensignale? Zum Glück ja die wenigsten…

Info& auf Mainz&: Probealarm der Sirenen in Mainz am Mittwoch, den 21. September 2016 um 18.00 Uhr für eine Minute. Das Online-Formular findetIhr auf der Internetseite der Stadt Mainz unter www.mainz.de/warnung. Der Fragebogen wird bis eine Woche nach der Sirenenprobe verfügbar sein.

 

 

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