Sie schwirren immer öfter durch die Lüfte, schießen geniale Bilder aus der Luft oder sind einfach spannende Spielgeräte: Drohnen werden immer beliebter. Allein 600.000 dieser Fluggeräte werden voraussichtlich in diesem Jahr verkauft – allein in Deutschland, schätzen Experten. Das aber bringt zunehmend Probleme mit sich: Schon jetzt sorgen Drohnen immer öfter für Konflikte mit den großen Flugzeugen – besonders die Gegend um den Frankfurter Flughafen ist betroffen. Die DFS Deutsche Flugsicherung hat deshalb jetzt eine eigene Smartphone-App heraus gebracht: Die „DFS DrohnenApp“ zeigt Nutzern jederzeit und für jeden Standort in Deutschland an, wo sie mit ihrer Drohne fliegen dürfen und wo nicht. So sollen Konflikte zwischen Flugverkehr und Drohnen von Hobbypiloten künftig besser vermieden werden.

Neue DrohnenApp für Hobbypiloten informiert über Verbote - DFS will damit Luftraum sicherer machen
Die DrohnenApp zeigt Hobbypiloten genau an, wo sie fliegen dürfen und wo nicht und bietet zahlreiche Zusatzinfos. – Foto Ellen Malfliet, unifly/DFS

Drohnen machen fraglos Spaß, doch bis zum Jahr 2020 wird ihre Zahl auf deutlich mehr als eine Million steigen. Die Luftfahrt stellt das jedoch vor neue Herausforderungen, nutzen die unbemannte Luftfahrzeugsysteme – oder auch UAS (unmanned aircraft systems) – doch den gleichen Luftraum nutzen wie bemannte Luftfahrzeuge. Für den deutschen Luftraum zuständig ist die DFS Deutsche Flugsicherung, und die hat nun gemeinsam mit ihrem belgischen Technologiepartner Unifly eine neue App entwickelt. Die DrohnenApp informiert umfassend über die geltenden Regeln und Vorschriften sowie Beschränkungen bei der Nutzung einer Drohne.

Vor allem aber gibt die App Drohnen-Steuerern mittels einer interaktiven Landkarte für jeden Standort einfach, umfassend und zuverlässig Auskunft, in welchen Gebieten Drohnen sicher und legal aufsteigen können und wo Einschränkungen und Verbote existieren.Es gibt nämlich zahlreiche Orte oder auch Einrichtungen, die von den kleinen Flugobjekten nicht oder nur eingeschränkt überflogen werden dürfen, etwa Flugplätze, aber auch Krankenhäuser, Industrie- und Energieanlagen, polizeiliche und militärische Einrichtungen.

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Allerdings gelten auch für Wasser- und Fernstraßen, Bahntrassen und Naturschutzgebiete Einschränkungen – und auch die hier geltenden Vorschriften werden in einer zusätzlichen Regelübersicht in der App detailliert erläutert. Die DFS-App berücksichtige dabei die Vorgaben der neuen Luftverkehrsordnung (Drohnenverordnung) vom April 2017, betont die DFS. Daneben könnt Ihr mit einer Logbuch-Funktion eine Übersicht Eurer durchgeführten Flüge erstellen.

Alle Orte mit Einschränkungen für Drohnen-Nuzer werden in der App in einer übersichtlichen Darstellung angezeigt, die DFS nutzt dabei Kartenmaterial aus amtlichen Quellen, das wiederum mit Daten der DFS aus dem täglichen Flugsicherungsgeschäft der DFS angereichert wird. Die Bündelung dieser Datenquellen in einer einzigen Anwendung sei praktisch und auch in dieser Form in Deutschland neu, betont die DFS.

Voraussetzung für den Gebrauch ist natürlich die Aktivierung der GPS-Ortungsdienste auf dem mobilen Endgerät, allerdings auch eine Registrierung des Nutzers, der auch mehrere Geräte angeben kann. Dafür ist die App kostenlos – das sei besonders wichtig, damit die App auch wirklich jeder nutze, betont Klaus-Dieter Scheurle, Vorsitzender der Geschäftsführung der DFS: Das sei „ein Stück Sicherheit, das in jede Hosentasche passt.“

Info& auf Mainz&: Die „DFS DrohnenApp“ ist kostenfrei für iPhones und Android-Smartphones in den jeweiligen App Stores verfügbar, eine weitere Entwicklung ist ebenfalls bereits vorgesehen. Informationen zur App sowie insgesamt zum Thema sicher fliegen mit Drohnen gibt es unter der Internetseite www.sicherer-drohnenflug.de.

 

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