Das ist ja wirklich ein Wunder zum Bestaunen: Die Mainzer Uni besitzt einen Amethysten, der die Form eines Osterhasen hat, eines sehr großen Osterhasen. 1,20 Meter hoch ist der tonnenschwere Stein, der außen unscheinbar grau ist, in seinem Inneren aber einen Hohlraum hat, der mit glitzerndem Amethyst gefüllt ist. Druse nennen die Experten solche Steine, die Mainzer Osterhasen-Druse wird nun der Star einer Ausstellung über Mineralien in Bremen. Am Montag wurde der wertvolle Stein gaaanz vorsichtig verpackt und abtransportiert.

Osterhasen-Amethyst der Uni Mainz als Leihgabe nach Bremen verschickt
Wow, der Osterhasen-Amethyst der Uni Mainz – Foto: Thimas Hartmann, UB Mainz

Die Osterhasen-Druse ist „ein besonders herausragendes Beispiel für Amethyst“, heißt es in der Mitteilung der Uni – das kann man wohl sagen! Drusen, also Steine mit Hohlräumen, entstehen durch Abkühlung von Vulkan-Lava, aus den mineralhaltigen Lösungen im Inneren wachsen dann Kristalle. Amethyst ist eine violette Varietät des Minerals Quarz (SiO2) und ist als zweithäufigstes Mineral der Erdkruste weit verbreitet. Die typische violette Farbe „wird durch Defekte im Atomgitter des Minerals verursacht“, erklärt die Uni weiter.

Der bekannteste Fundort für Amethyst in Deutschland ist der Steinkaulenberg bei Idar-Oberstein, der Osterhasen-Amethyst stammt allerdings aus Brasilien. Die Amethystdruse ist eines der größten Objekte in den zahlreichen wissenschaftlichen Sammlungen der Mainzer Uni und der Star der Mineralogischen Schau­sammlung des Instituts für Geowissenschaften.

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Nun geht die Druse als Leihgabe nach Bremen und ist dort von Juli bis September 2015 in der Ausstellung „KRIMI – die faszinierende Welt der Kristalle, Minerale, Materialien und historischen Instrumente“ im Bremer Haus der Wissenschaft zu sehen. Also wenn Ihr in der Zeit gerade nach Bremen kommt, sagt Hallo zum Mainzer Osterhasen 😉

Osterhasen-Amethyst der Uni Mainz als Leihgabe nach Bremen verschickt
Abtransport der tonnenschweren Druse – Foto: Thomas Hartmann, UB Mainz

Für den Transport hat die Mainzer Geowissenschaftlerin und Kuratorin der Naturwissenschaftlichen Sammlungen, Professor Kirsten Grimm, eigens eine große, stabile und genau passende Holzkiste anfertigen. Der Kurator der Bremer Ausstellung holte die Druse höchstpersönlich ab.

Es ist beileibe nicht das einzige Stück der Mainzer wissenschaftlichen Sammlungen, das zu einer Ausstellung in die Welt reist. Sogar das Metropolitan Museum of Art in New York leiht sich Objekte der Mainzer Universitätssammlungen: Von September 2015 bis Januar 2016 zeigt es in der Ausstellung „Kongo – Power and Majesty“ eine sogenannte „Machtfigur“ aus der Region Mayombe, dem heutigen Kongo, die zur Ethnografischen Studiensammlung der Uni gehört.

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