Schrecksekunde am Freitag in Mainz-Finthen: Kinder entdeckten beim Spielen auf einem Grundstück in der Flugplatzstraße in Mainz-Finthen eine scharfe Panzergranate aus dem Zweiten Weltkrieg. Der eilig alarmierte Kampfmittelräumdienst musste zur Entschärfung einen Spezialroboter anfordern – erst gegen 22.30 Uhr traf das Gerät an der Fundstelle ein. Doch es half nichts: Die Granate musste schließlich gesprengt werden, wenn Ihr also gegen 23.30 Uhr einen lauten Knall gehört habt: das war’s. Ende gut, alles gut.

Panzergranate in Mainz-Finthen  entschärft - Spezialroboter im Einsatz
Diese richtig große Bombe in Weisenau legte im November 2014 halb Mainz lahm – Foto: gik

Immer wieder werden ja Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg unvermutet in der Erde gefunden, sollte Euch das mal passieren – lasst bloß die Finger weg. Die spielenden Kinder taten offenbar das Richtige – und alarmierten die Polizei. Die wiederum rief den Kampfmittelräumdienst, der gegen 20.00 Uhr in Finthen eintraf. Die Anwohner der Jean-Pierre-Jungels-Straße und Flugplatzstraße waren da schon von der Polizei gebeten worden, ihre Wohnungen zu verlassen – sicherheitshalber.

Tatsächlich gestaltete sich die Entschärfung der Granate schwierig: Die Kampfmittelexperten forderten vom Landeskriminalamt einen Spezialroboter an. Der war aber noch bei einer anderen Bombenentschärfung im Einsatz, die Entschärfung des Blindgängers in Finthen verzögerte sich deshalb stark nach hinten. Gegen 22:30 Uhr traf die LKA-Einheit samt Spezialgerät an der Einsatzstelle ein. Nach einer Beurteilung der Lage durch den Kampfmittelräumdienstes und das LKA wurde entschieden, die Panzergranate durch eine gezielte Sprengung vor Ort zu entschärfen.

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Nun wurde mit einem Kleinbagger eine etwa einen Meter tiefe Grube in unmittelbarer Nähe des Fundortes ausgehoben, die Granate in die Grube gebracht, mit Erdreich überdeckt und durch eine gezielte Sprengung unschädlich gemacht. Anschließend überprüfte der Kampfmittelräumdienst, dass die Granate durch die gezielte Sprengung tatsächlich zerstört wurde. Während die Granate bewegt und gesprengt wurde, waren die Häuser im Umkreis geräumt und die Straßen gesperrt – die Behinderungen hielten sich aber wegen der späten Uhrzeit in Grenzen.

Die Sprengung der Granate erfolgte gegen 23:30 Uhr, kurz danach war alles schon wieder frei. Der Einsatz konnte gegen 0.15 Uhr beendet werden – im Einsatz waren Kommandowagen der Berufsfeuerwehr,  Löschfahrzeug und Mannschaftswagen der Freiwilligen Feuerwehr Mainz Finthen sowie Mitarbeiter des Rechts- und Ordnungsamtes, Angehörige des Sanitätsdienstes und drei Mitarbeiter der Stadtwerke-Abteilung Gas. Wow, was für eine Nachtschicht für einen Haufen Leute… Danke schön!

 

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