Was für ein Abend: Mit einem ganz starken Auftritt hat sich die rheinhessische Weinkönigin Laura Lahm ins Finale zur Wahl der Deutschen Weinkönigin kommende Woche gespielt. Die 25 Jahre alte Winzerin aus Ensheim beeindruckte die Jury beim Vorentscheid in Neustadt an der Weinstraße mit exzellentem Fachwissen und einem charmanten Auftritt. Lahm präsentierte sich entspannt und gleichzeitig als hochkarätige Fachfrau und beeindruckte mit flüssigem Englisch. Angetreten waren 13 Kandidatinnen aus den 13 deutschen Weinanbaugebieten, ins Finale kamen außer Rheinhessen die Nahe, die Pfalz, die Hessische Bergstraße, Franken und Sachsen.

Rheinhessische Weinkönigin Laura Lahm kämpft um Krone der Deutschen Weinkönigin - Nahe auch stark
Das sind die sechs Finalistinnen für die Wahl der Deutschen Weinkönigin, von links: Rheinhessen, Nahe, Hessische Bergstraße, Franken, Sachsen und die Pfalz. – Foto: gik

Es wird ein hartes Rennen kommenden Freitag, alle sechs sind hochkarätige Weinfachfrauen, punkteten mit fundiertem Weinwissen. Laura Lahm glänzte mit Erklärungen, warum Weinstein im Glas gar nicht schlimm ist und woher die Mineralstoffe kommen – von der Weinsäure. In flüssigem Englisch erklärte sie charmant, warum Eis im Rotwein keine gute Idee ist. „Sie haben perfekt hier gestanden“, staunte Moderator Holger Wienpahl.

Einen starken Auftritt legte auch Katharina Staab von der Nahe hin: Die 27 Jahre alte Marketingfachfrau aus Oberhausen glänzte mit super Fachwissen, einem tollen Auftritt und verblüffte mit der Aussage, sie sei mal eben über die Alpen gewandert, „aus Zeitmangel“. Wie bitte? Naja, gestand sie, für eine Rucksack-Tour nach Kolumbien hätte die Zeit nicht gereicht – Staab ist abenteuerlustig und auslandserfahren. Und obwohl sie ihre zweite Fachfrage einfach nicht verstand, zog sie sich hervorragend aus der Affäre. „Es besser machen“, lautete deshalb ihr Wunsch für das Finale am kommenden Freitag.

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Rheinhessische Weinkönigin Laura Lahm kämpft um Krone der Deutschen Weinkönigin - Nahe auch stark
Glückliche Finalistinnen. – Foto: gik

Gut drei Stunden lang präsentierten sich die 13 Kanddiatinnen am Samstag bei der Fachbefragung, jede hatte zuvor ein Jahr lang eines der deutschen Weinanbaugebiete als Weinkönigin vertreten. Jede Kandidatin wurde in einem kleinen Film vorgestellt und musste sich zudem in mehreren Spielen beweisen: Da galt es bei einem Schnellratespiel möglichst viele Begriffe zu einem Fachbegriff zu finden – etwa zu Barrique, Weinbar oder Weinlese. Bei Weinnachrichten galt es, die Fehler zu finden – etwa, dass Kloster Eberbach natürlich nicht in Franken, sondern im Rheingau liegt, oder dass die höchste Bodenvielfalt an der Nahe zu finden ist.

Auch durchaus schwierige Fragen wie pilzresistente Rebsorten, der Absatz deutscher Weine oder der Durchschnittspreis im Supermarkt – 3 Euro – galt es zu erkennen, das Fachniveau war wieder einmal ausgesprochen hoch. Damit glänzte vor allem auch Charlotte Freiberger von der Hessischen Bergstraße: Die Winzerin beeindruckte mit flüssigen Erklärungen, was die Edelfäule Botrytis ausmacht oder warum Rosé nicht nur für Frauen ist – ein total beeindruckender Auftritt der 26-Jährigen, die schon im Landesjugendorchester in Hessen Geige spielte. Rheinhessen, Nahe und die Hessische Bergstraße dürften denn auch zu den Favoritinnen zählen, wenn es kommende Woche ins Finale geht: In einer live vom Fernsehen übertragenen Wahlgala wird dann die 69. Deutsche Weinkönigin ermittelt.

Die höchste deutsche Weinmajestät wird seit 1949 gekürt und absolviert im Jahr rund 200 Termine im In- und Ausland im Auftrag der deutschen Winzerschaft. Als weitere Finalistinnen sind noch dabei: Anastasia Kronauer von der Pfalz – mit einem sehr charmanten Auftritt – Friederike Wachtel aus Sachsen und Silena Werner aus Franken. Nicht ins Finale schaffte es hingegen die Mainz-Kostheimerin Stephanie Kopietz: Die Rheingauer Weinkönigin hatte in ihren Fachfragen auf offener Bühne einen kompletten Blackout und konnte sich davon auch überhaupt nicht mehr erholen.

Info& auf Mainz&: Den Vorentscheid könnt ihr Euch auch im Fernsehen ansehen: am morgigen Sonntag, den 24. September um 13.45 Uhr im SWR-Fernsehen. Die Gala zur Wahl der Deutschen Weinkönigin wird am Freitag, den 29. September 2017, ab 20.12 Uhr live im Südwestfernsehen übertragen. Mehr zur Wahl der Deutschen Weinkönigin findet Ihr hier im Internet.

 

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