Römische Funde im Gonsbachtal sollen sichtbar bleiben
Relief eines gefangenen Germanen, gefunden im Gonsbachtal in Mainz

Gute Nachrichten aus dem Mainzer Stadtrat: Die römischen Funde im Gonsbachtal sollen in Zukunft dauerhaft sichtbar bleiben. Das sagten die Stadtoberen am Mittwoch im Mainzer Stadtrat. Allerdings, hieß es einschränkend, dauerten die Ausgrabungen ja noch an. Die gefundenen Reliefs würden natürlich nicht im Original ausgestellt, sagte Umweltdezernentin Katrin Eder (Grüne). Es sei aber geplant, die Formen der gefundenen Gebäude sichtbar zu machen.

Zudem sei eine Aussichtsplattform geplant, die wahrscheinlich auch mit einer Informationstafel ausgestattet werden solle. Diese soll dann auch erklären, wie die Gebäude einmal aussahen und wozu sie vermutlich dienten. Auch ein Abguss des Reliefs eines gefangenen Germanen könnte dort ausgestellt werden.

Die Funde wurden bei Renaturierungsarbeiten für den Gonsbach entdeckt, die Archäologen legten eine ganze Arena frei, dazu weitere Mauern, Steine, Fußböden und Reliefs. Für Aufmerksamkeit sorgte vor allem eine kreisrunde Fläche, ähnlich wie eine Arena mit einem Durchmesser von satten 40 Metern. Die Landesarchäologin Marion Witteyer sprach von einer “Reitarena”, es gebe Hinweise auf Tierhaltung, dazu wiesen die freigelegten Mauern auf „einen kasernenartigen Bau“ hin.

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Möglicherweise stand hier also einmal die Reitschule des römischen Militärlagers auf dem Kästrich… Die Experten rätseln noch. Große Steinblöcke könnten zudem “auf frühe wasserbautechnische Maßnahmen hinweisen”, hieß es weiter. Nicht unwahrscheinlich, dass auch die Römer schon den Gonsbach für das Betreiben einer Mühle nutzten. Die Archäologen sollen jedenfalls noch bis Ende März das Gebiet erforschen dürfen.

 

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