Hm, das war ja in Teilen doch ein enorm aggressiver Rosenmontag: Die Polizei hatte mit zahllosen Schlägereien und heftigen Randalierern zu tun. Nahezu im Minutentakt mussten die Einsatzkräfte nach Ende des Rosenmontagszuges zu Einsätzen ausrücken. Es wurde randaliert, gestritten, geschlagen und sogar mit Flaschen nach der Polizei geworfen. Dabei feierte die weit überwiegende Mehrheit der rund 550.000 Besucher des Mainzer Rosenmontagszuges friedlich und fröhlich.

Die Polizei verzeichnete hingegen eine deutliche Steigerung bei ihren Einsätzen. 201 Strafanzeigen wurden allein am Rosenmontag gestellt, 2014 waren es „nur“ 131 gewesen. Die Mehrzahl waren Körperverletzungsdelikte, Sachbeschädigungen und Diebstahlsanzeigen. Rosenmontagsbilanz: 200 Strafanzeigen, 67 Randalierer festgenommen

67 Randalierer festgenommen

Und auch bei den Platzverweisen gab es eine deutliche Steigerung: Gegen 93 Personen wurde ein Platzverweis ausgesprochen, 67 unbelehrbare Randalierer mussten in Polizeigewahrsam genommen werden – 2014 waren es 43 gewesen. Ein Polizist wurde ins Gesicht geschlagen, konnte seinen Dienst aber fortsetzen.

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Ein Schwerpunkt für Randale war auch wieder die Fort Malakoff-Terrasse: Dort hatte es 2013 noch den „Narrenturm“ mit Partyschwerpunkt gegeben, den der Mainzer Carnevals-Verein 2014 aus Sicherheitsgründen strich. Auch in diesem Jahr versammelte sich dort wieder eine große Menge, eine aggressive Menge: Hier wurde die Polizei mit Flaschen beworfen, so dass die Beamten kurzfristig sogar Schlagstock und Pfefferspray einsetzten. Allein hier wurden zehn Randalierer festgenommen.

Weniger Alkohol bei Jugendlichen vernichtet

Polizei und Stadt Mainz kontrollierten wieder gemeinsam Jugendliche auf Alkohol, dabei wurden 862 Personenkontrollen durchgeführt, das waren deutlich mehr als 2014, da waren es 660. Erfreulicherweise wurde dabei weniger harter Alkohol sichergestellt: 63 Liter insgesamt wurden vernichtet, 2014 waren es noch bei weniger Personen 76 Liter gewesen. Das passt zu Berichten in der letzten Zeit, nach denen das Komasaufen offenbar auf dem absteigenden Ast ist.

Im Übrigen aber wurde friedlich gefeiert: Die Partymeile der Rosenmondnacht zwischen Schillerplatz und Höfchen mit den Bühnen sei sehr gut besucht, die Plätze jedoch nicht überfüllt gewesen, sagte die Polizei.

Zwei Jugendliche in Bahntunnel

Die Bundespolizei wiederum war mit 224 Einsatzkräften an den beiden Mainzer Bahnhöfen im Einsatz, um den Narren eine sichere An- und Abreise zu gewährleisten. Hier kam es zu Beleidigungen und Bedrohungen, zu Diebstahl und sogar zu Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Bis 19.00 Uhr wurden hier insgesamt 20 Straftaten registriert, 35 Platzverweise ausgesprochen und fünf Personen alkoholbedingt festgenommen.

Am Nachmittag kamen außerdem zwei Jugendliche auf die Schnapsidee, in einen der Tunnel zu laufen. Die Bahnstrecke zwischen dem Mainzer Hauptbahnhof und dem Bahnhof Römisches Theater musste deshalb am Nachmittag zeitweise gesperrt werden. Beamte der Bundespolizei brachten die Jugendlichen sicher aus dem Tunnel und informierten im Anschluss die Erziehungsberechtigen. Also ehrlich…

 

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