Vor anderthalb Jahren, im Januar 2015 hat Mainz& die Katastrophen-Warn-App Katwarn vorgestellt, als sie nämlich an den Start ging. Das Thema ist heute aktueller denn je – gerade jetzt wieder ist das Thema Unwetter in aller Munde, und niemand weiß genau, wann und wo sie zuschlagen. Und Katwarn warnt nicht nur vor Starkregen und Gewittern, sondern auch vor Großbränden, Atomunfall – und Terrorgefahr für Situationen wie gerade in München. Wir haben seit Januar 2015 Katwarn auf dem Handy, und die App warnt sehr zuverlässig.

Geht die Warnung los, sollte man weitere Medien einschalten – wir nutzen etwa gerne die Unwetter-Warnungs-Apps „WarnWetter“ vom Deutschen Wetterdienst, die WetterApp von Wetter Online sowie den RegenRadar – da sieht man genau, was gerade im Anzug ist. Und: Kachelmanwetter ist zurück. Der Mann, der einst die Wettervorhersage im deutschen Fernsehen revolutionierte, liefert jetzt die präzisesten Vorhersagen zu Gewittern und Starkregen. Findet Ihr auf Twitter unter @kachelmannwettr (Achtung, Schreibweise!) oder im Internet unter kachelmannwetter.com.

Hier noch einmal unser Text zu Karnwarn von 2015:

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Das ist doch wirklich mal zeitgemäß: Seit heute warnt eine App auf dem Smartphone vor Unwettern und größeren Katastrophen. KATWARN heißt das kleine Programm, und es versendet ausschließlich offizielle Warnungen zuständiger Behörden und Rettungsleitstellen. Ist ein Großbrand ausgebrochen, steigt das Hochwasser rapide – oder wird ein Stadtteil wegen eines Bombenfundes gesperrt? Das System soll in solchen Fällen Warnungen direkt aufs Handy senden und auch Hinweise zum richtigen Verhalten geben.

Schutzengel in der Hosentasche - Katwarn-App warnt vor Katastrophen und TerrorgefahrDas Ganze ist ein kostenloser Service der Behörden, mit dem Programm sollen bei schweren Unglücken die Bürger besser und auch schneller informiert werden, was passiert ist – und was zu tun ist. 27 Landkreise und die Stadtstaaten Berlin und Hamburg nutzen das System schon. Rheinland-Pfalz führt nun als erstes Flächenland die Warn-App ein, die nun vor solchen Katastrophen warnt, die mehrere Städte und Landkreise betreffen.

Das System merkt sich einmal die Telefonnummer des Gerätes und richtet sich zweitens nach den Ortungsdaten des Handys aus – ohne das wäre die App ja auch nutzlos. Das System schickt dann nämlich Warnungen für den Ort, an dem man sich gerade befindet – und das ist ja auch sinnvoll, um gerettet zu werden 😉

Außerdem kann man bis zu sieben weitere Postleitzahlengebiete registrieren, und so auch Warnungen für Orte, an denen Familie oder Freunde leben bekommen, den Ort des Kindergartens oder den Wohnort der Oma, die vielleicht kein Smartphone hat. Ortungsfunktionen und registrierte Orte können jederzeit ein- und ausgeschaltet werden, versprechen die Macher auf der Internetseite www.katwarn.de. Auch muss man sich schlau machen, ob Katwarn von der jeweiligen Stadt bisher überhaupt unterstützt wird.

Schutzengel in der Hosentasche - Katwarn-App warnt vor Katastrophen und Terrorgefahr
Warnung, wenn ein Unwetter heraufzieht – das soll die Katwarn-App leisten – Foto: gik

Entwickelt wurde Katwarn vom Fraunhofer Institut für Offene Kommunaikationssysteme in Berlin und sei „unter Berücksichtigung der größtmöglichen Datensicherheit und Anonymisierung konzipiert und umgesetzt“ worden, heißt es auf der Internetseite. Das System benötige zwar Ortsinformationen vom Endgerät, diese „werden aber nur anonymisiert verarbeitet“, ein Rückschluss auf die jeweilige Person sei „damit nicht möglich.“ Bis zum Beweis des Gegenteils glauben wir das erst einmal 😉

Die Behörden haben übrigens dabei durchaus auch einen Atomunfall im Hinterkopf, es wäre eine Katastrophe, in der schnelle Informationen besonders Not tun. So sollen die Infos aus Katwarn auch auf dem eigenen Facebook- und Twitter-Account geteilt werden können – die Verbreitung ist ausdrücklich gewünscht, damit möglichst viele Menschen gewarnt werden. Deshalb sollte Ihr bei der Installation auch vielleicht ausnahmsweise mal nicht die Push-Up-Benachrichtigungen unterdrücken 😉

Schutzengel in der Hosentasche - Katwarn-App warnt vor Katastrophen und Terrorgefahr
Alles im grünen Bereich in der Katwarn-App – Foto: gik

Ihr seht eine Rauchsäule am Horizont und wollt wissen, was los ist? In einer Übersicht soll man sich über Warnungen auch in der weiteren Umgebung informieren können, heißt es weiter. Mainz& hat das Programm natürlich gleich mal runter geladen und ausprobiert 😉

Die App findet Ihr im jeweiligen App Store für Euer Smartphone, im App Store für Apple, im Google Play Store oder im Windows Store. App runterladen und öffnen, Ja zu den Push-Up-Nachrichten sagen, und schon ist man drin. Der Schutzengel fragt dann direkt nach dem Modus aktiv oder nicht-aktiv. Wir haben natürlich aktiv gewählt, und wurden daraufhin gefragt: „Darf Katwarn Ihren aktuellen Ort verwenden?“

Wer hier Nein sagt, schaltet die Ortungsfunktion aus, wer auf OK tippt und nach rechts auf die Karte geht, bekommt den aktuellen Ort angezeigt und gleich auch, ob es eine aktuelle Warnung gibt oder nicht. War alles im grünen Bereich in Mainz 😉

Der Schutz-Radius um die Mainzer Neustadt herum beträgt übrigens nur etwa fünf bis sechs Kilometer, reicht also gerade bis zur Uni oder Nestle. Es macht also viel Sinn, zusätzliche Orte zu registrieren. So kann man übrigens auch den Ort einer großen Fabrik oder eines Atomkraftwerks eingeben – wir haben mal Biblis auf die Liste gesetzt…

Anhand der kleinen Icons oben rechts auf der Karte sieht man, welches Bundesland gerade zuständig ist. Das kleine Feld daneben zeigt an, dass auch die Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mit eingespeist werden.

Schutzengel in der Hosentasche - Katwarn-App warnt vor Katastrophen und Terrorgefahr
Katwarn-App: Rote Warnung auf dem Display

Und man kann ausprobieren wie die Warnung funktioniert, in dem man ganz unten auf Testwarnung tippt. So kann man ausprobieren, ob das Ganze funktioniert – und erst mal sich und die Umgebung erschrecken. Es ertönt nämlich ein durchdringender Warnton und ein gewisser Bereich um den aktuellen Standort herum wird rot markiert.

Unser Fazit: Eine absolut zeitgemäße und wichtige App in einer Welt, in der Smartphones wichtiger sind als Brieftasche und Schlüssel. Hoffen wir, dass wir sie nicht brauchen… „Katwarn wacht über Sie wie ein Schutzengel“, versprechen die Macher. Eine hundertprozentige Garantie auf Warnung gibt es übrigens nicht – im Zweifelsfall solltet Ihr zusätzlich auch auf Lautsprecherdurchsagen achten und das Radio einschalten.

Info& auf Mainz&: Die Katwarn-App gibt es kostenlos in allen Smartphone-App-Stores. Ausführliche Informationen über das System findet Ihr auf der Internetseite www.katwarn.de. Dort gibt es Infos  auf so ziemlich jede Frage.

Wer keine App-Möglichkeit hat, kann sich übrigens auch bei einem kostenlosen Katwarn-Dienst per Sms oder Email registrieren lassen. Sms an die Servicenummer 0163-755 88 42 mit dem Inhalt schicken: „KATWARN 12345 mustermann@mail.de“. Die 12345 steht für die jeweilige Postleitzahl, dahinter kommt, wenn Ihr wollt, Eure Email-Adresse.

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