Der November war einmal als „der Sternschnuppenmonat“ bekannt, wusstet Ihr das? Grund sind die Leoniden, ein Sternschnuppenregen, der scheinbar aus dem Sternbild Löwe kommt. Bei den Leoniden handelt es sich um winzige Fragmente aus dem Schweif des Kometen Tempel-Tuttle, die er auf seiner Bahn hinterlassen hat. In den vergangenen Jahren habe sich Phänomen zwar etwas abgeschwächt, „aber die Leoniden werden auch 2016 ein beeindruckendes Schauspiel an den Himmel zaubern“, sagt Jan-David Förster von der Astronomischen Arbeitsgemeinschaft Mainz. Hauptnacht ist die Nacht vom 17. auf den 18. November, insgesamt sind die Leoniden aber vom 9. bis zum 21. November zu sehen.

Sternschnuppen: Vom 17. auf 18. November regnet es Sterne - Leoniden bis 21. November zu sehen
Faszinierend ist der Blick in unseren Nachthimmel eigentlich immer – Foto: AAG

Natürlich ist der November keine so schöne Jahreszeit zum Sternschnuppen-Gucken wie die lauen Sommernächte, dazu spielt momentan das Wetter so gar nicht mit… Regen und dicke Wolken werden wohl morgen den Blick zum Himmel verstellen. Wenn Ihr aber Glück habt, könnt Ihr ein kosmisches Schauspiel erleben: In der Highlightnacht auf Freitag fallen etwa zehn bis zwanzig Sternschnuppen pro Stunde vom Himmel. Grund sind Überreste des Kometen Tempel-Tuttle, die er auf seiner Bahn hinterlassen hat, winzige, wenige Millimeter bis ein paar Zentimeter große Fragmente aus dem Schweif des Kometen. Temple-Tuttle umkreist in einer Umlaufbahn von 33 Jahren Dauer die Erde auf einer elliptischen Bahn.

„Immer im November taucht die Erde während ihrer Reise um die Sonne in diese Wolke aus kosmischen Staubteilchen ein und einige verglühen dann in unserer Atmosphäre“, erklärt Förster. Die Leuchterscheinung, die wir als Sternschnuppe kennen, sei dabei aber gar nicht das Verglühen des Teilchens selbst sondern eigentlich das Nachleuchten von heißen Gasen (Plasmen). Diese entstehen durch die große Hitze im Zuge starker Reibung, wenn die Kometenpartikel mit mehr als 250 Stundenkilometern auf unsere Atmosphäre prallen.

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Scheinbarer Ursprungsort ist das namensgebende Sternbild Löwe (Leo) etwa 10 Grad nordöstlich des Sterns Regulus. Die Leoniden werden wohl in diesem Jahr nicht so spektakulär, bedauern Experten. „In diesem Jahr stört der noch zu drei Viertel volle Mond das Spektakel, sodass die lichtschwachen Sternschnuppen wohl überstrahlt werden“, sagte Förster bedauernd. Nach dem „Supermond“, der sich auch in Mainz eigentlich als gar nicht so spektakulär entpuppte, dürften nun also auch die Leoniden wenig aufregend ausfallen. Aber gucken schadet ja nix 😉

Info& auf Mainz&: Mehr zur Astronomischen Arbeitsgemeinschaft Mainz  findet Ihr unter www.astronomie-mainz.de oder hier auf Facebook. Mehr über die Pläne der AAG zu einer Sternwarte in Rheinhessen findet Ihr in diesem Mainz&-Artikel.

 

 

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