Na, schon entschieden, wo Ihr heute um 18.00 Uhr das Deutschland-Spiel sehen wollt? Nun, Ihr solltet Eurer Gesundheit einen Gefallen tun – und zum Public Viewing gehen. Das nämlich, teilte jetzt die Techniker Krankenkasse mit, ist gut für die Seele. Okay Ihr wusstet ja schon immer, dass Fußball-Gucken in großen Massen geil ist – aber warum eigentlich? Nun, das hat etwas mit Gemeinschaft zu tun, mit einer lieblosen Gesellschaft und einem immer fordernden Alltag…

Sagen wir es einmal ganz einfach: „Emotionen werden in einer Gruppe viel intensiver wahrgenommen“, sagt die Präventionsexpertin der Techniker Krankenkasse in Hessen, Alexandra Schätzle. Erwachsene könnten hier ihre Gefühle „einfach mal ‚rauslassen“, das trauten sich Männer im Alltag eher weniger. Dabei wirke das enorm befreiend. Also: heute Abend schön laut schreien, fluchen und jubeln bitte!

TK: Public Viewing ist gut für die Seele
Ein Ziel, eine Fokussirung: Abschalten beim Piblic Viewing – Foto: gik

Menschen, die gemeinsam Fußball schauten, bildeten „eine eingeschworene Gemeinschaft“, sagt Schätzle, und in der Tat ist der Fußball eines der wenigen Dinge in unserer Gesellschaft, wo man sich noch ganz unkritisch einig sein kann – wobei das Unkritische selbstverständlich keine Schiedsrichter einschließt. Ob man den psychologischerweise mit dem Sündenbock-Phänomen erklären kann?

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Ein gemeinsamer Feind hat jedenfalls schon seit Jahrhunderten die angenehme Wirkung, dass man sich gegen selbigen zusammenschließen und so alle eigenen Differenzen überbrücken kann. Weshalb wackelnde Regime gerne mal Kriege anzetteln, um von inneren Schwierigkeiten abzulenken. Wieso mir dabei jetzt nur Russland und die Ukraine einfallen…

Ihr solltet trotz alles gemeinsamen Jubels jedenfalls ab und zu einen Blick auf weltpolitische Ereignisse werfen -. der Irak steht schließlich gerade an der Schwelle, einen Flächenbrand im Nahen Osten zu verursachen, und Israels Premier Benjamin Netanjahu gießt fleißig Öl ins Feuer, weil er zu gerne die palästinensische Hamas von der Landkarte tilgen würde – und benutzt dazu in absolut skrupelloser Weise die scheinbare Entführung dreier jüdischer Jungen..

Auch der Innenpolitik solltet Ihr zwischen zwei Spielen immer mal wieder kurz Eure Aufmerksamkeit schenken – während Fußball-WMs werden gerne mal strittige Themen im Bundeskabinett heimlich und leise durchgewinkt, unser aller Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ist eine Meisterin in dieser stillen Kunst der Macht.

TK: Public Viewing ist gut für die Seele
Roll, runde Kugel, roll… ins TOR!

Gemeinsames Hoffen und Bangen könne jedenfalls dafür sorgen, dass man alles andere vergesse, und – oh sorry: das war Mainz& und nicht die TK 😉 Letztere sieht eine unbestritten positive Wirkung darin, dass die Fans nach diesem gemeinsamen Bangen „auch noch Jahre später eine Gänsehaut bekommen, wenn sie daran zurückdenken.“

Hinzu komme, dass die vierwöchige Weltmeisterschaft ein wunderbarer Ausgleich für private Sorgen sei. Beim Fußball-Schauen könne man ausschalten, „den Stress auf der Arbeit, im Freundeskreis oder in der Familie vergessen“, sagt Schätzle. Das stimmt fraglos.

Zu Denken geben sollte uns allerdings, dass die TK meint, der gemeinsame Jubel sei deshalb so gut, weil: „Wie oft hat man im normalen Leben schließlich die Chance, jemandem vor Freude in die Arme zu fallen?“ Mainz& findet: Das sollten wir unbedingt öfter tun!

TK: Public Viewing ist gut für die Seele
Gemeinsam statt einsam… das kann Folgen haben 😉 – Foto gik

Das wiederum, verrät uns die Krankenkasse auch noch, kann ungeahnte, aber sehr positive Folgen für unsere Gesundheit haben: Ein Fußball-Großereignis sei nämlich „ein tolles, unverfängliches Thema, um mit Menschen ins Gespräch zu kommen.“ Und „nicht selten entstehen beim Public Viewing neue Freundschaften oder gar Liebesbeziehungen…“ Ja dann….!!

Aber tröstet Euch: Auch wenn das alles nicht passiert, selbst wenn SCHLAAAND!!! doch tatsächlich das Spiel verlieren sollte, auch dann seid Ihr in der Menge beim Public Viewing richtig: „auch diese Enttäuschung wird in der Gruppe viel besser abgefedert“, versichert Schätzle: „Geteiltes Leid ist halbes Leid!“

Na dann: ein frohes Spiel heute Abend und: tut was für Eure Gesundheit!! Und wie sagte der Tahesthemen-Wettermann Sven Plöger heute Abend so schön: M öge der bessere gewinnen! Also… wir 😉

Info& auf Mainz&: Mehr zum Public Viewing in Mainz findet Ihr natürlich auf Mainz& – also hier.

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