Sich „französisch empfehlen“, das kennt Ihr ja vielleicht, es bedeutet, sich heimlich und ohne Gruß davon zu machen – warum auch immer die Franzosen dafür zuständig sind. Nun aber gibt es auch den Begriff des „französisch Ausleihens“ – na gut, das haben wir gerade erfunden. Aber aus gutem Grund: Tatsächlich wurde am Wochenende ein Weihnachtsbaum vom Hauptbahnhof kurze Zeit zwangsverschleppt – und zwar von zwei französischen Studenten.

Weihnachtsbaum französisch ausgeliehen
Weihnachtsbaum, fertig geschmückt, zu verleihen 😉 – Foto: gik

In der Nacht von Samstag aus Sonntag ging jedenfalls bei der Polizei um 4.20 Uhr ein „Notruf“ ein. Eine Frau meldete, zwei Studenten hätten eben einen geschmückten Weihnachtsbaum in ein Wohnheim in der Wallstraße getragen, und das sei ihr doch sehr merkwürdig vorgekommen. Also rückte die Polizei aus, fand zwar das Wohnheim, nicht jedoch die Anruferin.

Die spürsicheren Beamten aber entdeckten Kunstnadeln am Boden, die sie bis zu einer Wohnung führten. Auf Klopfen öffneten dann zwei 24 Jahre alte Franzosen die Tür und erklären „in starkem französischem Akzent, dass sie sich den Baum am Mainzer Hauptbahnhof lediglich ausgeliehen hätten, um Fotos für Facebook zu machen.“ Ist ja ein Ding…

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Den Fotos war dann ein schnelles Ende gesetzt – auf Geheiß der Beamten trugen die beiden den Baum wieder zum Hauptbahnhof zurück, wo er wieder ordnungsgemäß abgestellt und ans Stromnetz angeschlossen wurde. „Für die beiden Studenten blieb es bei einer ‚Moralpredigt‘ durch die Polizeibeamten“, heißt es im Polizeibericht abschließend, und weiter: „Fröhliche Weihnachten!“

 

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