Man hätte es sich ja eigentlich denken können, dass das mit dem Weihnachtsmarkt noch nicht ausgestanden ist, wäre ja auch zu schön gewesen 😉 Aber nein: Nun hat eine Bewerberin für den Mainzer Weihnachtsmarkt dagegen geklagt, dass sie in der ersten Runde zwar zugelassen wurde, in der zweiten Runde aber wieder rausflog. Dem Vernehmen nach soll es sich um eine Firma handeln, die Süßwarenstände betreibt, es geht dieses Mal also ums Naschwerk. Da sind wir ja mal gespannt, wo jetzt wieder die Kategorien Bio, Regionales und behindertengerecht auftauchen..

Weihnachtsmarkt: Jetzt klagt das Naschwerk....
Zurück zur Christbaumkugel-Wahrsagerei: Der Weihnachtsmarkt findet statt, er findet nicht statt, er findet statt… – Foto: gik

Zu den Abgelehnten gehörte der große Glühweinstand der Schaustellerfirma Sottile ebenso wie das Weingut der Stadt Mainz. Beide zogen gemeinsam mit weiteren abgelehnten Bewerbern vors Mainzer Verwaltungsgericht – und das gab den Beschwerdeführern Recht: Das Verfahren der Stadt sei intransparent gewesen, Kategorien unklar und Bewertungskritrerien im Nachhinein verändert worden. Eine echte Klatsche für die Stadt Mainz.

Prompt startete Wirtschaftsdezernent Christopher Sitte (FDP) einen zweiten Anlauf. In aller Eile wurden die Bewerbungen gesichtet, Anfang Oktober die neuen Bescheide verschickt. Ergebnis dieses Mal: Zwei Drittel der Traditionsunternehmen sind wieder dabei, etwa ein Drittel der Stände sind neu vergeben. Also alles Eierpunsch und eitel Glühwein? Äh…. nein.

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Weihnachtsmarkt: Jetzt klagt das Naschwerk....
Eisige Zeiten um den Weihnachtsmarkt – Foto: gik

Das Mainzer Verwaltungsgericht teilte am Freitag mit, eine Bewerberin, die mit ihrer Bewerbung keinen Erfolg hatte, habe bei der 6. Kammer des Verwaltungsgerichts Mainz „einen Antrag auf vorläufigen Rechtsschutz gestellt.“ Die Bewerberin habe am 27. Mai einen vorläufigen Zulassungsbescheid bekommen, bei der zweiten Runde aber eine Absage erhalten. Nun hat die Bewerberin Einspruch erhoben – und stellt damit womöglich die ganze zweite Runde infrage.

Jetzt ist wohl mal wieder bei der Stadt guter Rat teuer, und das ist wahrscheinlich auch noch wörtlich zu nehmen: Für die zweite Runde hatte die Stadt nämlich eigens eine renommierte Frankfurter Anwaltskanzlei dazu geholt, damit man nur ja auf der sicheren Seite sei. Und nun? Nun dürfen wir wohl äußerst gespannt sein, was aus dem Mainzer Weihnachtsmarkt wird. Und ob er in diesem Jahr überhaupt noch stattfindet.

Wir erinnern nur mal daran: Am 27. November soll Eröffnung des Jubiläums-Weihnachtsmarktes sein. Für so ein, zwei Eilverfahren hätten wir da noch Zeit, für eine dritte Ausschreibung hingegen dürfte die Zeit nicht mehr reichen… Tatsache ist: Auch bei einem Eilverfahren wie diesem bekommt die Stadtverwaltung jetzt erst einmal Gelegenheit, ihre Sicht darzulegen. Was wohl einige Tage dauern wird.

Wir sagen Euch dann Bescheid, ob’s nun noch einen Weihnachtsmarkt gibt oder nicht 😉

Info& auf Mainz&: Alles rund um die seit Monaten andauernden Querelen um den Mainzer Weihnachtsmarkt könnt Ihr natürlich auf Mainz& nachlesen. Hier bekommt Ihr eine Zusammenfassung dessen, worum es ging, hier könnt Ihr die Klatsche des Gerichts für die Stadt Mainz nachlesen.

 

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