Das Ergebnis war mit Spannung erwartet worden: Wer würde es im zweiten Anlauf zum Mainzer Weihnachtsmarkt schaffen? Nun die Erleichterung: Zwei Drittel der Traditionsbetriebe werden auch in diesem Jahr wieder auf dem Markt stehen. Die meisten Institutionen auf dem Weihnachtsmarkt sind also gerettet. Dennoch bleibt nicht alles beim Alten: 29 Bewerber sind neu auf dem Markt.

Zu den nun wieder zugelassenen Bewerbern gehören wohl auch das Weingut der Stadt Mainz sowie der große Glühweinstand von Margit Sottile-Barth – zumindest schrieb das die AZ. Sottile-Barth jedoch sagte Mainz&: „Ich hab noch gar nichts.“ Im Briefkasten sei nichts gewesen, bei einem Anruf im Wirtschaftsdezernat habe man sie auf den Brief verwiesen, der noch kommen werde. Klar dass die Schaustellerin sich jetzt Sorgen macht, was da wohl drin steht.

Es war die zweite Ausschreibung in Sachen Weihnachtsmarkt, nachdem das Mainzer Verwaltungsgericht den ersten Anlauf als unrechtmäßig gekippt hatte. 266 Bewerbungen gab es nun für den zweiten Anlauf in elf verschiedenen Angebotsgruppen. 66 Standbetreiber sind nun alte Bekannte, also knapp ein Drittel wird neu sein – was wir ausdrücklich begrüßen. Frischer Wind kann dem Markt nur gut tun, das haben wir ja von Anfang an gesagt 😉

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Jetzt aber ist offenbar auch gelungen, was im ersten Anlauf grandios schief ging: Einen fairen Ausgleich zu schaffen zwischen denen, die den Markt seit Jahrzehnten tragen, und gleichzeitig eben auch neuen Standbetreibern eine Chance zu geben. Dazu griff die Verwaltung auch zu einem Kniff: Die Zahl der Stände wurde von 90 auf 95 erhöht.

Weihnachtsmarkt: Traditionsunternehmen zum Großteil dabei - Update
Das Betreiberkarussel dreht sich… – Foto: gik

In der Kategorie „Rund um den Weihnachtsbaum“ wurden 15 Stände zugelassen, zwei Stände widmen sich dem Thema „Backen und Kochen“, 28 Stände fallen in den Bereichen Geschenkartikel. 7 Stände sind Feinkost oder Lebensmittelspezialitäten, 10 Stände sind Naschwerk. Das war’s aber noch nicht in Sachen Essen: 4 Stände sind allgemeiner Imbiss, 8 Stände sind „Spezialimbiss – herzhafte Speisen“, 6 „Spezialimbiss – süße Speisen“. Macht summa summarum 35 Essenstände, verhungern muss also wirklich niemand 😉

Beim Glühwein fallen 4 Stände in die Kategorie „alkoholfreie Heiß- und Kaltgetränke und Spirituosen aus der Traube“, dazu kommen noch einmal 8 Stände „heiße alkoholische Spezialitäten inklusive Glühwein, alkoholfreie Heiß- und Kaltgetränke, sowie Spirituosen“. Und last but not least wurden 3 Kinderfahrgeschäfte zugelassen.

Das Ergebnis hatte Wirtschaftsdezernent Christopher Sitte (FDP) am Mittwochabend in nciht-öffentlicher Sitzung dem Wirtschaftsausschuss mitgeteilt, am Donnerstag wurde die Presse informiert. Auch am Donnerstag sollten die Bescheide an die Beschicker verschickt werden.

Damit hat die Stadt Mainz gerade noch rechtzeitig die Kurve gekriegt, damit der Weihnachtsmarkt pünktlich am 27. November seine Tore öffnen kann.

Wie Mainz& ja ausführlich berichtet hat, hatte die Stadt im ersten Anlauf ja ausgerechnet die Mainzer Traditionsbetriebe rausgekippt, die den Weihnachtsmarkt seit 40 Jahren mit aufgebaut und mit finanziert haben. Das sorgte erst für Unmut, dann für Proteste und schließlich für die Klage gegen das Verfahren vor dem Mainzer Verwaltungsgericht. Das Ergebnis könnt Ihr ausführlich hier und hier nachlesen – von einer Blamage für die Stadt war da unter anderem die Rede.

Die Neuausschreibung war dann zum 1. September erfolgt, Bewerbungsschluss war der 15. September. Seither hatte ein Bewertungskommission, die dieses Mal von einer externen Rechtsanwaltskanzlei beraten wurde, die Bewerbungen bewertet und dafür auch auf Feierabende und Wochenenden verzichtet, wie Sitte betonte. Nun sei es aber gelungen, „alle Bewerbungen fair und sachgerecht zu prüfen.“ Geht doch 😉

Also, dann dürfen wir uns jetzt völlig erleichtert auf den Weihnachtsmarkt 2014 freuen!

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