Im Streit um den Weihnachtsmarkt scheinen sich die Fronten langsam aufzulösen. Die Stadt Mainz geht jedenfalls inzwischen auf die Schausteller zu – eine Lösung hat sie allerdings noch nicht präsentiert. „Man ist wirklich auf uns zugegangen“, sagte Margit Sottile-Barth Mainz&. Ein Gespräch mit Wirtschaftsdezernent Christopher Sitte (FDP) am Freitag sei sehr positiv verlaufen: „Er hat sich wirklich um uns bemüht.“

Weihnachtsmarkt: Stadt will Alternativen prüfen
Protest der abgelehnten Schausteller mit Weihnachtsbaum – Foto: gik

Die Schaustellerin ist von der Neuvergabe der Weihnachtsmarkt-Stände massiv betroffen, ihr großer Glühweinstand vor den Markthäusern wurde nicht mehr genehmigt. Auch das Kinderkarussell der Familie Sottile ist betroffen. Sottile-Barth und ihr Mann Aldo gehören zu jenen Schaustellern, die den Weihnachtsmarkt in den vergangenen 40 Jahren mit aufbauten, Geld gaben für Krippenfiguren und die große Pyramide, eines der Wahrzeichen des Weihnachtsmarktes.

Am Dienstag war Dezernent Sitte aus dem Urlaub gekommen, am Freitag gab es einen Termin für die Familie Sottile. Sitte habe dabei auch zugesagt, alternative Standorte für die Schausteller-Familie zu prüfen, sagte Sottile-Barth Mainz&. Die Sottiles haben den kleinen Platz vor dem Gutenberg-Museum ins Gespräch gebracht, dort stehen bisher die Toiletten.

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Weihnachtsmarkt: Stadt will Alternativen prüfen
Erweiterung des Mainzer Wiehnachtsmarktes? Am Dom wohl nicht – Foto: gik

Ob es aber eine Erweiterung des Weihnachtsmarktes geben kann, ist fraglich: Seit der verunglückten Love Parade in Duisburg sind die Anforderungen für Marktbetreiber erheblich gestiegen, vor allem was die Fluchtwege angeht. Deshalb kommt auch der untere Markt Richtung Fischtorplatz für eine Erweiterung des Weihnachtsmarktes nicht infrage, ebensowenig Seitenstraßen wie die Liebfrauenstraße, die in Richtung Erbacher Hof führt.

Von der Stadt ins Gespräch gebracht wurden hingegen der Schillerplatz sowie der Rathausvorplatz, berichtete Sottile-Barth. Den Jockel-Fuchs-Platz vor dem Rathaus sieht die Schaustellerin aber kritisch: „Da zieht es so“, sagte sie Mainz&. Offenbar ist eine richtig gute Lösung noch nicht in Sicht…

 

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