Der Frühling ist mit den Händen zu greifen, da werden traditionell auch die Fahrräder im Keller einer Inspektion unterzogen. Und wenn Ihr da ein paar Fahrrad-Leichen im Keller habt – wir hätten da eine Idee: Die Grünen sammeln seit heute Fahrräder für einen guten Zweck, für die Flüchtlinge in Rheinland-Pfalz nämlich.Im ganzen Land und natürlich auch in Mainz könnt Ihr deshalb nun nicht benötigte Räder bei der Grünen-Geschäftsstelle abgeben.

Werde Radgeber! - Grüne sammeln Fahrräder für Flüchtlinge
Drei grüne Radgeber, von links: Landeschef Thomas Petry, Landeschefin Katharina Binz und Integrationsministerin Irene Alt – Foto: Grüne RLP

„Mobilität ist ein großes Thema bei Flüchtlingen“, begründet Grünen-Landeschefin Katharina Binz die Aktion, denn natürlich sei gerade bei den Flüchtlingen das Geld für den Nahverkehr ausgesprochen knapp. „Was wir dringend brauchen sind Fahrräder“, wirbt Binz deshalb für die Aktion.

Unterstützt wird die auch von der rheinland-pfälzischen Integrationsministerin Irene Alt (eine Grüne), die am Montag meinte. „Ich bin sehr gerne Radgeberin.“ Mobilität sei wichtig, damit die Flüchtlinge zu Deutschkursen, zum Arzt oder auch zum Einkaufen kämen. In Trier hab die Polizei sogar einen Verkehrserziehungskurs, damit die Menschen aus der Ferne auch mit dem deutschen Straßenverkehr klar kommen.

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Versicherung für Flüchtlinge?

Das ist auch nötig, ist der deutsche Verkehr doch für Ungewohnte richtig stressig. Und das ist nicht die einzige Gefahr: In Koblenz bleibt nun wohl ein Autofahrer auf Kosten von rund 2.500 Euro sitzen – der Autofahrer war mit einem Flüchtling auf einem Fahrrad zusammen gestoßen. Die Geschichte berichteten den die Kollegen von der Rhein-Zeitung, und auch, dass eben etwas Wichtiges fehlt: die Haftpflichtversicherung für Flüchtlinge.

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Vielleicht sind ja ein paar Räder irgendwo in der Neustadt herrenlos… – Foto: gik

„Eine Haftpflichtversicherung für alle Flüchtlinge pauschal abzuschließen, halte ich nicht für möglich“, sagte Alt dazu auf Mainz&-Frage. Allerdings gibt es genau eine solche Sammel-Haftpflicht für ehrenamtlich Tätige im Land – warum also nicht auch für Flüchtlinge? Alt sicherte zu, sich bei der Ehrenamtstelle zu erkundigen und das Thema zu prüfen.

Und Binz gab zu bedenken, dass man ja auch nicht bei jedem Studierenden nachfrage, ob er versichert sei. Allerdings sind Studis oft noch über ihre Eltern mitversichert… Aber wir wollen ja nicht von Rad-Spenden abschrecken, fanden aber doch, dass die Frage berechtigt ist.

Die Grünen hoffen jedenfalls auf viele Rad gebende Menschen im Land. Und bei den Spenden dürften auch gerne Fahrradhelme, Fahrradschlösser und Regencapes sein, so viel zur Sicherheit 😉 Es sollten übrigens nach Möglichkeit funktionstüchtige Räder sein und keine „Leichen“ – sonst wird dann auch noch jemand gesucht, der Räder reparieren kann…

Info& auf Mainz&: Mehr Informationen zur Aktion Radgeber der Grünen in Rheinland-Pfalz findet Ihr hier. Wenn Ihr Räder spenden wollt: in Mainz könnt Ihr die bei der Grünen-Geschäftsstelle in der Frauenlobstraße 59-61 in Mainz abgeben. Bis 17.00 Uhr sei immer jemand da, hieß es. Für die Aktion gibt es übrigens einen Flyer in Form von Zimmerschildern in Hotels, den kann man dann an Räder hängen.

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