Als Erstsemester wird man ja heutzutage ganz schön umworben: Karriereplanung, politisches Engagement, Amnesty International, Kanupolo – bestimmt 50 Stände drängten sich am Mittwoch im ReWi-Gebäude der Uni Mainz. „Die Erstis kommen“ lautete der weit verbreitete Ruf, während sich die so Umworbenen noch im großen Hörsaal des Gebäudes warme Worte zur Begrüßung anhörten.

Eingang Uni Mainz
Bitte eintreten! Eingang der Mainzer Uni – Foto: gik

„Student kommt von lateinisch ’studiare‘, und das heißt, sich eifrig um etwas bemühen“, klärte sie die Vizepräsidentin der Hochschule auf, und das gelte nicht allein für die Studienfächer. „Wir haben hohes Interesse daran, dass Sie sich aktiv einbringen“, warb Meyer. Auch wenn sicher nicht jeder ein Forscher werde, wolle man die Neuen dazu ermutigen, sich mit der Forschung auseinander zu setzen.

Politische Gruppen, der Allgemeine Studierendenausschuss (AstA), Meyer warb vor allem für eines: Engagement. Zum Studieren gehöre aber auch, manchmal Frust und Unzufriedenheit auszuhalten. Eine Studium, das sage ein altes Sprichwort, bestehe zu 90 Prozent aus Transpiration, und nur zu 10 Prozent aus Inspiration.

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Für die, denen der Druck zu groß werde, gebe es aber auch eine Vielzahl von unterstützenden Angeboten von Beratung über eine Schreibwerkstatt bis hin zum Familienservice. „Nutzen Sie unsere Angebote“, sagte Dreyer, und fügte hinzu: „Ich freue mich, dass Sie da sind.“

Und da sind auch in diesem Sommersemester wieder viele: Rund 3.500 Studierende haben sich neu in einen Studiengang eingeschrieben, teilte die Uni mit, davon rund 1.440 im 1. Semester und rund 860 in einem Masterstudiengang, der auf einem Bachelor-Abschluss aufbaut.

Rund 8.600 Bewerber hatten rund 11.360 Bewerbungen für die 67 zulassungsbeschränkten und 37 zulassungsfreien Studiengänge eingereicht – das waren 1,4 Mal so viel wie vor zehn Jahren. Dazu kamen noch rund 1.350 Bewerber für Masterstudiengänge. Keine Frage: die Mainzer Uni ist beliebt.

Insgesamt liegen die Zahlen zwar noch unter dem Niveau von 2013, als sich 3.636 Studierende neu an der Uni immatrikulierten. Die Uni rechnet aber damit, dass die Zahlen von 2014 noch die von 2013 erreichen, so dass auch weiter rund 35.000 Studis an der Johannes-Gutenberg-Uni studieren – was für eine Masse! Dabei ist das aber weniger als noch in den vergangenen Jahren. Grund dafür: Es machten derzeit mehr Studierende einen Abschluss, während gleichzeitig die Zahl der Neuen konstant bleibe.

Studimesse
Stände, Stände, Stände – die Studimesse im ReWi – Foto: gik

Viele der Ersties sind aber nicht nur neu an der Uni, sondern auch neu in der Stadt. Und prompt wollte auch der Mainzer Oberbürgermeister die Ersties zu etwas ermuntern: „Ich will sie ermuntern zu genießen“, sagte Michael Ebling, ein Politiker von der SPD. Die Erstis lebten nun in der zweitattraktivsten Stadt von Deutschland, das sage zumindest eine bundesweite Studie.

Auf jeden Fall sei Mainz eine der Great Wine Capitals, der Great Wine Express fahre regelmäßig ins rheinhessische Umland – und für Studierende gebe es kostenlose Karten für Museen und Staatstheater, es warteten unter anderem das Jugendkulturfestival Open Ohr und das Pengland auf Entdeckung. „Sie starten jetzt in die Zeit der größten Freiheit, nehmen Sie sich Zeit dazu!“ riet Ebling. Was für ein Unterschied zu früher…

Leider, so räumte Ebling ein, sei Mainz auch die Stadt der sechsthöchsten (!) Mieten in Deutschland, Mainz gehöre zu den teuersten Ecken des Landes. „Wir werden alles tun, neuen Wohnraum für Sie zu schaffen“, versprach er. Das werde aber noch ein bisschen dauern…

Und dann rief auch der OB noch mal zu was auf: „Bringen Sie sich ein!“ Politik, Kultur Wissenschaft, es warteten viele spannende Bereiche, betonte Ebling: „Prägen Sie die Stadt, so wie diese Sie prägen wird.“

Auch Mainz& fcreut sich auf die neuen Erstsemester, und ruft auf: Entdeckt Mainz! Gerne auch auf Mainz& 😉

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