Die Landesstiftung Villa Musica feiert ja gerade 30-jähriges Jubiläum, am 11. November 1986 wurde die Förderung für begabte junge Musiker in Mainz ins Leben gerufen. Geworden ist daraus eine wahre Erfolgsgeschichte: Mehr als 3.000 Stipendiaten wurden in den 30 Jahren gefördert, viele von ihnen wurden Stars der klassischen Musik. Partner der Landesstiftung war schon damals der Südwestfunk, und der widmet dem Jubiläum an diesem Samstag nun eine ganze Sendung: Die Kultursendung „Landesart“ war Backstage beim Jubiläumskonzert im September, begleitete einen Bläser-Workshop, war bei Castings dabei – und hat dabei die „X-Men“ der Musikszene gefunden: Die Pendants zu den hochbegabten Mutanten den Science Fiction-Filme X-Men im wahren Leben.

Die X-Men der Musikwelt: SWR "Landesart" feiert am 5. November 30 Jahre Villa Musica
Das Vision String Quartet, auch dies sind Stipendiaten der Villa Musica – Foto: Tim Klöcker

Gut gelaunte  Stars und enthusiastische Nachwuchstalente fand der SWR für seine Jubiläumssendung. Das Filmteam mietete sich unter anderem zum Bläser-Workshop auf Schloss Engers ein, beobachtete eine nervenaufreibende Castingrunde von Stipendiums-Bewerbern aus nächster Nähe und präsentiert die Highlights aus dem opulenten Konzertprogramm des Jubiläumsjahres. Das Filmteam traf junge Musiker, die Haydn auf Saxophonen, Beethoven und die Beatles hintereinander wegspielen und romantische Werke über die Bühnenkante bringen, als wären es zeitgenössische Pop-Balladen.

„Die jungen Nachwuchsmusiker, die von der Mainzer Stiftung Villa Musica gefördert werden und wurden, sind ein faszinierendes Grüppchen von Ausnahmetalenten“, heißt es in der Sendungsankündigung des SWR. Der künstlerische Leiter der Villa Musica, Alexander Hülshoff, freue sich, dass er wie kaum ein anderer „Nachwuchstalente in die musikalische Umlaufbahn schießen darf“. Und so fühlte sich das Team denn auch wie in einem X-Men-Film gelandet: Rundherum Wunderkinder, die nicht nur mit ihrem musikalischen Können bestechen, sondern auch allesamt ausdrucksstarke Persönlichkeiten sind, die Witz, Esprit und Leidenschaft versprühen.

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Die Workshops auf Schloss Engers in Neuwied sind das Herzstück der Villa-Musica-Förderung. Wer ein Stipendium ergattert, durchläuft in drei Jahren rund zehn Kurse bei Größen wie Stargeiger Boris Garlitsky oder bei Marie-Luise Neunecker, der Frau am Horn. Aus vielen erfolgreichen Musikerbiografien ist das Stipendium bei der Villa Musica nicht wegzudenken, wie zum Beispiel bei Konzertpianist Martin Stadtfeld aus dem Westerwald oder auch von Alexander Hülshoff selbst, dem künstlerischen Leiter der Villa Musica, der Cellist ist. Die X-Men der Musikwelt: SWR "Landesart" feiert am 5. November 30 Jahre Villa Musica

„Am Ende jeder Probenphase geben die Stipendiaten eine Reihe von Konzerten, verstärkt von den hochkarätigen und erfahrenen Dozenten“, heißt es in der Ankündigung weiter. Diese Aufführungspraxis sei entscheidend, wenn man die Schwelle vom Jungtalent zur selbstbewussten und selbstbestimmten Musikerpersönlichkeit überschreiten will. „Zu sagen, dass den jungen Menschen hier geholfen wird, wäre weit untertrieben“, sagt Dozent Boris Garlitsky: „Das Stipendium hier macht ganz neue Musiker aus ihnen!“ Positiver „Neben“effekt: Rheinland-Pfalz wird auf diese Weise bis in alle Winkel mit kammermusikalischen Konzerten versorgt – an rund 40 Spielstätten im Land.

Mainz& hat die Villa Musica bereits ausführlich in einem Artikel Anfang September vorgestellt. In Brillante Konzert, tolle Stipendiaten und Dozenten von Weltruf erzählen wir Euch auch mehr über die kommenden Konzerte im Jubiläumsjahr – unter anderem am 13. November in der Mainzer Synagoge mit dem israelischen Geiger Hagai Shaham oder am 20. November mit dem Auftaktkonzert zur Besuchswoche von „Bang on a Can“ aus New York im Frankfurter Hof – da gibt sich das führende Ensemble für Neue Musik die Ehre.

Info& auf Mainz&: 30 Jahre Villa Musica am Samstag, den 5. November 2016 um 18.45 Uhr in der Kultursendung „Landesart“ im SWR-Fernsehen. Alles zur Geschichte der Villa Musica sowie zum Jubiläum und zu den Konzerten hier bei Mainz&.

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